Rekord-Saison platzt aus allen Nähten

Innovation in der Formel 1! Neuer Modus geplant - Schumacher widerspricht Vettel

Mick Schumacher (r) und Sebastian Vettel bei einem Benefiz-Fußballspiel.
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Mick Schumacher (r.) widerspricht Sebastian Vettel beim Thema Sprintrennen.

Die Formel 1 sorgt für eine Innovation. In der kommenden Saison soll es zusätzlich drei Mini-Rennen geben. Mick Schumacher ist von der Idee im Gegensatz zu Sebastian Vettel begeistert.

Sakhir - Selten wurde einer Formel-1-Saison so entgegen gefiebert wie in diesem Jahr. Mick Schumacher, Sohn von Rekord-Weltmeister Michael Schumacher, geht erstmals an den Start. Sebastian Vettel hat den Ferrari abgestellt und versucht sein Glück nun bei Aston Martin. Die englische Traditionsmarke feiert nach Jahrzehnten ein Comeback in der Königsklasse des Motorsports.

Als wäre das alles noch nicht genug, erwartet die Formel-1-Fans mit 23 geplanten WM-Rennen eine Rekord-Saison, inklusive dem umstrittenen neuen Grand Prix in Saudi-Arabien. Auch die Safety-Car-Fraktion bekommt Zuwachs - was einer Revolution gleich kommt.

Formel 1: Innovation mit drei Sprintqualifyings geplant

Doch das soll es immer noch nicht an Neuerungen und Innovationen gewesen sein. Die Formel 1 plant neben den 23 Rennen noch drei Zusatzrennen. Bei drei Grand Prix soll ein sogenanntes Minirennen über die Startaufstellung entscheiden. Bei diesen drei Mini-GPs werden auch WM-Punkte verteilt, das wäre ein Novum. Die besten drei Fahrer sollen Punkte bekommen, drei für den Sieger, zwei für den Zweiten und einen für den Dritten. In Kürze sollen alle zehn Teamchefs dieser Idee zustimmen, heißt es in Auto Bild.

„Manchmal muss man Sachen probieren um herauszufinden, ob sie klappen“, sagte Günther Steiner, Teamchef vom Schumacher-Team Haas, im RTL-Interview und betonte zugleich: „Man darf nie Angst haben, wenn es nicht klappt, nein zu sagen.“ Änderungen stehe er aber nicht ablehnend gegenüber. „Alle Sportarten haben manchmal Veränderungen in der Regel.“

Die Grand Prix in Silverstone, Monza und Sao Paulo sollen den Anfang machen. Bewährt sich das Konzept, könne die Idee 2022 ausgeweitet werden. Der Name der Minirennen soll Sprintqualifying und nicht Sprintrennen lauten. Das soll eine bessere Abgrenzung zum Hauptrennen schaffen. Geplant ist, das übliche Qualifying schon am Freitag auszutragen, dieses soll über die Startaufstellung in der Sprintquali am Samstag entscheiden, das über 100 Kilometer gehen soll. Die dortige Platzierung bedeutet wiederum die Startaufstellung für den echten Grand Prix am Sonntag.

Mick Schumacher freut sich auf Sprintrennen und widerspricht wütendem Vettel

„Wir wollen die Wochenenden ausfüllen und den Fans mehr Substantielles geben, auf das sie am Samstag schauen können“, erklärte Formel-1-Sportdirektor Ross Brawn. Sebastian Vettel hatte den Vorschlag jüngst abgelehnt und erklärt, es würde „keinen Sinn“ machen. „Warum sollte es ein Vorfinale vor einem Finale geben? Was ist der Gedanke dahinter? Das verstehe ich nicht“, polterte der Heppenheimer.

Mick Schumacher, der sich auf seine erste Saison in der Formel 1 freut, sieht die Dinge anders als sein Mentor Vettel. Der 21-Jährige hat in seiner Zeit in der Formel 2 gute Erfahrungen mit den Sprintrennen gemacht und feierte mit dem Sieg in Ungarn 2019 sein erstes Podium. „Ich liebe Rennfahren. Je mehr Rennen, desto besser ist das für uns Fahrer“, ist Schumacher überzeugt. Für mehr Spannung könnte der neue Modus in jedem Fall sorgen, wurde doch das Qualifying bislang zumeist von den Top-Teams dominiert. Überraschungen waren eine Seltenheit. (ck)

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