Neuheit in der Formel 1

Sprintrennen? Hamilton tappt Tage nach Verkündung im Dunkeln: „Können Sie mir auf die Sprünge helfen?“

Formel-1-Fahrer Lewis Hamilton (Mercedes) nimmt an einer Pressekonferenz vor dem Großen Preis von Portugal teil.
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Formel-1-Fahrer Lewis Hamilton (Mercedes) nimmt an einer Pressekonferenz vor dem Großen Preis von Portugal teil.

Drei Sprintrennen in der Formel 1 sind mittlerweile beschlossene Sache. Doch Lewis Hamilton irritierte in einer Pressekonferenz mit einer Frage.

Portimao - Die Sprintrennen in der Formel 1 sind eine besondere Neuerung. Am Montag (26. April) wurde offiziell: Die Motorsport-Königsklasse trägt im Saisonverlauf 2021 drei Sprintrennen aus. Das erste soll am 17. Juli in Silverstone stattfinden, hieß es vom Veranstalter am Mittwoch. Die Pläne werden also konkreter.

Sprintrennen in der Formel 1: Lewis Hamilton braucht kurze Erklärung

Die Thematik „Sprintrennen“ war für einen Fahrer aber auch am Donnerstag offenbar noch eine Neuigkeit: Weltmeister Lewis Hamilton wusste jedenfalls erst einmal bei einer Pressekonferenz wenig damit anzufangen. „Ich weiß nichts darüber. Können Sie mir auf die Sprünge helfen?“, sagte der Mercedes-Star bei der Pressekonferenz vor dem Großen Preis von Portugal in Richtung des Fragestellers.

Nachdem Moderator Tom Clarkson dem Briten den Modus in Kürze erklärt hatte, sagte Hamilton: „Ich finde es gut, dass man in der Formel 1 bereit ist für Veränderungen.“ Und es werden große Änderungen! „Eine derart große Veränderung im Zeitplan hat es in diesem Sport schon lange nicht gegeben“, sagte Stuart Pringle, Managing Director des Grand Prix in Silverstone.

Im Video: Novum in der Formel 1 - Zusätzliche Sprintrennen geplant

Generell begrüßten die meisten Fahrer den Beschluss. Es geht darum, bei ausgewählten Rennen das Qualifying auf Freitag vorzuziehen und am Samstag in einem sogenannten Sprintrennen über 100 km die Startreihenfolge für den Grand Prix am Sonntag zu ermitteln. Zudem gibt es WM-Punkte für die Top Drei des Sprints. Das neue Format soll Spannung und Abwechslung bieten.

„Es wird aufregend, das bedeutet drei Tage pure Action. Ich freue mich drauf“, sagte Williams-Pilot George Russell. Der spanische Ferrari-Zugang Carlos Sainz begrüßte die Entscheidung, allerdings glaube er nicht, „dass sich dadurch an der Rangfolge groß etwas ändern wird“.

Sprintrennen in der Formel 1: „Für die Teams wird das ganz schön hart“

Der Heppenheimer Sebastian Vettel, der sich im Vorfeld kritisch zu der Idee geäußert hatte, enthielt sich am Donnerstag in Portimao eines Urteils. „Das Wochenende wird intensiver. Man hat weniger Zeit für die Fahrzeugabstimmung. Es wird aber für alle das Gleiche sein. Wir werden herausfinden, wie es sich anfühlt“, sagte der Aston-Martin-Pilot.

Eine andere Befürchtung: „Ich hoffe, dass es nicht das Rennen am Sonntag entwertet“, sagte Ferrari-Fahrer Charles Leclerc. Und: „Für die Teams wird das ganz schön hart. Wichtig wird sein, dass man sauber bis zum Ende durchkommt“, befand Haas-Neuling Mick Schumacher. Wie stark die Sprintrennen am Ende ausgebaut werden oder ob sie anschließend überhaupt eine Zukunft haben, ist noch unklar. (cibo/SID/dpa)

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