„Anderen Symptome sind noch da“

Mercedes-Boss enthüllt Details im Hamilton-Poker - und spricht über Folgen nach Infektion mit Corona-Mutation

Toto Wolff und Lewis Hamilton im November 2020.
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Toto Wolff und Lewis Hamilton im November 2020.

Toto Wolff hat in einem Interview über seine Corona-Erkrankung, den Hamilton-Poker und Mick Schumacher gesprochen. Dabei sind interessante Details ans Licht gekommen.

München - Toto Wolff ist Mercedes-Teamchef in der Formel 1. Beim Rennstall des Österreichers läuft es mehr als rund. Lewis Hamilton bricht einen Rekord nach dem anderen und in der Motorsport-Welt gilt Mercedes als das Nonplusultra. Ob es in der kommenden Saison überhaupt ein spannendes Titelrennen gibt? Hamilton wird auch weiterhin beim Erfolgs-Team unter Vertrag stehen.

Formel 1: Toto Wolff enthüllt Verhandlungs-Details mit Lewis Hamilton

Wolff hat nun bei der Bild über die Vertragsgespräche mit seinem Weltmeister geredet. Für den Mercedes-Boss waren es die schwierigsten Verhandlungen jemals. „Aber am Ende des Tages war es nicht so schwierig, wie es mancherorts spekuliert worden ist. Wir haben eigentlich innerhalb von ein paar Wochen einen Deal gehabt, der dann zur Ausarbeitung den Anwälten übergeben worden ist. Wir haben kurz vor Weihnachten begonnen, miteinander zu sprechen, und waren Mitte Januar fertig“, sagt Wolff.

Und er verrät sogar noch genauere Details: „Zuerst wollten wir ja auch zwischen den beiden Bahrain-Rennen im Dezember verhandeln, aber dann kam seine Corona-Erkrankung dazwischen. Wir haben also beide dann später aus dem Urlaub miteinander per Video telefoniert und verhandelt – ganz gemütlich. Es war entspannt, weil wir beide mit unseren Familien weg waren“.

Formel 1: Mercedes-Boss Wolff über Corona-Infektion - „Keine Ahnung, wo das passiert ist“

Ende Januar wurde bekannt, dass sich Toto Wolff nach einem positiven Test in Corona-Quarantäne begeben musste. Auch bei Bild sprach er über die Situation. Bei der Erkrankung handelte es sich sogar um eine Mutation. „Ich wurde seit vergangenem Juli 60-mal auf Corona getestet, sogar über die Weihnachtstage. In meiner Familie haben wir alle die britische Mutation gehabt. Aber nicht, weil wir es zu sorglos angegangen sind. Wir haben Masken getragen. Keine Ahnung, wo das passiert ist.“

Wolff berichtet von einem „harmlosen Verlauf, der sich höchstens für ein oder zwei Tage wie eine Erkältung angefühlt hat“. Geruchs- und Geschmackssinn hatte die Familie allerdings für eine Woche verloren. Das schlimme sind die Spätfolgen. „Die anderen Symptome sind übrigens immer noch da: Man kann nicht wirklich Sport treiben, ist sofort außer Atem“, gibt Wolff zu.

Formel 1: Mick Schumachers Debüt sei „ordentlich“ gewesen

Für deutsche Rennsportfans hat der Österreicher auch eine Antwort auf die ersten Runden von Mick Schumacher, der mit einer Dame gesehen wurde, in der Königsklasse parat: „Ich denke, er hat ein ordentliches Debüt hingelegt. Aber man muss ihm Zeit lassen, sich zu entwickeln. Diese Saison wird ein Lernjahr für ihn sein. Wir sollten ihn einfach erst mal fahren lassen“. Man darf auf die neue Saison trotz wahrscheinlicher Mercedes-Dominanz gespannt sein. (ank)

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