Spektakuläres Rennen in Ungarn

Formel-1-Eklat: Red-Bull-Teamchef verweigert nach Ungarn-Crash Handschlag mit Mercedes-Boss Wolff

Toto Wolff und Christian Horner (r.) im Gespräch.
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Toto Wolff und Christian Horner sind in der Vergangenheit öfters aneinander geraten.

Erst Silverstone. Jetzt auf dem Hungaroring. Wieder hat es zwischen Mercedes und Red Bull geknallt. Teamchef Christian Horner tobt nach dem Rennen.

München/Budapest - Das Rennen auf dem Hungaroring beim Großen Preis von Ungarn hatte die erste Runde noch nicht einmal passiert, schon wurde alles auf den Kopf gestellt. Der Chaos-Crash von Valtterie Bottas, der dazu führte, dass Lando Norris im McLaren und die beiden Red Bulls von der Strecke geschossen wurden, sorgte dafür, dass nach Renn-Ende natürlich die Emotionen überkochten.

Zwar konnte Max Verstappen seinen Boliden nach einem Boxenstopp weiterfahren, während für Teamkollege Sergio Perez der Große Preis von Ungarn kurz nach dem Start schon gelaufen war, doch Chancen auf einen Sieg hatte der bis dahin WM-Führende mit einem ramponierten Red Bull natürlich nicht mehr. Am Ende kam Verstappen auf Rang 10 und holte so wenigstens noch einen WM-Punkt, während Lewis Hamilton beim Sieg von Esteban Ocon Dritter wurde und somit die Führung in der Fahrer-Wertung übernahm.

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„Es war Valtteries Schuld. Am Ende ist es sein Mercedes, der da rein rauscht“, schildert Verstappen die Aktion kurz nach dem Start: „Mein Auto hatte einen großen Schaden, dann ist es natürlich vorbei. Am Ende gab‘s immerhin einen Punkt, auch wenn das nicht das ist, was wir hier wollen.“ Abschließend fasste der Niederländer konsterniert zusammen: „Die letzten beiden Rennen waren total Scheiße.“

Christian Horner fand auch deutliche Worte in Richtung Bottas und Mercedes. „Sowas sieht man in einer Junior-Formel! Da hat einer einen schlechten Start, will es in der ersten Kurve wieder gutmachen und alles rausholen, aber dann hat er uns rausgeschossen“, so der Red-Bull-Teamchef im Anschluss an den Ungarn-GP bei Sky: „Das ist sehr bitter für uns, gerade bei der Kosten-Obergrenze, weil die Teile alle viel Geld kosten.“ Laut Sky-Informationen soll Horner sogar nach dem Rennen den Handshake von Mercedes-Motorsport-Chef Toto Wolff verweigert haben.

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Bereits vor zwei Wochen hatte ein Crash zwischen Mercedes und Red Bull zu vielen Diskussionen geführt. Damals hatte Hamilton Verstappen abgeschossen und am Ende trotzdem den Sieg in Silverstone gefeiert. Nun folgte am Hungaroring der nächste Aufreger.

Fraglich bleibt, ob Bottas nach dieser Aktion noch eine große Zukunft bei Mercedes hat. Der Finne könnte in der kommenden Saison seinen Platz an Youngster George Russell verlieren. Zudem kassierte der Routinier für seinen Crash eine Strafe von fünf Startplätzen beim Grand Prix in Spa-Franchochamps.

Ein Glück geht die Formel 1 jetzt erst einmal in die vierwöchige Sommerpause. Bis es Ende August in Belgien wieder weitergeht, dürften sich hoffentlich auch die Emotionen bei Red Bull wieder beruhigt haben. (smk)

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