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Porsche-Knall in der Formel 1? Einstieg droht zu scheitern - kompletter Rückzug möglich

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Red-Bull-Teamchef Christian Horner (l.) und Porsche-Boss Oliver Blume (r.) sind sich noch nicht einig geworden.
Red-Bull-Teamchef Christian Horner (l.) und Porsche-Boss Oliver Blume (r.) sind sich noch nicht einig geworden. © Imago/KOEN VAN WEEL/Jan Huebner/Montage

Es brodelt in der Formel 1. Mick Schumacher steht unter Druck. Sein Vertrag läuft beim US-Rennstall Haas aus. Dazu gibt es mächtig Zoff bei Audi und Porsche.

Zandvoort – Vorsicht, Explosionsgefahr in der Formel 1: Bei Volkswagen bekommen sich die Tochterfirmen Audi und Porsche wegen des jeweiligen Formel-1-Projekts immer mehr in die Haare. Audi-Chef Markus Duesmann hatte mit seinem eigenmächtigen Vorpreschen, bei dem er neben dem eigenen F1-Einstieg den von Porsche gleich mit verkündete, für Verwunderung und Wut gesorgt. „Geschwisterkrieg“ herrsche nun, berichten Insider. Noch-Porsche-Chef Oliver Blume, der den Machtkampf mit Duesmann um die Nachfolge des geschassten Konzernchefs Herbert Diess gewann, soll genauso wütend sein wie Familienmitglieder der Porsche-Dynastie.

Formel 1: Red Bull und Porsche – was ist da los?

Während Audi einen klaren Plan hat, sucht Porsche noch. Audi baut einen Motor, der dem Reglement ab 2026 entspricht, und kauft 75 Prozent des Sauber-Teams. Das werden die Ingolstädter kurz vorm Singapur-GP (25. September) bekannt geben. Und Porsche? Galt bisher als fixer Partner von Red Bull. Doch es knirscht bei den Verhandlungen, ein Vertrag scheint weiter weg denn je! Es geht um Geld, Macht – und Einfluss, den Porsche haben, Red Bull aber nicht preisgeben will. Die Differenzen sind so groß, dass Porsche über andere Partner nachdenkt, z.B. McLaren mit Ex-Porsche-Projektleiter Andreas Seidl als Teamchef. Und Red Bull lässt durchblicken, dass man sich die Zukunft auch ohne Porsche vorstellen kann. Sogar ein völliger Rückzug ­Porsches scheint möglich!

Formel 1: Schumacher muss pokern – noch ohne Vertrag für 2023

Ebenfalls unter Druck: Mick Schumacher. Audi will den 23-Jährigen als Fahrer, ab 2024 könnten sie ihn bei Sauber installieren. Sein Problem ist die Übergangssaison 2023. Für die hat er noch kein Cockpit, sein Vertrag bei Haas läuft aus. Bei Sauber haben Valtteri Bottas und Zhou Guanyu gültige Verträge, die Audi nicht brechen will. Schumi jr muss deshalb pokern.

Formel 1 Mick Schumacher und Haas F1 Team mit Teamchef Günther Steiner in Zandvoort.
Formel 1: Mick Schumacher mit Teamchef Günther Steiner. ©  Bratic/imago

Optionen: ein Jahr Pause und aufs langfristig sichere Audi-Blatt setzen. Oder einen Vertrag mit einem anderen Team unterschreiben und auf den Konzernvertrag verzichten. Beides ist nicht ­ideal. Chancen für 2023 gibt es bei vier Teams: Haas, Alpine, Alpha Tauri oder Williams – direkten Einfluss hat er allerdings bei keinem Team. Für Mick geht es um die F1-Zukunft – mal wieder.

In der Formel 1 ist das nächste Cockpit für die kommende Saison vergeben: Rookie Oscar Piastri wird in der kommenden Saison für McLaren fahren.

Wie lange bleibt Mick Schumacher noch bei Haas? Teamchef Günther Steiner verrät im Interview, wie er sich die Zukunft seines Rennstalls vorstellt.

Indes setzt Max Verstappen seine Siegesserie beim Heimrennen in Zandvoort fort. Mick Schumacher und Sebastian Vettel verpassen die Punkte. Das Rennen zum Nachlesen im Live-Ticker.

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