Formel 1 will mit Öko-Rennmotoren fahren

Monte Carlo - Die Formel 1 soll von 2013 an grüner werden. Der Motorsport-Weltrat des Internationalen Automobilverbands FIA beschloss am Freitag in Monte Carlo eine neue Motorenformel.

Mit dieser sollen die Rennwagen rund 35 Prozent weniger Benzin verbrauchen. Die bisherigen 2,4-Liter-Maschinen mit acht Zylindern sollen dann von 1,6-Liter-Motoren mit vier Zylindern ersetzt werden. Die maximale Drehzahl wird auf 12 000 begrenzt, auch das ist eine deutliche Absenkung im Vergleich zum bisherigen Wert.

Die Formel-1-Weltmeister seit 1969

Niki Lauda (Foto), Ayrton Senna und Michael Schumacher: Diese Motorsport-Legenden dominierten die Formel 1 über Jahre hinweg. Ein Überblick über die Weltmeister der vergangenen 41 Jahre.  © Getty Images
1969: Jackie Stewart (Schottland), Matra-Ford © mm
1970: Jochen Rindt (Österreich), Lotus-Ford © Getty Images
1971: Jackie Stewart (Schottland), Tyrrell-Ford © Getty Images
1972:  Emerson Fittipaldi (rechts, Brasilien), Lotus-Ford © Getty Images
1973 Jackie Stewart (Schottland), Tyrrell-Ford © Getty Images
1974 Emerson Fittipaldi (Brasilien), McLaren-Ford © Getty Images
1975: Niki Lauda (Österreich), Ferrari © Getty Images
1976: James Hunt (England), McLaren-Ford © Getty Images
1977: Niki Lauda (Österreich), Ferrari © Getty Images
1978: Mario Andretti (USA), Lotus-Ford © Getty Images
1979: Jody Scheckter (Südafrika), Ferrari © Getty Images
1980: Alan Jones (Australien), Williams-Ford © Getty Images
1981: Nelson Piquet (Brasilien), Brabham-Ford © Getty Images
1982: Keke Rosberg (Finnland), Williams-Ford © Getty Images
1983: Nelson Piquet (Brasilien), Brabham-BMW © Getty Images
1984: Niki Lauda (Österreich), McLaren-Porsche Turbo © Getty Images
1985 Alain Prost (Frankreich) McLaren-Porsche Turbo © Getty Images
1986: Alain Prost (Frankreich), McLaren-Porsche © Getty Images
1987: Nelson Piquet (Brasilien), Williams-Honda Turbo © Getty Images
1988: Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda Turbo © Getty Images
1989: Alain Prost (Frankreich), McLaren-Honda © Getty Images
1990 Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda © Getty Images
1991 Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda © Getty Images
1992: Nigel Mansell (England), Williams-Renault © Getty Images
1993: Alain Prost (Frankreich), Williams-Renault © Getty Images
1994: Michael Schumacher (Kerpen), Benetton-Ford © Getty Images
1995: Michael Schumacher (Kerpen, auf dem Foto mit Benetton-Boss Flavio Briatore), Benetton-Renault © Getty Images
1996: Damon Hill (England), Williams-Renault © Getty Images
1997: Jacques Villeneuve (Kanada), Williams-Renault © Getty Images
1998: Mika Häkkinen (Finnland), McLaren-Mercedes © Getty Images
1999: Mika Häkkinen (Finnland), McLaren-Mercedes © Getty Images
2000: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2001: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2002: Michael Schumacher (Kerpen) Ferrari © Getty Images
2003: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2004: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2005: Fernando Alonso (Spanien), Renault © Getty Images
2006 Fernando Alonso (Spanien), Renault © Getty Images
2007: Kimi Räikkönen (Finnland), Ferrari © Getty Images
2008: Lewis Hamilton (Großbritannien), McLaren-Mercedes © Getty Images
2009: Jenson Button (Großbritannien), Brawn GP © Getty Images
2010: Sebastian Vettel (Deutschland), Red Bull © dapd

Die verstärkte Nutzung von Energie-Rückgewinnungssystemen soll die Leistung der Boliden aber auf einem ähnlichen Niveau wie derzeit halten. In der abgelaufenen Saison war der Einsatz des sogenannten KERS zur Umwandlung von Bremsenergie in Vortrieb verboten. Im kommenden Jahr dürfen die Teams das System wieder verwenden.

Zudem schränkt die FIA die Zahl der erlaubten Einsatzmotoren pro Fahrer weiter ein. Derzeit dürfen die Piloten noch acht Aggregate im Jahr verwenden, 2013 nur noch fünf, ein Jahr später sogar nur noch vier.

Die neue Motorenformel war seit längerem diskutiert worden. Vor allem Ferrari und Mercedes sperrten sich gegen die gravierenden Einschnitte. FIA-Präsident Jean Todt jedoch drängte energisch auf die Änderungen und hat nun eine Frist bis 2013 durchgesetzt. Ziel der Regeländerungen ist es auch, die Königsklasse für einen breiteren Sponsorenkreis attraktiver zu machen.

dpa

Rubriklistenbild: © Getty

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