„Wir sind kein großes Team“

Formel 1: Bittere Botschaft für Sebastian Vettel - Neuer Teamchef erklärt großes Problem

Die neue Saison in der Formel 1 rückt immer näher. Sebastian Vettel steht bei Aston Martin aber im Wartestand. Sein neues Team kann noch kein Auto bereitstellen.

Silverstone - In knapp sechs Wochen ist es so weit. Die Formel 1 steht wieder in den Startlöchern. Die Teams bereiten sich akribisch auf die kommende Saison vor. Doch bei Sebastian Vettel und Aston Martin gibt es schon vor dem Start ein großes Problem.

Formel 1: Sebastian Vettel verliert wertvolle Zeit im Simulator

Nach einem Jahr zum Vergessen bei Ferrari war Vettel zu Aston Martin gewechselt. Beim britischen Rennstall, der in der Vorsaison noch unter dem Namen Racing Point fuhr, sollte alles besser werden. Die Euphorie war riesig. Teamchef Otmar Szafnauer war voll des Lobes für Vettel und hatte große Träume.

Die Zusammenarbeit hat längst begonnen, Vettel war bereits einige Tage im Werk in England. Der Sitz wurde angepasst und auch im Simulator lieferte der Heppenheimer wichtige Erkenntnisse. Halt! Im Simulator? Da stellt sich natürlich die Frage, wann Vettel endlich die ersten Runden im neuen Boliden drehen wird. Erst einmal gar nicht, und das hat einen einfachen Grund. Bei Aston Martin kann Vettel vor den Wintertests in Bahrain Mitte März nicht in einem Rennwagen auf der Strecke fahren, Autos aus früheren Jahren stehen dem Team nicht zur Verfügung.

Formel 1: Aston Martin hat kein eigenes Auto - Vettel muss warten

„Wir sind kein großes Team. Wir leasen zum Beispiel unsere Motoren und Getriebe. Sie gehören nicht uns. Wir müssen sie nach der Saison zurückgeben. Deshalb haben wir kein altes, fahrtüchtiges Auto, das wir ihm bereitstellen könnten“, erklärte Szafnauer im Interview mit auto motor sport. Dazu kommt noch ein bittersüßer Abschiedsgruß von Ferrari. Die Italiener untersagten ihrem noch bis zum Jahreswechsel gebundenen Piloten nämlich, noch im Dezember für sein neues Team Testkilometer abspulen zu dürfen.

Vettel muss also mit dem Simulator vorlieb nehmen, bevor er so richtig Gas auf der Strecke geben kann. „Der Plan ist, dass er vor den Tests noch einmal zu uns kommt. Es sind nur noch ein paar Wochen. Wir müssen den Simulator noch aktualisieren, damit er die letzte Entwicklungsspezifikation fahren kann“, sagte Szafnauer, der sich zuletzt einen Seitenhieb gegen Ferrari nicht verkneifen konnte. Bei den Roten sieht die Vorbereitung hingegen ganz anders aus. Auf der heimischen Strecke in Fiorano haben die Ferrari-Fahrer inklusive Haas-Pilot Mick Schumacher schon die ersten Runden gedreht – in Vettels altem Dienstwagen. (ck) 

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