Sydney Hoffmann: „Setzt schon länger aufs Tempolimit“

TV-Moderator und Scheuer attackieren Vettel nach Aussage und machen sich über seine Leistung lustig

Die Aussagen von Sebastian Vettel zum Tempolimit sorgen für hitzige Reaktionen. Auch Verkehrsminister Scheuer und Moderator Sidney Hoffmann zeigten sich kritisch.

Istanbul – Während die Formel 1 an diesem Wochenende in Istanbul gastiert und die Fahrer am Sonntag ab 14.00 Uhr im Großen Preis der Türkei um die nächsten WM-Punkte kämpfen, steht Sebastian Vettel in Deutschland aufgrund seiner Aussagen in der Kritik. Der Aston-Martin-Pilot hatte sich in dieser Woche erneut zu den Überlegungen geäußert, ein allgemeines Tempolimit in Deutschland einzuführen.

„Jedes Leben zählt“, hatte der 34-Jährige gesagt und sich für ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen ausgesprochen. „Ich fahre gerne schnell, sonst hätte ich einen anderen Beruf ergriffen. Aber wenn man das tun möchte, sollte man es auf einer Rennstrecke tun“, führte der 34-Jährige weiter aus. Ein Standpunkt, für den Vettel nun viel Gegenwind erhält.

Vettel: Sidney Hoffmann attackiert vierfachen Weltmeister nach Tempolimit-Forderung

So äußerte sich unter anderem TV-Moderator Sidney Hoffmann über Instagram zu den Aussagen des vierfachen Weltmeisters. „Lieber Seb, wohnst du nicht in der Schweiz?! Ich hoffe du hast in Deutschland noch einen Wohnsitz und zahlst Steuern, um hier als Formel-1-Fahrer auf Tempolimit zu setzen“, kritisierte der ehemalige Host der TV-Sendung „PS-Profis“.

Hoffmann endete seinen Kommentar über Vettel sogar mit einer sportlichen Spitze gegen den Rennprofi, der tatsächlich seit 2007 in der Schweiz gemeldet ist: „Wobei du ja in der Formel 1 ja schon länger auf ein Tempolimit setzt“, schrieb der Moderator und spielte damit auf die durchaus dürftigen Rennergebnisse von Vettel in der jüngeren Vergangenheit an. Der 34-Jährige, der mit Red Bull zwischen 2010 und 2013 viermal den WM-Titel holte, belegt in der aktuellen Fahrerwertung lediglich Platz 12.

Vettel für Tempolimit: Auch Verkehrsminister Scheuer stichelt Formel-1-Fahrer

Kritik an seinen Äußerungen erhielt Vettel darüber hinaus auch von Noch-Verkehrsminister Andreas Scheuer gegenüber bild.de:. „Wohnort in der Schweiz, mit dem ganzen Tross eines Formel-1-Teams in der Welt unterwegs, viele Flüge jedes Jahr – ich gehe fest davon aus, dass Sebastian Vettel selbst und sein Arbeitgeber Aston Martin den eigenen Ausstoß an klimaschädlichen Gasen ausgleichen, indem sie CO2-Zertifikate aus Klimaschutzprojekten kaufen“, so die Kritik des CSU-Politikers.

Scheuer süffsisant: Verkehrsminister rät Vettel zu„Wechsel in die Formel E“

Auch Scheuer konnte sich daraufhin einen Kommentar zu Vettels sportlicher Leistung nicht verkneifen. „Mit einem Blick auf die aktuelle Fahrerwertung in der Formel 1 könnte man ohnehin einen Wechsel in die Formel E als konsequent empfinden. Dort werden auch geringere Höchstgeschwindigkeiten als in der Formel 1 gefahren“, stichelte der Verkehrsminister. Auf das von Vettel angebrachte Argument der erhöhten Verkehrssicherheit durch ein Tempolimit, ging Scheuer jedoch nicht ein.

Vettel selbst hatte am Wochenende ebenfalls die Reaktionen auf seine Aussagen kommentiert. „Jeder hat das Recht auf seine Meinung. Mit dieser Debatte um Scham kommen wir nicht weiter.“ (fd)

Rubriklistenbild: © Sedat Suna/Felix Kästle/dpa (Montage)

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