Formel 1

Gedenkminute vor Malaysia-Rennen für Flug MH 370

+
Die Formel 1 gedenkt mit einer Schweigeminute vor dem Start zum Großen Preis von Malaysia der Opfer des Flugs MH 370.

Sepang - Die Formel 1 gedenkt mit einer Schweigeminute vor dem Start zum Großen Preis von Malaysia der Opfer des Flugs MH 370.

Malaysias Premierminister Datuk Seri Najib Tun Razak und Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone werden am Sonntag mit den Fahrern in der Startaufstellung stehen. Alle Teams bekunden mit Aufklebern mit der Flugnummer MH 370 ihr Beileid. Zudem stehen auf Rennwagen und Fahrerhelmen Botschaften wie „Wir besten für 370“.

Bei der mysteriösen Flugzeugkatastrophe vor drei Wochen auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking sind vermutlich alle 239 Menschen der malaysischen Maschine tödlich verunglückt. Die Suche nach Wrackteilen im Indischen Ozean dauert seit Tagen an.

Flug MH370: Chronologie einer Suche

Kuala Lumpur - Flug MH370 der Malaysia Airlines mit 239 Menschen an Bord ist seit einer Woche verschollen. Was die Ermittlungen bisher ergaben. © AFP
8. März: Die Fluggesellschaft Malaysia Airlines teilt mit, der Kontakt der Boeing 777-200 zur Flugkontrolle sei kurz nach dem Start abgerissen. Das Flugzeug mit überwiegend chinesischen Passagieren war auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking. Der Funkkontakt brach kurz vor Erreichen des vietnamesischen Luftraums ab. Im Seegebiet vor Vietnam beginnt eine großangelegte multinationale Suche. © AFP
9. März: Trotz intensiver Suche mit Flugzeugen und Schiffen fehlt jede Spur von der verschwundenen Maschine. Wiederholt gibt es in den folgenden Tagen falschen Alarm. Es gebe Anzeichen auf den Radaraufzeichnungen, dass das Flugzeug vor dem Verschwinden umgekehrt sei, berichten Ermittler. Ein möglicher Terroranschlag gerät in den Blick, weil zwei Passagiere ihre Flugtickets mit gestohlenen europäischen Pässen kauften. © AFP
10. März: Malaysia weitet das Suchgebiet deutlich aus. Experten identifizieren einen der beiden verdächtigen Passagiere. Es gebe keine Anzeichen dafür, dass auf die Boeing 777-200 ein Anschlag verübt wurde. © AFP
11. März: Die beiden verdächtigen Passagiere waren keine Terroristen. Ermittler identifizieren die Beiden als Iraner, die mit gestohlenen Pässen nach Europa gelangen wollten. Der malaysische Krisenstab weitet das Suchgebiet auch auf die Meerenge von Malakka vor der Westküste Malaysias aus. Die Gegend liegt fernab der eigentlichen Route nach Peking. © AFP
12. März: Das malaysische Militär hat über dem Andamanischen Meer vor der Westküste Malaysias 45 Minuten nach dem Verschwinden der Maschine ein Flugzeug auf seinem Radar gesehen. Ob es sich dabei um die vermisste Boeing handelte, sei aber unklar. © AFP
13. März: Das „Wall Street Journal“ meldet unter Berufung auf US-Luftfahrt- und Geheimdienstexperten, die Maschine sei noch Stunden nach dem letzten Radarkontakt weitergeflogen. Malaysias Verkehrsminister dementiert den Bericht. © AFP
14. März: Das indische Verteidigungsministerium veröffentlicht eine Karte, auf der die Flugroute an der Stelle des letzten Radarkontakts um etwa 90 Grad abknickt. Demnach könnte die Boeing entlang der Grenze von Malaysia und Thailand bis über den Indischen Ozean geflogen sein. © AFP
15. März: Das vermisste Flugzeug flog nach dem Verschwinden vom Radar noch mindestens sieben Stunden auf einem neuen Kurs Richtung Westen. Jemand an Bord habe „mit hoher Wahrscheinlichkeit absichtlich“ die Kommunikationsgeräte abgeschaltet, berichtet der malaysische Ministerpräsident Najib Razak. © AFP
16. März - Es werde nun offiziell wegen Sabotage, Entführung und Terrorismus ermittelt, sagt Malaysias Polizeichef. Besatzung und Passagiere stünden verstärkt im Fokus. © picture alliance / dpa
17. März - Es läuft eine neue Suche entlang zweier Routen an, die die verschollene Maschine geflogen sein könnte. © AFP
18. März - Die Richtungsänderung sei mit hoher Wahrscheinlichkeit im Cockpit programmiert worden, berichtet die „New York Times“. Nach Angaben des malaysischen Verkehrsministers ist unklar, wann genau das Kommunikationssystem der Boeing abgeschaltet wurde. Er widerruft damit frühere Aussagen. © AFP
19. März - Der US-Sender NBC berichtet, die Kursänderung sei bereits vor der verbalen Abmeldung der Piloten in den Bordcomputer eingegeben worden. Der Chef der malaysischen Zivilluftfahrt dementiert das. © picture alliance / dpa
20. März - Experten des australischen Geheimdienstes entdeckten auf Satellitenbildern mögliche Wrackteile der verschollenen Boeing im Indischen Ozean. © dpa
21. März - Trotz intensiver Suche in der abgelegenen Region des Indischen Ozeans bleibt die Boeing verschollen. © dpa
22. März - Es wird bekannt, dass ein chinesischer Satellit am 18. März im Suchgebiet mögliche Wrackteile erspäht hat. © AFP
23. März - Frankreich veröffentlicht ein Satellitenbild, das vielleicht Flugzeugteile im Meer zeigt. © AFP
24. März - Die Crew eines australischen Aufklärungsflugzeugs entdeckt zwei mögliche Wrackteile. © dpa

Wegen des tragischen Unglücks ist das Interesse am zweiten WM-Lauf extrem zurückgegangen. „Der Ticketverkauf ist nicht gut. Wir haben etwa 60 000 Karten verkauft“, sagte Datuk Razlan, der Streckenchef des Sepang International Circuit, der malaysischen Zeitung „The Star“ (Samstag). „Die Menschen sind nicht in der Stimmung, wirklich zu feiern“. Razlan erklärte, es würden Banner aufgestellt, auf denen Formel-1-Fans Botschaften an die vermissten Passagiere und Besatzungsmitglieder der MH 370 schreiben könnten.

dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Vertrauter von Michael Schumacher spricht über seinen Zustand - „Schaue Grands Prix mit ihm an“
Vertrauter von Michael Schumacher spricht über seinen Zustand - „Schaue Grands Prix mit ihm an“
Formel 1 live: Großer Preis von Mexiko live im Free-TV und im Live-Stream
Formel 1 live: Großer Preis von Mexiko live im Free-TV und im Live-Stream
Die Lehren aus dem Großen Preis von Japan
Die Lehren aus dem Großen Preis von Japan
Formel-1-Debatte über Regelreform: "Menge Punkte offen"
Formel-1-Debatte über Regelreform: "Menge Punkte offen"

Kommentare