Die Gerüchteküche brodelt

Ferrari will Räikkönen haben

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Kimi Räikkönen ist derzeit einer der gefragtesten Rennfahrer in der Formel 1

Hamburg - Kimi Räikkönen ist ein sehr talentierter Rennfahrer, der von vielen Rennställen umworben wird. Nun kommen Gerüchte hoch, dass Ferrari auch Interesse an dem schnellen Finnen hat.

Der Poker um Formel-1-Star Kimi Räikkönen (33) geht anscheinend in eine neue Runde. Neben Sebastian Vettels Weltmeisterteam Red Bull soll nun auch Ferrari an dem schnellen „Iceman“ von Lotus interessiert sein. Die Scuderia soll dem Finnen sogar bereits ein Angebot gemacht haben, wie die Bild-Zeitung berichtet. Von einer Jahresgage in Höhe von 15 Millionen Dollar ist die Rede - plus Prämien sowie Unterstützung seiner Motocross- und Eishockey-Teams.

Der Vertrag von Räikkönen bei Lotus läuft zum Saisonende aus. Der derzeitige WM-Zweite hinter Vettel hatte zuletzt immer wieder seine Zukunft über das Saisonende hinaus offen gelassen. „Ich kann machen, was ich will“, sagt der Ex-Weltmeister. Und: „Ich habe ein, zwei Optionen.“ Selbst einen Abschied aus der Formel 1 schloss er nicht kategorisch aus.

Ein Wechsel von Räikkönen zum Ferrari-Team, dem er 2007 den bis dato letzten WM-Titel geholt hatte, gilt aber eher als unwahrscheinlich. Zwar ist Fernando Alonso bei den „Roten“ unzufrieden und kokettierte zuletzt sogar mit seinem Abschied zu Red Bull, doch Räikkönens Verhältnis zu Ferrari gilt seit seinem umrühmlichen Abschied bei den Italienern 2009 als angespannt.

Damals war der Finne trotz laufenden Vertrages bis 2010 bei Ferrari ausgemustert worden. Hinter seinem Rücken hatte Ferrari-Chef Luca di Montezemolo mit Alonso verhandelt und den Spanier als Räikkönen-Nachfolger verpflichtet. Er könne es ja verstehen, wenn ein Fahrer nicht viel reden wolle, sagte di Montezemolo damals in Richtung Räikkönen, „aber gar nicht reden - das geht nicht“. Teamchef Stefano Domenicali fügte hinzu, der „Iceman“ lebe auf seinem eigenen Planeten.

Auch nach dem letzten Rennen in Ungarn hatte sich Vettel wieder für seinen Freund Räikkönen als Nachfolger von Mark Webber bei Red Bull stark gemacht. Alonso lehne er ab, er wolle lieber den Finnen als Teamkollegen, da er den auf und neben der Strecke respektiere, ließ der Weltmeister in Budapest wissen. Alonso respektiere er nur auf der Strecke.

Die Formel-1-Weltmeister seit 1969

Niki Lauda (Foto), Ayrton Senna und Michael Schumacher: Diese Motorsport-Legenden dominierten die Formel 1 über Jahre hinweg. Ein Überblick über die Weltmeister der vergangenen 41 Jahre.  © Getty Images
1969: Jackie Stewart (Schottland), Matra-Ford © mm
1970: Jochen Rindt (Österreich), Lotus-Ford © Getty Images
1971: Jackie Stewart (Schottland), Tyrrell-Ford © Getty Images
1972:  Emerson Fittipaldi (rechts, Brasilien), Lotus-Ford © Getty Images
1973 Jackie Stewart (Schottland), Tyrrell-Ford © Getty Images
1974 Emerson Fittipaldi (Brasilien), McLaren-Ford © Getty Images
1975: Niki Lauda (Österreich), Ferrari © Getty Images
1976: James Hunt (England), McLaren-Ford © Getty Images
1977: Niki Lauda (Österreich), Ferrari © Getty Images
1978: Mario Andretti (USA), Lotus-Ford © Getty Images
1979: Jody Scheckter (Südafrika), Ferrari © Getty Images
1980: Alan Jones (Australien), Williams-Ford © Getty Images
1981: Nelson Piquet (Brasilien), Brabham-Ford © Getty Images
1982: Keke Rosberg (Finnland), Williams-Ford © Getty Images
1983: Nelson Piquet (Brasilien), Brabham-BMW © Getty Images
1984: Niki Lauda (Österreich), McLaren-Porsche Turbo © Getty Images
1985 Alain Prost (Frankreich) McLaren-Porsche Turbo © Getty Images
1986: Alain Prost (Frankreich), McLaren-Porsche © Getty Images
1987: Nelson Piquet (Brasilien), Williams-Honda Turbo © Getty Images
1988: Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda Turbo © Getty Images
1989: Alain Prost (Frankreich), McLaren-Honda © Getty Images
1990 Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda © Getty Images
1991 Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda © Getty Images
1992: Nigel Mansell (England), Williams-Renault © Getty Images
1993: Alain Prost (Frankreich), Williams-Renault © Getty Images
1994: Michael Schumacher (Kerpen), Benetton-Ford © Getty Images
1995: Michael Schumacher (Kerpen, auf dem Foto mit Benetton-Boss Flavio Briatore), Benetton-Renault © Getty Images
1996: Damon Hill (England), Williams-Renault © Getty Images
1997: Jacques Villeneuve (Kanada), Williams-Renault © Getty Images
1998: Mika Häkkinen (Finnland), McLaren-Mercedes © Getty Images
1999: Mika Häkkinen (Finnland), McLaren-Mercedes © Getty Images
2000: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2001: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2002: Michael Schumacher (Kerpen) Ferrari © Getty Images
2003: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2004: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2005: Fernando Alonso (Spanien), Renault © Getty Images
2006 Fernando Alonso (Spanien), Renault © Getty Images
2007: Kimi Räikkönen (Finnland), Ferrari © Getty Images
2008: Lewis Hamilton (Großbritannien), McLaren-Mercedes © Getty Images
2009: Jenson Button (Großbritannien), Brawn GP © Getty Images
2010: Sebastian Vettel (Deutschland), Red Bull © dapd

SID

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