Motorsport-Ingenieur und Manager

Günther Steiner: Der Chef von Mick Schumacher bei Haas – seine Karriere und Stationen

Guenther Steiner, Teamchef von Haas F1, nimmt an einer Pressekonferenz teil
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Günther Steiner lenkt als Teamchef seit 2014 die sportlichen Erfolge des Formel-1-Rennstalls Haas

Günther Steiner lenkt als Teamchef seit 2014 die sportlichen Erfolge des Formel-1-Rennstalls Haas. Zuvor war er für die Konkurrenten Jaguar und Red Bull tätig.

  • Günther Steiner ist seit April 2014 Teamchef von Haas.
  • Seine Karriere im Motorsport begann er als Mechaniker beim Mazda Rallye Team.
  • Die größten Erfolge in der Formel 1 verzeichnete er 2018 mit dem fünften Platz für seinen Rennstall.

Kannapolis/North Carolina (USA) – Am 14. April 2014 gab das US-amerikanische Haas F1 Team – ursprünglich Haas Formula – Günther Steiner als neuen Teamchef bekannt. Sein Debüt feierte der neu gegründete Rennstall allerdings erst im Jahr 2016 mit dem VF-16. Teamgründer ist Unternehmer Gene Haas, der sich bereits seit 2002 im Motorsport aktiv einsetzt. Im Januar 2015 kaufte das Motorsportteam die einstige Fabrik des Marussia-Teams in Banbury in England – diese dient dem Rennstall noch heute als Stützpunkt in Europa.

Günther Steiner: Lebenslauf und Karriere im Rallye-Sport

Der Südtiroler Günter Steiner stammt aus dem Städtchen Meran in Italien. Die Gegend ist sowohl italienisch als auch deutsch geprägt. Steiner studierte zunächst Ingenieurwesen, brach die akademische Ausbildung jedoch vorzeitig ab. Nach seinem Militärdienst stieg er 1986 als Mechaniker beim Mazda Rallye Team in Belgien ein. Darauf folgte von 1989 bis 1990 eine Anstellung als Assistenz-Teamchef bei Top Run Srl. Von 1991 bis 1996 war er schließlich als technischer Manager bei Jolly Club tätig. 1997 übernahm er eine Führungsrolle beim Allstar Rallye Team von Prodrive und gewann mit dem Fahrer Krzysztof Hołowczyc die europäische Meisterschaft im Rallye-Sport. 1998 wechselte der spätere Teamchef von Haas als Projektmanager zum M-Sport World Rally Team. 2000 nahm er eine Anstellung als Leiter der Ingenieure beim Ford World Rallye Team an.

Günther Steiner: Karriere in der Formel 1

2001 kehrte Günther Steiner dem Rallye-Sport den Rücken und begann seine Karriere in der Formel 1. Seine erste Station war das Team Jaguar rund um den damaligen Teamchef Niki Lauda. Steiner war bei dem Rennstall für die Ingenieure verantwortlich. Nach einer eher erfolglosen Saison im Jahr 2002 ersetzte das Management Steiner durch David Pitchforth. Ein anderes Jobangebot wartete zwar im Unternehmen auf ihn, Steiner lehnte dieses jedoch ab. Ende 2003 begann er als technischer Direktor im Opel Performance Center.

2004 folgte Günter Steiner dem Ruf von Red Bull Jaguar Racing und erhielt den Posten als technischer Betriebsleiter, den er Anfang 2005 antrat. Zwischen April 2006 und April 2008 zog Steiner in die USA nach Mooresville (North Carolina). Dort übernahm er für das Team Red Bull die Position als technischer Direktor. In Mooresville gründete er auch sein Unternehmen Fibreworks Composites.

Günter Steiner: Sportliche Erfolge als Teamchef bei Haas

Im April 2014 folgte der Wechsel zum Haas F1 Team. Das US-amerikanische Motorsportteam ist erst seit 2016 bei den Formel-1-Weltmeisterschaften dabei. Teamchef Günter Steiner verzeichnete seitdem folgende Erfolge:

  • In der Debütsaison 2016 belegte Haas mit seinen Fahrern Romain Grosjean und Esteban Gutiérrez den achten Platz in der Konstrukteursweltmeisterschaft.
  • 2017 landete das Team erneut auf dem achten Rang in der Konstrukteurswertung. Neuer Teamkollege von Romain Grosjean wurde Kevin Magnussen.
  • 2018 schaffte es Haas insgesamt auf 93 Punkte und sicherte sich damit den fünften Platz der Konstrukteurswertung. Das Fahrerpaar blieb wie im Jahr davor unverändert.
  • 2019 erreichte das Team um Romain Grosjean und Kevin Magnussen mit 28 Punkten nur Rang Neun.
  • Für die Saison 2020 setzte Haas auf seine bewährte Fahrerpaarung. Neu dabei waren Louis Delétraz und Pietro Fittipaldi als Test- und Reservepiloten. Am Ende reichte es wiederum nur für den neunten Platz.

2021 soll für das Haas F1 Team eine bessere Saison folgen: Günter Steiner begrüßte die Formel-1-Neulinge Nikita Masepin und Mick Schumacher (Sohn von Michael Schumacher).

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