Räikkönen liegt flach

Hamilton schockiert die Konkurrenz

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Lewis Hamilton

Barcelona - Mercedes-Pilot Lewis Hamilton hat am Samstag bei den abschließenden Testfahrten vor dem Formel-1-Saisonauftakt die Konkurrenz schockiert und den guten Eindruck der Silberpfeile in Barcelona bestätigt.

Barcelona (Spanien) - Mercedes-Pilot Lewis Hamilton hat am Samstag bei den abschließenden Testfahrten vor dem Formel-1-Saisonauftakt die Konkurrenz beeindruckt. Der Brite fuhr am ersten trockenen Tag auf dem Circuit de Catalunya eine Zauberrunde (1:20,558 Minuten) und untermauerte den guten Eindruck der Silberpfeile in Barcelona.

Mit deutlichem Abstand folgten Felipe Massa (1:21,266) und der zu Force India zurückgekehrte Adrian Sutil (1:21,627/Gräfelfing). Kurz nach seinem besten Umlauf war für Massa das Training vorzeitig beendet, nachdem sich das linke Vorderrad an seinem Ferrari gelöst hatte.

„Wir haben noch immer viel Arbeit vor uns. Wir sind auf einem gutem Weg und sicher weiter als vor einem Jahr. Aber wir haben heute weder Jenson Button im McLaren gesehen noch Sebastian Vettel im Red Bull noch Fernando Alonso im Ferrari“, sagte Hamilton und versuchte, die Erwartungen zu dämpfen: „Ich glaube, wir sind gut aufgestellt, aber wir müssen gleichzeitig auf dem Boden bleiben. Trotzdem bin ich überzeugt davon, dass wir im Laufe der Saison mindestens einmal gewinnen können. Ich weiß nur nicht, wann.“

Endlich schien nach zwei Regentagen über Barcelona die Sonne, und Hamilton nutzte die guten Bedingungen gleich zu einem kleinen Muskelspiel. So schnell wie der Mercedes-Neuzugang war auf dem Circuit de Catalunya bisher kein Fahrer unterwegs. Zudem unterbot Hamilton auch die Zeit für die Pole Position aus dem Vorjahr deutlich.

Allerdings ist unklar, wie viel Sprit er im Vergleich mit der Konkurrenz über den 4,655 km langen Kurs schleppte. Zudem wählte der 28-Jährige für seine Runde die weichste und damit schnellste Reifenmischung. Insgesamt spulte Hamilton 117 Runden ab und war damit nicht nur der schnellste, sondern einmal mehr auch einer der fleißigsten Piloten.

Weltmeister Sebastian Vettel (Red Bull) und sein Dauerrivale Fernando Alonso (Ferrari) pausierten am Samstag planmäßig. Die beiden Top-Stars der Szene steigen am Sonntag zum Abschluss der Testfahrten wieder in ihre Boliden. In zwei Wochen wird in Melbourne (Australien) der erste Grand Prix 2013 gestartet.

Mercedes-Teamchef Ross Brawn wollte die gute Vorstellung indes nicht überbewerten. „Vergangenes Jahr waren wir in Barcelona auch gut. Als wir dann in die Wärme gekommen sind, haben wir Probleme mit den Reifen bekommen“, sagte der Brite, „ich glaube erst dran, wenn wir auch in Melbourne und Malaysia gut sind.“ Im Fahrerlager gilt der Silberpfeil aber bereits als die Überraschung der Vorbereitung.

Wegen des Verdachts auf eine Lebensmittelvergiftung musste Kimi Räikkönen (33) in der katalanischen Metropole aussetzen. Den Finnen plagt eine Magenverstimmung, am Morgen meldete sich der ehemalige Weltmeister krankheitsbedingt ab. „Es sieht so aus, als hätte unser “Iceman' ein bisschen Eis gegessen hat, das ihm nicht bekommen ist„, teilte sein Team mit.

Für den Geheimfavoriten testeten stattdessen Davide Valsecchi (Italien) und Romain Grosjean den Lotus. Der Franzose hatte seine Tests am Freitag eigentlich schon beendet und war zu einem PR-Termin nach Paris aufgebrochen, wurde nach dem Ausfall von Räikkönen aber zurückbeordert. Noch ist unklar, ob Räikkönen am Sonntag in den Wagen steigen kann.

sid

Die Formel 1 2013: Alle Fahrer und ihre Autos

RED BULL RACING © Mark Thompson/Red Bull Racing
Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim) fährt 2013 weiter im Red Bull, der Vertrag läuft bis 2014. © dpa
Teamkollege Mark Webber (Australien) hat noch einmal um ein Jahr verlängert. © Getty
MCLAREN © dpa
Für Lewis Hamilton fährt der 22 Jahre alte Mexikaner Sergio Perez. © ap
Routinier und Ex-Weltmeister Jenson Button (England) wird gefragt sein, er ist langfristig bis 2014 an den Rennstall gebunden. © Getty
FERRARI © dpa
Fernando Alonso (Spanien) wird den nächsten Angriff auf Vettel unternehmen. Er hat einen Vertrag bis 2016. © Getty
Felipe Massa (Brasilien) darf 2013 auch noch mal ran. © Getty
MERCEDES © dpa
Lewis Hamilton (England) statt Michael Schumacher. Der Brite ist vorerst drei Jahre an die Silberpfeile gebunden. © Getty
Nico Rosberg (Wiesbaden) bleibt, er hat einen Vertrag bis 2013. © Getty
LOTUS © dpa
Kimi Räikkönen (Finnland) wird als WM-Dritter 2012 noch mehr wollen. © dpa
Romain Grosjean (Frankreich) darf trotz seiner wiederholten Auftritte als Crashpilot wohl bleiben, ist aber noch nicht bestätigt. © dpa
WILLIAMS © Getty
Pastor Maldonado (Venezuela), Sieger in Barcelona, bleibt. Er bringt auch noch Geld aus Venezuela mit. © Getty
Bruno Senna ist raus, Testpilot Valtteri Bottas (Finnland) steigt zum Stammfahrer auf. © getty
FORCE INDIA © Sahara Force India
Paul Di Resta (Großbritannien) bleibt © getty
Adrian Sutil kriegt das zweite Cockpit © dpa
SAUBER © dpa
Die Schweizer treten mit einer neuen Paarung an. Nico Hülkenberg (Emmerich) wechselt von Force India zu Sauber. © dpa
Neben Nico Hülkenberg darf der 21-jährige Deübtant Esteban Gutierrez (Mexiko) ran. © dpa
TORRO ROSSO © dpa
Daniel Ricciardo (Australien) © getty
Jean-Eric Vergne (Frankreich) © getty
MARUSSIA © dpa
Hier ist alles neu! Timo Glock ist weg, für ihn ist Jules Bianchi da © Getty
Sein Kollege: Max Chilton © Getty
CATERHAM © dpa
Charles Pic (Frankreich), bisher Marussia, heuert bei dem anglo-malaysischen Team an. © getty
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