tz-Kolumne

Heinrich heute: F1 in Sotschi - und danach Syrien?

+
Abendliche Stimmung auf der neuen F1-Strecke im russischen Sotschi.

München - tz-Kolumnist Jörg Heinrich betrachtet in der Rubrik "Heinrich heute" die Sportwelt. Heute schreibt er über das erste Russland-Rennen der Formel 1 und möglichen weiteren Austragungsorten.

Auf dieses Rennen freut sich die ganze Welt. Nicht. Die Formel 1 schämt sich nicht, am Sonntag erstmals bei Putin in Russland zu fahren. Als Safety Car kommt in Sotschi ein Panzer zum ­Einsatz. Damit baut Ecclestone seine Diktatoren-Sammlung aus. China, ­Bahrain (gegen dessen Königssohn Nasser in London wegen Folter ­ermittelt wird), Abu Dhabi, Russland, Aserbaidschan – der PS-Blatter fährt auf Länder ab, in denen die lästige Demokratie nicht beim Geldverdienen stört. Motto: „Kommt das Wahlkreuz auf den Zettel, fährt dort nicht der Basti Vettel.“ Vettel kann natürlich nichts dafür, aber Ecclestone. Wie wär’s mit Syrien? In den Ruinen von Aleppo könnte man eine malerische Formel-1-Piste bauen. Und was ist mit der IS? Wahrscheinlich ­verhandelt Bernie bereits über einen Großen Preis des Islamischen Staats. Eine Kali-Fahrt sozusagen.

Jörg Heinrich

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Ecclestone fühlt sich von Formel-1-Chefs ausgesperrt
Ecclestone fühlt sich von Formel-1-Chefs ausgesperrt
So wird Sebastian Vettel noch Formel-1-Weltmeister
So wird Sebastian Vettel noch Formel-1-Weltmeister
Mick Schumacher im Interview: "Die Formel 1 ist mein Ziel"
Mick Schumacher im Interview: "Die Formel 1 ist mein Ziel"

Kommentare