tz-Kolumne

Heinrich heute: Die Sache mit der Ampel

München - tz-Kolumnist Jörg Heinrich betrachtet in der Rubrik "Heinrich heute" die Sportwelt. Diesmal schreibt er über die Formel 1.

Auf die Formel-1-Fahrer wartet in Spa eine Riesenaufgabe. Denn ab sofort müssen sie selbstständig von der Ampel losfahren. Die armen Buben! Rosberg & Co. waren bisher darauf angewiesen, dass ihnen 15 Ingenieure ins Ohr sagen: „Nico, links Bremse, rechts Gas. Wundere dich nicht: Wenn du das Gas fester drückst, fährt dein Auto schneller.“ Viele von uns, liebe Leser, beherrschen die Übung mit der Ampel schon seit Jahren, wir sind ja auch keine Luxus-Autofahrer-Pussys. Aber, zugegeben, mancher ist auch auf die mit ihm verheiratete Ingenieurin auf dem Beifahrersitz angewiesen, die ihm im Krisenfall das mit der Kupplung nochmal erklärt. Wenn demnächst an der Ampel ein Auto vor Ihnen abstirbt, gibt es zwei Optionen: Entweder ein Mann ist ohne seine Kupplungs-Erklärerin unterwegs. Oder es ist Rosberg, der auf Anweisungen seiner Ingenieure wartet.

Jörg Heinrich

Rubriklistenbild: © dpa

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