Ferrari dominant

Ende der Testfahrten: Räikkönen mit Bestzeit in Jerez

Formel 1
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Kimi Räikkönen in Jerez de la Frontera.

Jerez de la Frontera - Der Ferrari ist wieder der Schnellste. Nach der Hälfte des letzten Testtages führt Räikkönen. Hamilton muss eine kleine Zwangspause einlegen. Sein Mercedes bleibt in der Schikane stehen.

Kimi Räikkönen hat am letzten Tag der Formel-1-Testfahrten in Jerez de la Frontera die Bestzeit aufgestellt. Der Ex-Weltmeister benötigte am Mittwoch auf dem 4,428 Kilometer langen Kurs 1:20,841 Minuten und unterbot damit auch die bis dahin gültige Topzeit seines neuen Ferrari-Teamkollegen Sebastian Vettel. Der Heppenheimer hatte am Montag 1:20,984 Minuten gebraucht. Titelverteidiger Lewis Hamilton reihte sich zum Abschluss auf Platz drei hinter Räikkönen und Sauber-Pilot Marcus Ericsson (+1,178 Sekunden) ein mit einem Rückstand von 1,331 Sekunden. Mit 117 Runden drehte der Brite aber die meisten von allen Teilnehmern am Mittwoch.

Zwischenzeitig wurde der Titelverteidiger erneut gestoppt. Nach gut zwei Stunden musste der 30 Jahre alte Brite seinen neuen Silberpfeil in der Schikane des ehemaligen Grand-Prix-Kurses abstellen. Wie am Vortag bei Teamrivale Nico Rosberg musste der Abschleppwagen kommen, um den F1 W06 zurück in die Mercedes-Garage zu bringen. Bis dahin hatte Hamilton allerdings bereits 43 Runden absolviert.

Er war bei seinem ersten Einsatz zwei Tage zuvor durch ein Wasser-Leck nach 91 Runden gestoppt worden. Vizeweltmeister Rosberg musste seine Fahrten am Dienstag kurz unterbrechen, nachdem der Motor ausgegangen war. Insgesamt spulten die beiden Mercedes-Piloten aber mit Abstand die meisten Runden ab.

Die beiden Ferrari-Piloten gaben indes fast immer das Tempo vor. Entsprechend beeindruckt zeigte sich Rosberg bereits von der Bestzeit durch Vettel am Montag. Er nehme die Zeit ernst. „Weil es schnell ist“, betonte Rosberg nach Ende seiner Testfahrten auf dem Circuito de Jerez.

Vettel hatte am Sonntag und Montag auf dem 4,428 Kilometer langen Kurs jeweils die schnellste Runde gedreht und dabei an seinem zweiten Einsatztag als einziger die 1:21-Minuten-Marke unterboten. Räikkönen war am Dienstag hinter Felipe Nasr im Sauber mit Ferrari-Antrieb Zweiter geworden.

Ebenso wie das Resümee von Vettel fiel auch Räikkönens Fazit erst einmal positiv aus. „Es ist ein neues Auto, und für gewöhnlich weißt du, ob es gut ist oder nicht“, meinte der 35 Jahre alte Finne. „Es ist komplett anders als im vergangenen Jahr. Es war ein positiver Start und ich habe mich auf Anhieb gut gefühlt, als ich rausgefahren bin“, sagte er.

Die Testvorbereitung wird vom 19. bis 22. Februar auf dem Circuit de Catalunya fortesetzt, vom 26. Februar bis 1. März geht es dort zum letzten Mal auf die Übungsrunden. Die WM-Saison startet am 15. März in Melbourne.

Die Formel-1-Weltmeister seit 1969

Die Formel-1-Weltmeister seit 1969

Niki Lauda (Foto), Ayrton Senna und Michael Schumacher: Diese Motorsport-Legenden dominierten die Formel 1 über Jahre hinweg. Ein Überblick über die Weltmeister der vergangenen 41 Jahre. © Getty Images
1969: Jackie Stewart (Schottland), Matra-Ford © mm
1970: Jochen Rindt (Österreich), Lotus-Ford © Getty Images
1971: Jackie Stewart (Schottland), Tyrrell-Ford © Getty Images
1972:  Emerson Fittipaldi (rechts, Brasilien), Lotus-Ford © Getty Images
1973 Jackie Stewart (Schottland), Tyrrell-Ford © Getty Images
1974 Emerson Fittipaldi (Brasilien), McLaren-Ford © Getty Images
1975: Niki Lauda (Österreich), Ferrari © Getty Images
1976: James Hunt (England), McLaren-Ford © Getty Images
1977: Niki Lauda (Österreich), Ferrari © Getty Images
1978: Mario Andretti (USA), Lotus-Ford © Getty Images
1979: Jody Scheckter (Südafrika), Ferrari © Getty Images
1980: Alan Jones (Australien), Williams-Ford © Getty Images
1981: Nelson Piquet (Brasilien), Brabham-Ford © Getty Images
1982: Keke Rosberg (Finnland), Williams-Ford © Getty Images
1983: Nelson Piquet (Brasilien), Brabham-BMW © Getty Images
1984: Niki Lauda (Österreich), McLaren-Porsche Turbo © Getty Images
1985 Alain Prost (Frankreich) McLaren-Porsche Turbo © Getty Images
1986: Alain Prost (Frankreich), McLaren-Porsche © Getty Images
1987: Nelson Piquet (Brasilien), Williams-Honda Turbo © Getty Images
1988: Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda Turbo © Getty Images
1989: Alain Prost (Frankreich), McLaren-Honda © Getty Images
1990 Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda © Getty Images
1991 Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda © Getty Images
1992: Nigel Mansell (England), Williams-Renault © Getty Images
1993: Alain Prost (Frankreich), Williams-Renault © Getty Images
1994: Michael Schumacher (Kerpen), Benetton-Ford © Getty Images
1995: Michael Schumacher (Kerpen, auf dem Foto mit Benetton-Boss Flavio Briatore), Benetton-Renault © Getty Images
1996: Damon Hill (England), Williams-Renault © Getty Images
1997: Jacques Villeneuve (Kanada), Williams-Renault © Getty Images
1998: Mika Häkkinen (Finnland), McLaren-Mercedes © Getty Images
1999: Mika Häkkinen (Finnland), McLaren-Mercedes © Getty Images
2000: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2001: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2002: Michael Schumacher (Kerpen) Ferrari © Getty Images
2003: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2004: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2005: Fernando Alonso (Spanien), Renault © Getty Images
2006 Fernando Alonso (Spanien), Renault © Getty Images
2007: Kimi Räikkönen (Finnland), Ferrari © Getty Images
2008: Lewis Hamilton (Großbritannien), McLaren-Mercedes © Getty Images
2009: Jenson Button (Großbritannien), Brawn GP © Getty Images
2010: Sebastian Vettel (Deutschland), Red Bull © dapd

dpa

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