Lauda glaubt an Bullen-Coup

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Niki Lauda

Singapur - "Mit Webber und Vettel müssen zwei ganz starke Fahrer verhindern, dass ein Dritter gewinnt", lautet die WM-Rechnung von Motorsport-Legende Niki Lauda.

Er ist der Daniel Düsentrieb der Formel 1, der Chefdesigner des innovativsten Teams - für viele ein Designgenie. Er selbst sieht das anders. „Oh nein, das bin ich nicht“, winkt Adrian Newey ab. „Ich bin nur ich selbst. Ich genieße, was ich tue. Vielleicht bin ich deshalb darin gut.“ Und weil er so gut darin ist, schnelle Autos zu bauen, ist Sebastian Vettel voller Hoffnung im WM-Rennen. Denn auch 2010 hat Newey mit dem Red Bull RB6 das Maß aller Formel-1-Dinge gebaut.

Mal ist der McLaren stark, mal der Ferrari, Neweys Red Bull ist es eigentlich immer. Auch am Sonntag in Singapur. „Ich habe versucht ein Auto zu entwickeln, das ein guter Allrounder und leicht abzustimmen ist“, erklärt Newey, „Letztes Jahr waren wir in schnellen Kurven stark, aber nicht in langsamen. Das habe ich versucht abzustellen.“ Doch er räumt auch ein, dass „uns einige Strecken noch besser liegen als andere. Auf den Hochgeschwindigkeitskursen wie Montreal, Spa oder Monza hatten wir so unsere Probleme.“

Vettel kurvt durch seine Heimatstadt Heppenheim

Vettel kurvt durch seine Heimatstadt Heppenheim

Vettel-Mania in Heppenheim: Der deutsche Formel-1-Star kurvte im Juli 2010 durch seinen Heimatort. Die Bundestraße 3 wurde kurzerhand zur Rennstrecke umfunktioniert. Nicht nur auf dem Quad, sondern auch im Red-Bull-Boliden brauste Sebastian Vettel über die Straße und wurde von rund 120.000 Fans begeistert gefeiert. © dpa
Vettel-Mania in Heppenheim: Der deutsche Formel-1-Star kurvte im Juli 2010 durch seinen Heimatort. Die Bundestraße 3 wurde kurzerhand zur Rennstrecke umfunktioniert. Nicht nur auf dem Quad, sondern auch im Red-Bull-Boliden brauste Sebastian Vettel über die Straße und wurde von rund 120.000 Fans begeistert gefeiert. © Getty
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Diese Problemstrecken liegen hinter Red Bull, Newey ist zuversichtlich. „Wenn ich den aktuellen Entwicklungsstand nehme, müssten wir auf den letzten fünf Strecken Vorteile haben. Aber die Entwicklungsgeschwindigkeit ist so schnell, dass man nie weiß, mit welchen Verbesserungen McLaren und Ferrari kommen. Aber: Auch wir haben noch ein paar Verbesserungen in der Pipeline.“ Was das für die WM heißt?

Niki Lauda sieht es bei RTL so: Red Bull wird den Titel einfahren, die Frage ist, wer ihn holt. Lauda: „Eines ist ganz klar: Mit Webber und Vettel müssen zwei ganz starke Fahrer verhindern, dass ein Dritter gewinnt. Dabei gilt die Regel, dass man keine Teamorder geben darf. Das Problem würde sich allerdings gar nicht erst stellen, wenn Mark Webber der Schnellere im Qualifying ist und das Rennen von vorne startet.“ Und genau das wird Vettel verhindern wollen - es wird wieder ein echter Knaller!

Ralf Bach

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