Persönlichkeiten in der Formel 1

Mattia Binotto: Der Ex-Chef von Sebastian Vettel – seine Karriere, Stationen und Erfolge

Mattia Binotto, Teamchef und technischer Direktor des Teams Scuderia Ferrari, gibt nach dem Rennen ein Interview
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Mattia Binotto ist Teamchef der Scuderia Ferrari

Rund 20 Jahre lang wuchs Mattia Binotto in den Motorsport der Formel 1. Der heutige Teamchef hat sich nach seinem Studium als Motoringenieur im Testteam bis zum Teamchef des Rennstalls hochgearbeitet.

  • Mattia Binotto, der heutige Teamchef im Rennstall von Ferrari, wurde in Lausanne in der Schweiz geboren und ist Deutsch-Italiener.
  • Schon während seines Studiums als Ingenieur zeichnete sich eine Karriere im Motorsport ab.
  • Seinen Master in Fahrzeugtechnik erlangte er in Modena im Departement of Engineering „Enzo Ferrari“ (DIEF).

Maranello – Der am 03. November 1969 in Lausanne in der Schweiz geborene Mattia Binotto ist seit dem 07. Januar 2019 der Teamchef und der technische Direktor der Scuderia Ferrari. Er ist der Nachfolger von Maurizio Arrivabene, der den Ferrari Rennstall seit Ende 2014 leitete. Schon mit dem Studium richtete Mattia Binotto seinen Lebenslauf auf die Arbeit in der Formel 1 aus. Der Spezialist für Motortechnik arbeitete sich bei Ferrari von ganz unten in die Führungsposition empor.

Teamchef Mattia Binotto – schon im Studium auf dem Weg in die Formel 1

Der Lebenslauf von Mattia Binotto begann unspektakulär. Als Grundlage für seine späteren Erfolge bis hin zum Teamchef von Ferrari studierte er Maschinenbau an der Technischen Hochschule Lausanne. Nach dem erfolgreichen Abschluss im Jahr 1994 begann die aktive Orientierung in Richtung Formel 1. Er erweiterte sein Wissen mit einem Master-Abschluss im Fach Fahrzeugtechnik und besuchte dazu das bekannte Departement of Engineering „Enzo Ferrari“ (DIEF) in Modena.

Direkt nach dem Abschluss des Hochschulstudiums wechselte Mattia Binotto zur legendären Scuderia Ferrari. Die Motorsportabteilung des Sportwagenherstellers beherbergt das Rennteam der Marke. Scuderia Ferrari ist italienisch und bedeutet übersetzt „Rennstall Ferrari“. Im Team begann die Karriere des Motorspezialisten Binotto ganz unten.

  • Ab 1995 arbeitete Mattia Binotto im Testteam von Ferrari als Motoringenieur.
  • 1997 erfolgte sein persönlicher Aufstieg in die Formel 1, er übernahm die bisherige Funktion im Rennstall von Ferrari.
  • 2004 folgte der nächste große Aufstieg: Ferrari ernannte Mattia Binotto zum Ingenieur im Rennsport, seine Tätigkeit war nun nicht mehr auf den Motor der roten Rennboliden beschränkt.
  • Drei Jahre später übernahm er die leitende Position des Chefingenieurs.

Mattia Binotto – vom Testteam zum Teamchef

In den folgenden Jahren sammelte Mattia Binotto viele Erfahrungen und blieb in seiner Position als Chefingenieur. Der nächste Karrieresprung gelang ihm am 27. Juli 2016. Als Nachfolger von James Allison wurde er zum Technischen Direktor des Ferrari-Rennstalls in der Formel 1 ernannt. Am 07. Januar 2019 kam es zur großen Überraschung. Durch das plötzliche Ausscheiden von Maurizio Arrivabene erhielt Mattia Binotto den Posten als Teamchef.

An der Besetzung von Mattia Binotto als Teamchef gibt es durchaus Kritik. Das gilt spätestens seit Frühjahr 2020, als der Technikexperte verkündete, dass sich Ferrari trotz aller Erfolge in der Formel 1 vom vierfachen Weltmeister Sebastian Vettel trenne. Dabei hatte erst ein Jahr zuvor Kimi Räikkönen das Team verlassen.

Mattia Binotto – seine Erfolge als Teamchef

In der Saison 2019 fuhren unter Mattia Binotto die Rennfahrer Sebastian Vettel und Charles Leclerc, der Räikkönen ersetzte. Die Erfolge blieben in den meisten Rennen der Formel 1 aus, da Ferrari häufig technische Probleme hatte oder Chancen nicht nutzte. Folgende Siege konnte der Rennstall mit seinem neuen Teamchef erringen:

  • Großer Preis von Belgien
  • Großer Preis von Italien
  • Großer Preis von Singapur (Doppelsieg)
  • Großer Preis von Russland

Im Jahr 2020 gehörten Leclerc und Carlos Sainz junior zum Rennteam von Ferrari. Die Corona-Pandemie traf Italien sehr hart und führte zur zeitweisen Schließung des Rennstalls. Der deutliche Trainingsrückstand und technische Probleme verhinderten Erfolge von Ferrari und seinem Teamchef.

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