1. tz
  2. Sport
  3. Formel 1

Mercedes WM-Favorit - Rosberg gibt Gas

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Nico Rosberg © AFP

München - 2014 muss eine Steigerung her bei Mercedes. Das kann dann nur der Titel sein. Auf dem Papier ist man optimal gerüstet. Trotzdem gibt es Bedenken vor Red Bull.

Ein Mann, der so viel Verantwortung hat und dementsprechend verdient, kann viel fordern. Deshalb ist die Ansage von Daimler-Chef Dieter Zetsche, der gerade sein Gehalt offengelegt hat – er verdient 8,2 Millionen Euro im Jahr – so simpel wie fordernd: „Wir wollen 2014 in der Formel 1 beide Titel gewinnen. Den Fahrertitel und den der Konstrukteure.“ Damit muss die Truppe um Niki Lauda und Toto Wolff jetzt leben. Zetsches Forderung ist auch völlig logisch. 2013 war Mercedes hinter Red Bull bestes Team. 2014 muss eine Steigerung her. Das kann dann nur der Titel sein.

Lauda weiß, wo der Schlüssel zum Erfolg steckt. „Es ist nicht der Speed, es ist die Zuverlässigkeit. Daran müssen wir alle arbeiten. Wer die zuverlässigste Antriebseinheit, das zuverlässigste Getriebe und Auto hat, wird am Ende die Weltmeisterschaft gewinnen.“

Dafür hat Mercedes alles getan. Während Red Bulls Motorenpartner Renault noch herumstottert, war Mercedes von Beginn an der ersten Testfahrten in Jerez und Bahrain dominant. Egal, ob es Rundenzeit, Zuverlässigkeit oder Effizienz der neuen hochkomplizierten Motoren plus ihrer Nebenaggregate betraf.

Mercedes hat einen großen Erfahrungsvorsprung gegenüber Renault und Ferrari auf dem Elektroniksektor. Und auch einen Vorteil gegenüber Red Bull: Schon früh in der Saison 2013 begannen die Motorenabteilung in Brixworth und die Chassisabteilung in Brackley, das Auto für 2014 zu ent­wickeln. Red Bull musste auf das fertige Renault-Produkt warten und konnte erst dann reagieren. Mercedes-Motorenchef Andy Cowell dagegen arbeitete von Beginn an Hand in Hand mit Chefdesigner Aldo Costa, um die gewichtige Antriebseinheit optimal in das neue Chassis zu integrieren.

Früh begannen zudem die Probefahrten im Simulator. Konsequenz: Weder Rosberg noch Lewis Hamilton wurden bei den ersten Tests überrascht. Hamilton: „Ich stellte sofort fest, wie unsere Verbesserungsvorschläge nach den Simulatorfahrten bei den Realtests auf der Strecke umgesetzt wurden.“

Auf dem Papier ist Mercedes also für den Saisonstart am 16. März in Melbourne optimal gerüstet. Trotzdem hat man Bedenken vor Red Bull. Wolff warnt: „Erstens haben sie mit Sebastian Vettel einen herausragenden Fahrer. Zweitens hat Red Bull eine Gruppe von Leuten zusammengestellt, die gut funktioniert. Und drittens haben sie auch die Ressourcen vom Mutterkonzern. Sie könnten also immer noch das Maß aller Dinge sein.“ Allein: Konzernchef Zetsche wird das sicher nicht mehr akzeptieren…

Ralf Bach

Rüssel um Rüssel: Die neuen Boliden der Formel 1

Auch interessant

Kommentare