Großes Interview

Michael Schumacher: Offene Worte von Sebastian Vettel - Emotionales Formel-1-Geständnis

Sebastian Vettel wollte Michael Schumachers Rekorde vor Lewis Hamilton retten.
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Sebastian Vettel (r.) wollte Michael Schumachers Rekorde vor Lewis Hamilton retten.

Formel-1-Pilot Sebastian Vettel sprach in einem Interview mit Sky über das Ende seiner erfolgreichsten Zeit, als er seinem Team Red Bull Racing den Rücken kehrte, und darüber, wie er das Vermächtnis von Michael Schumacher schützen wollte.

  • Sebastian Vettel sprach in einem Interview über sein Ende bei Red Bull Racing.
  • Auch seine Beweggründe für den Ferrari-Wechsel thematisierte er.
  • Über Michael Schumacher äußerte er sich ebenfalls sehr offen.

Heppenheim - Im Jahr 2015 schloss sich Sebastian Vettel Ferrari* an, nun sprach er über den Wechsel. „Nein, ich bereue das nicht“, meinte Vettel mit Bezug auf seinem Ende bei seinem ehemaligen Rennstall Red Bull*. „Ich bereue nur ein bisschen die Art und Weise, wie die Dinge endeten“ meinte der Hesse. „Wir beendeten unser Arbeitsverhältnis offensichtlich nicht auf dem Höhepunkt, aber so ist der Sport manchmal. Die Vertragskonstellationen waren seltsam, auch was ich sagen durfte und sollte oder auch nicht sagen durfte.“

Sebastian Vettel: Bedauern über Ende bei Red Bull Racing - „Hätte mehr auf mein Bauchgefühl hören sollen“

Anschließend kontaktierte er seinen damaligen Teamchef Christian Horner nach dem Japan-Rennen 2014, um ihm über seinen Abschied zu informieren. „Er wusste, was da kommt - das wussten wir alle. Aber es konnte noch keiner drüber reden“, erzählte Sebastian Vettel*.

Den Abschied bedauert er im Nachhinein nicht, denn er erlebte „eine geile Zeit“ und erreichte aus sportlicher Sicht vieles. „Ich hätte mehr auf mein Bauchgefühl hören und geradeheraus sagen sollen, was Sache ist. Das wäre sicher nicht verkehrt gewesen“, meinte der Deutsche fünf Jahre nach der Trennung. Über die Zukunft von Vettel ist derzeit nichts Konkretes bekannt. Er kann sich nun auf Rennen in Deutschland in dieser Saison freuen.

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Formel 1: Sebastian Vettel über Ferrari-Wechsel - „Habe zu Michael in diesem roten Auto aufgeschaut“

Zur Saison 2015 schloss sich der 33-Jährige Ferrari an, um den Weltmeistertitel zu holen. Heute spricht er ohne große Euphorie über seinen Noch-Arbeitgeber. „Ferrari war immer mein Traum. Ich will nicht sagen, dass ich da wie einer Gehirnwäsche unterzogen war. Aber in meiner Kindheit habe ich natürlich zu Michael in diesem roten Auto aufgeschaut. Es ist einfach eine faszinierende Marke“, so Vettel. Es sei in Ordnung, dass er damals gewechselt sei. Doch meint er auch: Rückblickend war mein Ziel, die WM zu gewinnen. Das haben wir nicht geschafft. In der Hinsicht haben wir versagt“.

Er bestritt im Interview, dass er in die riesigen Fußstapfen Michael Schumachers* treten wollte. „Das wollte ich nicht wirklich. Ich war realistisch genug“, meinte er. „Ich wollte, dass es für mich selbst funktioniert, nicht für Michael. Schade, dass es nicht geklappt hat.“

Sebastian Vettel wollte Schumacher-Rekorde schützen - „Hatte gehofft, dass Lewis...“

Er hätte bei Ferrari gerne mehr vollbracht, auch um die Rekorde Schumachers weiter zu wahren. „Ich hatte gehofft, Lewis ein paar WM-Titel abnehmen zu können, damit Michaels Rekorde länger stehen“, meinte der Deutsche. Doch diese Mission sei gescheitert, da man etwas außer Schlagweite sei. Wie geht es für Vettel weiter? Möglicherweise ergibt sich neben Aston Martin eine weitere Option*. (ajr) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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