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Schumi: Das passierte bei der zweiten OP

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Michael Schumacher
Chefarzt Payen kämpft um Michael Schumacher. © dpa/AFP

Grenoble - Die Ärzte waren überrascht, dass sie Michael Schumacher am Montagabend ein zweites Mal operieren konnten. Durch die OP haben sie Zeit gewonnen. Hier erfahren Sie, was dabei gemacht wurde:

Die Kopfverletzungen von Michael Schumacher sind gravierend. Er erlitt bei dem Aufprall auf einen Felsen im Skigebiet von Méribel ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. In einer zweiten Operation am Montagabend war dem siebenmaligen Rekordchampion ein Hämatom in der linken Gehirnseite entfernt worden. Der zweistündige Eingriff war ohne Komplikation verlaufen. Der Innendruck auf den Schädel konnte so verringert werden. "Wir haben mehr Zeit gewonnen", sagten die Mediziner in einer Pressekonferenz am Dienstag.

Dass sich Schumachers Zustand überhaupt so entwickelt hatte, dass die zweite, nicht geplante, Operation möglich war, hatte die Ärzte nach eigener Aussage überrascht. Der Überdruck im Schädel habe zuvor größte Besorgnis ausgelöst, sagte Payen. 48 Stunden nach dem Unfall betonte der Leiter der Anästhesie-Abteilung, dass die Situation "etwas besser unter Kontrolle" sei. Deutlich wurde bei den Ausführungen der Mediziner auch, wie schlimm es um Schumacher gestanden hatte – und noch immer steht. "Wir müssen realistisch sein. Die ganze Familie ist sich im Klaren darüber, dass die Situation kritisch ist", sagte Professor Gérard Saillant.

Ärzte können noch nicht sagen, dass Schumi außer Lebensgefahr ist

Der Arzt ist seit Jahren mit Schumacher und dessen Familie befreundet. Saillant hatte Schumacher nach dessen schwerstem Formel-1-Unfall 1999 in Silverstone behandelt. Er hatte sich damals einen Schien- und Wadenbeinbruch zugezogen. Nach dem Skiunfall war Saillant bereits am Sonntag in Grenoble angekommen. Prognosen zur weiteren Entwicklung wollen die behandelnden Ärzte nicht abgeben. „Ich kann nicht so weit gehen, zu sagen, dass er außer Lebensgefahr ist“, so Payen. Schumacher werde weiter im künstlichen Koma gehalten: „Es ist viel zu früh, von einem Aufweckvorgang zu sprechen.“

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