Formel-1-Held im Koma

Ticker: Nächtliches Bangen um Schumacher

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Michael Schumacher liegt in einer der besten Kliniken für Trauma-Patienten Frankreichs.

Grenoble - Michael Schumacher ringt nach seinem Ski-Unfall mit dem Tod. Sein Zustand sei weiterhin lebensbedrohlich, hieß es auf der Pressekonferenz der Klinik. Wir berichten im Ticker.

----- TICKER AKTUALISIEREN -----

+++ 21:58 Uhr: Michael Schumachers Ski-Helm ist nach Informationen der Bild-Zeitung bei seinem Aufprall zerbrochen. Dies berichtete das Blatt am späten Montagabend und zitierte einen Retter mit den Worten: „Als wir zur Unfallstelle kamen, war sein Helm gespalten.“ Eine offizielle Bestätigung gab es dazu nicht.

+++ 19:35 Uhr: Die nächsten 48 Stunden werden über das Leben von Michael Schumacher entscheiden. Dann weiß man, ob und wie der Ex-Ferrari-Pilot den Ski-Unfall überlebt. Gerhinverletzungen bluten vor allem diese 48 Stunden, danach wird es sich wahrscheinlich beruhigen, weiß Sky Sport News HD-Experte Gernot Bauer vor Ort. Vermutlich wagt die Klinik auch deshalb heute keine Prognose mehr, sondern wird erst am Dienstag sich wieder öffentlich äußern.

+++ 19:05 Uhr: Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer ist erschüttert von der Mitteilung über den ernsten Zustand von Michael Schumacher. "Es ging mir heute den ganzen Tag nicht aus dem Kopf, wenn man sich vorstellt, wie sich von einer Sekunde auf die nächste das ganze Leben auf den Kopf stellen kann für eine Familie, für einen Menschen", sagte er am Montag.

+++ 18:38 Uhr: Auch einer seiner ärgsten Widersache aus der Formel 1 wünscht dem Kerpener alles Gute. Juan Pablo Montoya schreibt: "Das ist ein furchtbarer Unfall, dem man niemanden wünscht. Wir denken gerade alle an Dich." Außerdem hoffen und glauben nach einer Umfrage der Bild in Schumachers Heimatstadt alle Bürger an eine Genesung ihres Idols. 

+++ 18:18 Uhr: Michael Schumacher ist in einem der besten Trauma-Zentren Frankreichs. Die hochspezialisierte Klinik, in der Neurochirurgen, Radiologen, Anästhesisten und weitere Ärzte zusammenarbeiten, ist Teil der Uni-Klinik von Grenoble (CHU) und des Klinik-Unfall-Netzes Nord-Alpen (RENAU). In der diesjährigen Krankenhaus-Rangliste des Magazins "Le Point" belegten die Trauma-Notaufnahme und die Neurochirurgie von Grenoble den Platz Zwei in ganz Frankreich.

+++ 17:55 Uhr: Das bedeutet auch für Nico Rosberg, dass er mindestens noch eine Nacht bangen muss, bis wieder eine Mitteilung aus dem Krankenhaus kommt. "Bin in gedanken bei michael, seiner familie u freunden. Wenn einer es schafft dann #schumi. Hoffentlich gibt es bald gute nachrichten", hatte der deutsche Formel-1-Fahrer noch am Nachmittag getwittert.

+++ 16:55 Uhr: Am frühen Nachmittag hatte "Sky Sport News HD" noch eine Mitteilung des Traumazentrums angekündigt. Nun dementiert die Klinik: Die nächste Information sei für den späten Dienstagvormittag vorgesehen, sagte eine Mitarbeiterin der Klinik-Pressestelle der Nachrichtenagentur dpa am Montag in Grenoble.

+++ 16:35 Uhr: Jede Menge Fans und viele Pressevertreter sind am Traumazentrum in Grenoble vor Ort. Doch nur die engste Familie darf Michael Schumacher an seinem Krankenbett besuchen. Und auch dann nur kurz.

+++ 16:15 Uhr: Auch Thomas Müller vom FC Bayern München zeigte sich schockiert vom Unfall: "Er ist einer der größten Sportler aller Zeiten und ein Riesenfan der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Lieber Michael, ich wünsche dir auf diesem Wege den bestmöglichen Genesungsverlauf und ALLES GUTE! Dir und deiner Familie viel Kraft in dieser schweren Zeit.", postete Müller auf seiner Facebook-Seite.

+++ 15:45 Uhr: Beistand von oben kommt von Sport- und Olympiapfarrer Thomas Nonte. Der ruft im Interview mit der KNA zum Gebet für Schumacher auf.

+++ 15:15 Uhr: Nicht nur zahlreiche Weggefährten sandten dem Formel-1-Rekordweltmeister Genesungswünsche. Hier finden Sie die gesammelten Reaktionen. „Ich bete für Dich, mein Bruder. Ich hoffe, Du erholst Dich schnell. Gott segne Dich, Michael“, schreibt etwa Felipe Massa, Schumachers früherer Kollege.

+++ 14.37 Uhr: Nach Informationen des Nachrichtensenders "Sky Sport News HD" will die Klinikleitung in Grenoble am Nachmittag eine weitere Stellungnahme zum Gesundheitszustand von Michael Schumacher herausgeben. Eine Pressekonferenz werde es aber demnach nicht noch einmal geben.

+++ 14.09 Uhr: Die Körpertemperatur Schumachers wurde bei 34 bis 35 Grad Celsius stabilisiert. Damit werden die äußeren Reize auf das Gehirn reduziert, was eine verbesserte Sauerstoffzufuhr bedeutet. Es gilt vor allem den Druck zwischen Schädel und Gehirn zu reduzieren.

+++ 13.57 Uhr:Schumachers ehemaliger Manager Willi Weber hat sich mittlerweile auch zu dem Unglück geäußert. "Ich bin zutiefst erschüttert und total deprimiert, aber eins hält mich schon ein bisschen aufrecht: Ich weiß, er ist ein Kämpfer und er hat bisher alles überstanden und kriegt das auch hin, da bin ich sicher", sagte er dem "Tagesspiegel". Schumacher sei ein guter Skifahrer, so Weber, der nach eigenen Angaben selbst öfter mit dem Ex-Rennfahrer auf der Piste gewesen war. "Er ist kein Hasardeur. Der weiß, was er macht." Aber es gebe auch "eine Ausschlussklausel in jedem Formel-1-Vertrag, dass die Formel-1-Fahrer nicht privat Ski fahren dürfen. Das heißt im Umkehrschluss, dass Skifahren so gefährlich ist wie Formel-1-Fahren." 

+++ 13.51 Uhr: Schumachers früherer Formel-1-Rennstall Ferrari bangt um das Schicksal seiner Ikone. "Ganz Ferrari ist Michael nahe. Wir erleben Stunden der Sorge bei Ferrari, seitdem wir von Michael Schumachers Unfall erfahren haben. Präsident Luca di Montezemolo ist auch über Teamchef Stefano Domenicali in ständigem Kontakt mit der Familie und den Menschen, die dem deutschen Meister nahe stehen. Ihnen senden wir Gedanken der Nähe und der Ermutigung in einer derart schwierigen Phase und hoffen, dass es bald bessere Nachrichten geben wird", teilte das Nobelteam am Montag offiziell mit.

+++ 13.35 Uhr: Die Familie des verunglückten Michael Schumacher hat sich bei den Ärzten der Universtätsklinik von Grenoble bedankt und ihrer Rührung über die Anteilnahme aus aller Welt Ausdruck verliehen.

+++ 13.23 Uhr: Fans auf der ganzen Welt beten für den Formel-1-Rekordweltmeister. Am Michael Schumacher Kartcenter in Kerpen haben Anhänger Gute-Besserungswünsche am Zaun angebracht. Auch vor der Klinik in Grenoble haben sich Menschen versammelt.

+++ 13.12 Uhr: Auch die internationale Presse reagiert geschockt.

+++ 13.00 Uhr: Eine Zusammenfassung der bisherigen Eregnisse und Entwicklungen rund um den Ski-Unfall von Michael Schumacher finden Siehier.

+++ 12.37 Uhr: Der Fanklub Ferrari Club Italia ist bestürzt über das Schumacher-Drama. "Wir sind 'Schumi', dem Genie der Formel 1, nahe, der über lange Jahre dank seiner Triumphe bei Ferrari unser aller Herzen erobert hat. Wir verfolgen mit Anteilnahme die Entwicklung von Schumachers Situation. Wir hoffen, dass Michael bald diesen schwierigen Moment überwinden wird", erklärte Klubpräsident Vincenzo Gibiino am Montag in einer Pressemitteilung.

+++ 12.00 Uhr: Mittlerweile explodiert die Anzahl der Seiten auf Facebook, die Michael Schumacher bereits für tot erklären. "1 Like = 1 Respect" steht bei vielen der Seiten als Anmerkung. Das macht die Geschmacklosigkeit nicht viel besser...

+++ 11.43 Uhr: Michael Schumacher ist nach seinem Skiunfall nur einmal operiert worden. Damit ist eine Meldung vom Vormittag, nach der es zwei Operationen gegeben haben soll, widerlegt. Weitere Informationen werde das Krankenhaus "je nach Entwicklung" des Zustands Schumachers geben.

+++ 11.25 Uhr: Was für eine geschmacklose Aktion: Während Formel-1-Legende Michael Schumacher um sein Leben kämpft, wird er im sozialen Netzwerk auf einer Seite bereits für tot erklärt!

+++ 11.22 Uhr: Aus Rücksicht auf Schumachers Familie, die in Grenoble vor Ort ist, würden keinerlei anatomische Details veröffentlicht.

+++ 11.14 Uhr: Einer der Ärzte sagte: "Wir sprechen noch nicht über Spätschäden, sondern konzentrieren uns allein auf die akute Behandlung und denken von Stunde zu Stunde. Wir versuchen, Zeit zu gewinnen."

+++ 11.09 Uhr: Schumacher sei mit der rechten Schädel-Seite auf den Felsen geprallt. Er war nach dem Aufprall wohl noch bei Bewusstsein, reagierte allerdings fahrig und gab kaum Antworten. Die Ärzte bezeichneten den Zustand als "aufgeregt und verwirrt".

Michael Schumacher: Bilder seiner unglaublichen Karriere

Der erfolgreichste Pilot der Formel-1-Geschichte, Rekord-Weltmeister und Legende: Seine unglaubliche Karriere in Bildern sehen Sie hier. © picture alliance / dpa
Sein Formel 1-Debüt (Archivfoto vom 25.08.1991) gab Michael Schumacher auf dem Kurs von Spa-Francorchamps in Belgien in einem Jordan-Ford. Trotz seines Ausfalls nach wenigen hundert Metern machte er auf sich aufmerksam. Er wechselte umgehend zu Benetton. © picture alliance / dpa
Michael Schumacher (r.) und der Brite Nigel Mansell (er wurde Zweiter) mit dem Siegerpokal in Spa in Belgien. Am 30.08.1992, also nur knapp ein Jahr nach seinem Debüt, feiert Schumi seinen ersten Grand-Prix-Gewinn. © picture-alliance / dpa/dpaweb
Manager Willi Weber (l) im Gespräch mit Formel-1-Pilot Michael Schumacher in Silverstone. Auch im Jahre 1992 war Willi Weber schon der Manager von Michael Schumacher. © picture alliance / dpa
Die Brüder Ralf (l) und Michael Schumacher (r) in Kerpen mit ihrem Vater Rolf (Archivfoto vom 19.07.1993). © picture alliance / dpa
Michael Schumacher (Benetton-Ford) - hier auf den Schultern von Team-Manager Flavio Briatore (r.) und Rennleiter Tom Walkinshaw - ging am 13.11.1994 im australischen Adelaide als glücklichstes Unfallopfer und als erster deutscher Weltmeister in die Geschichte der Formel 1 ein. © picture alliance / dpa
Eine spektakuläre Kollision mit seinem britischen Titelkonkurrenten Damon Hill (Williams-Renault) beendete in der 36. Runde das bis dahin packende Duell um die WM-Krone beim Großen Preis von Australien, zugunsten des Deutschen. Das Aus für beide brachte dem 25jährigen Schumacher den WM-Titel mit einem Punkt (92) Vorsprung vor dem Briten. © picture alliance / dpa
Der Sieg wurde ausgiebig gefeiert. © picture alliance / dpa
Michael Schumacher ist erneut Weltmeister. Nach dem Triumph beim Großen Pazifik-Pokal im japanischen Aida jubelt der deutsche Formel-1-Pilot mit dem Siegespokal in der Hand über die erfolgreiche Titelverteidigung (Archivfoto vom 22.10.1995). © picture-alliance/ dpa
Nach seinem zweiten Titel wechselt Schumacher 1996 zu Ferrari. Hier feiert er seinen ersten Sieg im roten Renner, den er im Regenrennen von Barcelona am 02.06.1996 einfährt. Seinen Titel jedoch kann er nicht verteidigen, dieser geht an Damon Hill. © AFP
Im letzten Rennen 1997 verzockt er seine Titelchancen: Das Fernsehbild von RTL zeigt aus der Sicht der Bordkamera Michael Schumachers (l.) den Rempler gegen seinen direkten Konkurrenten Jaques Villeneuve (r) im spanischen Jerez beim letzten Rennen der Saison um die Weltmeisterschaft (26.10.1997).  © picture alliance / dpa
Da Villeneuve trotz der Attacke Schumachers weiterfahren konnte, der Kerpener aber vorzeitig ausfiel, wurde der Kanadier erstmals Weltmeister. Schumacher wurde der Titel des Vize-Weltmeisters nachträglich durch den Weltrat des Internationalen Automobil-Verbandes FIA wegen des Rammstoßes aberkannt. © AFP
Stolz auf ihren Sohn: Mama Elisabeth und Papa Rolf im Jahr 1997 auf der zu einem Fernsehstudio umgebauten Indoor-Kartbahn in Kerpen vor der Übertragung des Formel 1-Finales aus dem spanischen Jerez auf der Party eines Fernsehsenders. © picture-alliance / dpa
Nachdem er 1998 gegen Mika Häkkinnen im McLaren erneut den Titel nicht erringen kann, stoppt ihn 1999 ein schwerer Unfall. Im britischen Silverstone rast er noch in der Einführungsrunde in einem Reifenstapel und bricht sich das Bein (11.07.1999). © picture alliance / dpa
So kannten ihn die Formel-1-Fans: Regengott Schumacher in Aktion. Bei nassen Pisten konnte fast keiner seiner Kontrahenten mit ihm mithalten. © picture-alliance / dpa
Beim großen Preis von Japan 2000 sichert sich Schumacher endlich wieder den WM-Titel. Zudem holte sich Ferrari auch den Konstrukteurs-Titel. © AFP
Die italienischen Gazzetten feiern Schumacher. © picture-alliance / dpa
Doch beim Österreich-Grand-Prix kommt es zur Farce. Schumis Teamkollege Rubens Barrichello (r.), der das Rennen souverän anführt, wird vom Team angewiesen Schumacher überholen zu lassen ("Let Michael pass for the championship!"). Der Brasilianer lässt den Champion tatsächlich kurz vor der Ziellinie vorbeiziehen. Schumacher schiebt Barrichello bei der Siegerehrung auf das oberste Podest, schämt sich für die Stallorder. © picture-alliance / dpa/dpaweb
Das Jahr 2003 war ein trauriges für Michael und Ralf Schumacher: Die Mutter Elisabeth starb an Krebs. Bei dem Rennen in Imola gewann Michael den Grand Prix und vergoss mit Trauerflor am Arm und gesenktem Kopf Tränen auf dem Siegerpodest. Am Ende der Saison wird er wieder Weltmeister. © picture-alliance / dpa/dpaweb
Seit 1999 fährt auch Michaels Bruder Ralf Schumacher in der Formel 1. Einige mal stehen sie gemeinsam auf dem Siegertreppchen, feiern ausgiebig ihre Triumphe. Doch aus dem Schatten seines großen Bruders kann Ralf nicht heraustreten. © picture-alliance / dpa/dpaweb
Beim USA-Rennen 2004 kracht Ralf in die Mauer, seine Bolide kommt auf der Start-Ziel-Gerade zum stehen. Michael fährt mit seinem Ferrari vorsichtig vorbei. © picture-alliance / dpa/dpaweb
Im gleichen Jahr gewinnt Michael Schumacher zum siebten und letzten Mal die Weltmeisterschaft, seine fünfte mit Ferrari. Rechts neben ihm jubelt sein neuer Hauptkontrahent Fernando Alonso. © picture-alliance/ dpa/dpaweb
2005 holt der Spanier im Renault etwas überraschend den Titel und lässt den Rekord-Champion hinter sich. © picture-alliance/ dpa/dpaweb
Auch 2006 liefern sich die beiden ein packendes Duell, doch am Ende gewinnt wieder Alonso das Rennen um die Weltmeisterschaft. Schumacher kündigt seinen Rücktritt an. © picture-alliance/ dpa
Nach dem letzten Rennen des Jahres verabschiedet sich Schumacher als Legende aus der Motorsport-Königsklasse. © picture-alliance/ dpa
Schumacher widmete sich dem Motorradsport. Am 11. Februar 2009 war stürzte er im spanischen Cartagena, brach sich  7. Halswirbel und die erste Rippe links. © picture alliance / dpa
Nach dem Crash von Felippe Massa in Budapest am 26.07. 2009 sollte Schumacher ihn im Ferrari-Cockpit ersetzen. Doch seine Verletzungen verhindern das Comeback des Rekord-Champions - noch... © picture alliance / dpa
Denn 2010 kehrt er zurück. Mercedes übernimmt das Weltmeister-Team von Ex-Ferrari-Chef Ross Brawn und verpflichtet Michael Schumacher. Doch Teamkollege Nico Rosberg (l.) erweist sich als starker Partner, fährt Schumi regelmäßig davon. © picture alliance / dpa
Am Ende holt nicht Schumacher, sondern Youngster Sebastian Vettel die Weltmeisterschaft. Am Ende wird Schumacher nur WM-Neunter. Drei vierte Plätze sind seine beste Ausbeute. © picture alliance / dpa
Auch 2011 (8. der WM) und 2012 (13. der WM) bleibt Schumi hinter seinen Ansprüchen. Am Ende der Saison 2012, in der er zumindest noch einmal auf dem Siegerpodest stehen durfte (GP von Europ am 24.06.), erklärt Schumacher seinen zweiten Rücktritt aus der Formel 1. © pic ture alliance / dpa
Am 29.12.2013 verunglückt Schumacher bei einem Ski-Ausflug im französischen Meribel. Mit schweren Kopfverletzungen kämpft er um sein Leben. © picture alliance / dpa
Am 16. 06.2014 gab das Management von Michael Schumacher bekannt, dass er aus dem fünfeinhalb Monate andauernden Koma erwacht sei. Seitdem befindet er sich in einer Reha-Klinik. © dpa

+++ 11.02 Uhr: Über die Chancen einer vollständigen Genesung können die Ärzte aktuell nichts sagen. Sie schließen Folgeschäden nicht aus. Seine Lage wird weiterhin als "außerordentlich ernst" bezeichnet. Ohne seinen Helm hätte Schumacher den Unfall wohl nicht überlebt.

+++ 10:59 Uhr: Der Unfall muss mit hoher Geschwindigkeit passiert sein, heißt es von Seiten der Ärzten. "Schumacher befand sich in einer kritischen Situation, was die Wiederherstellung seiner Hirnfunktionen angeht." Michael Schumacher liegt aktuell in einem künstlichen Koma, in dem er harntreibende Mittel verabreicht bekommt, um Wasseransammlungen im Körper zu vermeiden."

+++ 10:57 Uhr: Der Zustand Schumachers ist immernoch kritisch, so die Ärzte. Unmittelbar nach Ankunft Schumachers in der Klinik wurde er am Gehirn operiert. Nach der Operation wurde er auf die Intensivstation verlegt.

+++ 10.55 Uhr: In wenigen Minuten wird die Pressekonferenz in der Klinik in Grenoble beginnen.

Klinik wird zur Sicherheitszone

+++ 10.36 Uhr: Vor dem Krankenhaus wurden Sperren aufgebaut, zahlreiche Medienvertreter harren vor der Klinik in Grenoble aus. Währenddessen werden die Sicherheitsvorkehrungen innerhalb des Krankenhauses erhöht. Krankenschwestern und Ärzten ist der Gebrauch von Handys untersagt worden.

+++ 10.29 Uhr: Die offizielle Homepage von Michaels Bruder Ralf Schumacher ist mittlerweile komplett schwarz, ohne Text und Bilder.

+++ 9.46 Uhr: Um 11.00 Uhr will das Krankenhaus von Grenoble in einer Pressekonferenz über den Gesundheitszustand von Michael Schumacher informieren. Das gab das C.H.U. des ehemaligen Olympia-Orts jetzt offiziell bekannt.

+++ 9.42 Uhr: RTL berichtet, dass die Ärzte Schumacher in ein 48-stündiges Koma versetzt hätten. Der Sender bezieht sich auf Informationen aus dem Klinikum in Grenoble.

+++ 9.34 Uhr: Nach Informationen der BILD  wurde Michael Schumacher in der Nacht auf Montag erneut operiert. Demnach sollen Ärzte Löcher in seinen Schädel gebohrt haben, um den inneren Druck zu verringern.

Skiunfälle von Prominenten

Februar 2013: Der belgische Prinz Laurent verletzt sich bei einem Skiunfall in Österreich. Details über die Verletzungen wurden nicht bekannt. © dpa
Februar 2012: Der niederländische Prinz Johan Friso wird beim Skifahren in Österreich von einer Lawine verschüttet. Er fällt ins Koma. Knapp anderthalb Jahren später stirbt er am 12. August 2013 im Alter von 44 Jahren. © dpa
Mai 2011: Heather Mills, die Ex-Frau von Beatles-Star Paul McCartney, stürzt schwer beim Skifahren am Mölltaler Gletscher in Kärnten. Sie erleidet einen Trümmerbruch am rechten Schulterblatt. © dpa
Dezember 2009: Daimler-Chef Dieter Zetsche bricht sich auf einer Piste in Österreich die Schulter. © dpa
März 2009: Die britische Schauspielerin Natasha Richardson, Tochter von Vanessa Redgrave und Frau von Schauspieler Liam Neeson, stirbt an den Folgen eines Skiunfalls. Sie hatte sich im kanadischen Québec eine schwere Kopfverletzung zugezogen. © dpa
Januar 2009: Der frühere thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) stößt am Neujahrstag auf einer Piste in Österreich mit einer 41-Jährigen zusammen, die an den Verletzungen stirbt. Er selbst erleidet ein Schädel-Hirn-Trauma. Wenige Monate später tritt er nach hohen Stimmverlusten bei der Landtagswahl zurück. Wegen fahrlässiger Tötung verurteilt ihn ein österreichisches Bezirksgericht zu einer Geldstrafe und Schmerzensgeld. © dpa
Dezember 2006: Hollywood-Star Arnold Schwarzenegger bricht sich beim Skifahren in Sun Valley (US-Bundesstaat Idaho) das Bein. Der gebürtiger Österreicher gilt als besonders guter Skifahrer. Seine zweite Amtszeit beginnt der damalige Gouverneur von Kalifornien gut zwei Wochen später auf Krücken. © dpa
März 2002: Die norwegische Prinzessin Mette-Marit bricht sich beim Skilaufen in den Osterferien in Lillehammer den rechten Knöchel. © dpa
Februar 2001: Prinzessin Caroline von Monaco erleidet bei einem schweren Skiunfall am Arlberg in Österreich einen Kreuzbandriss. © dpa

+++ 9.18 Uhr: Auch in den sozialen Netzwerken drücken die Fans ihrem Idol die Daumen. Unter dem Hashtag #KämpfenSchumi posten zigtausende User ihre Genesungswünsche via Twitter.

+++ 8.47 Uhr: Der Unfall ereignete sich am Sonntagvormittag gegen 11.07 Uhram 2783 Meter hohen Saulire in der Nähe der beiden Pisten Chamois und Biche, als er stürzte und offenbar mit dem Kopf gegen einen Felsen prallte. Schumacher trug eine Helm.

+++ 8.20 Uhr: Das von der Klinik am späten Sonntagabend veröffentlichte Bulletin verdeutlichte, wie ernst es um Schumacher stand. „Herr Schumacher wurde um 12.40 Uhr in die Grenoble Universitäts-Klinik eingeliefert, nachdem er Ende des Vormittags einen Skiunfall in Meribel gehabt hatte. Bei seiner Ankunft litt er an einem Kopftrauma mit Koma, das umgehend eine neurochirurgische Behandlung erforderte. Er bleibt in einem kritischen Zustand“, hieß es in dem Schreiben.

Weitere Funktionstörungen im Gehirn möglich

+++ 7.52 Uhr: Die Anteilnahme der Fans hat die Internetseite des Idols zusammenbrechen lassen. Aufgrund der hohen Anzahl von Aufrufen war die Homepage des 44-Jährigen am Sonntagabend nicht mehr erreichbar. Auch die Internetseite von Schumachers Bruder Ralf, ebenfalls ein ehemaliger Formel-1-Pilot, lieferte wenige Stunden nach dem Unfall nur noch eine Fehlermeldung.

+++ 7.40 Uhr: Nach Einschätzung von Experten könnte die schwere Kopfverletzung schon in Kürze noch weitere Komplikationen nach sich ziehen.

+++ 7.25 Uhr: Für nähere Informationen zu Schumachers Situation hat die Klinik der ehemaligen Olympia-Stadt Grenoble für Montagvormittag um 11.00 Uhr eine Pressekonferenz anberaumt.

+++ 7.14 Uhr: Nach der Notoperation des Rekordweltmeisters in Grenoble wachten Schumachers Frau Corinna und die beiden Kinder am Krankenbett des 44-Jährigen.

+++ 7.05 Uhr: Die Angst um Schumachers Leben ist groß. Durch die Bewusstlosigkeit könnten sich im Gehirn „weitere Funktionstörungen einstellen“, sagte Hauptgeschäftsführer Jörg Ansorg (Berlin) vom Berufsverband der Deutschen Chirurgen am Sonntagabend im Interview mit dem Pay-TV-Sender Sky Sport News HD: „Das Kopftrauma ist eine Folge von Gewalteinwirkung auf den Schädel und das Koma die Folge einer vermutlich zwischen Schädeldach und Gehirn aufgetretenen Blutung. Aufgrund des dadurch steigenden Drucks stellen Hirnfunktionen ihren Dienst ein und der Patient verliert das Bewusstsein.“ Zur bevorstehenden Entwicklung von Schumachers Zustand wollte Ansorge keine Mutmaßungen anstellen.

+++ 6.24 Uhr: Besonders geschockt reagierte Schumachers ehemaliger Ferrari-Teamkollege Felipe Massa. „Ich bete für Dich, mein Bruder. Ich hoffe, Du erholst Dich schnell. Gott segne Dich, Michael“, schrieb der Brasilianer. Der frühere Formel-1-Weltmeister Kimi Räikkönen (Finnland) beschwor ebenfalls höheren Beistand für seinen einstigen Rivalen: „Gott segne Dich. Sei stark, Michael“, twitterte der künftige Ferrari-Pilot. Ex-Weltmeister und Schumachers früherer Titelkonkurrent Jenson Button (Großbritannien) vertraute denn auch auf die Kämpferqualitäten seines ehemaligen Rivalen: „Meine Gedanken sind bei Michael Schumacher in diesen harten Zeiten. Er hat mehr als jeder andere die Kraft, da durchzukommen.“

Die Formel-1-Weltmeister seit 1969

Niki Lauda (Foto), Ayrton Senna und Michael Schumacher: Diese Motorsport-Legenden dominierten die Formel 1 über Jahre hinweg. Ein Überblick über die Weltmeister der vergangenen 41 Jahre.  © Getty Images
1969: Jackie Stewart (Schottland), Matra-Ford © mm
1970: Jochen Rindt (Österreich), Lotus-Ford © Getty Images
1971: Jackie Stewart (Schottland), Tyrrell-Ford © Getty Images
1972:  Emerson Fittipaldi (rechts, Brasilien), Lotus-Ford © Getty Images
1973 Jackie Stewart (Schottland), Tyrrell-Ford © Getty Images
1974 Emerson Fittipaldi (Brasilien), McLaren-Ford © Getty Images
1975: Niki Lauda (Österreich), Ferrari © Getty Images
1976: James Hunt (England), McLaren-Ford © Getty Images
1977: Niki Lauda (Österreich), Ferrari © Getty Images
1978: Mario Andretti (USA), Lotus-Ford © Getty Images
1979: Jody Scheckter (Südafrika), Ferrari © Getty Images
1980: Alan Jones (Australien), Williams-Ford © Getty Images
1981: Nelson Piquet (Brasilien), Brabham-Ford © Getty Images
1982: Keke Rosberg (Finnland), Williams-Ford © Getty Images
1983: Nelson Piquet (Brasilien), Brabham-BMW © Getty Images
1984: Niki Lauda (Österreich), McLaren-Porsche Turbo © Getty Images
1985 Alain Prost (Frankreich) McLaren-Porsche Turbo © Getty Images
1986: Alain Prost (Frankreich), McLaren-Porsche © Getty Images
1987: Nelson Piquet (Brasilien), Williams-Honda Turbo © Getty Images
1988: Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda Turbo © Getty Images
1989: Alain Prost (Frankreich), McLaren-Honda © Getty Images
1990 Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda © Getty Images
1991 Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda © Getty Images
1992: Nigel Mansell (England), Williams-Renault © Getty Images
1993: Alain Prost (Frankreich), Williams-Renault © Getty Images
1994: Michael Schumacher (Kerpen), Benetton-Ford © Getty Images
1995: Michael Schumacher (Kerpen, auf dem Foto mit Benetton-Boss Flavio Briatore), Benetton-Renault © Getty Images
1996: Damon Hill (England), Williams-Renault © Getty Images
1997: Jacques Villeneuve (Kanada), Williams-Renault © Getty Images
1998: Mika Häkkinen (Finnland), McLaren-Mercedes © Getty Images
1999: Mika Häkkinen (Finnland), McLaren-Mercedes © Getty Images
2000: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2001: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2002: Michael Schumacher (Kerpen) Ferrari © Getty Images
2003: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2004: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2005: Fernando Alonso (Spanien), Renault © Getty Images
2006 Fernando Alonso (Spanien), Renault © Getty Images
2007: Kimi Räikkönen (Finnland), Ferrari © Getty Images
2008: Lewis Hamilton (Großbritannien), McLaren-Mercedes © Getty Images
2009: Jenson Button (Großbritannien), Brawn GP © Getty Images
2010: Sebastian Vettel (Deutschland), Red Bull © dapd

+++ 5.20 Uhr: Informationen des Fachportals motorsport-total.com ist sowohl Todt und Brawn als auch Peil der Zutritt zur inzwischen für die Öffentlichkeit angeriegelten Klinik gewährt worden. Der französische Ex-Pilot Olivier Panis, der Schumacher ebenfalls besuchen wollte, wurde hingegen zurückgewiesen.

+++ 5.10 Uhr: Langjährige Wegbegleiter von Michael Schumacher eilen nach dem schweren Ski-Unfall des Formel-1-Rekordweltmeisters ans Krankenbett des Idols nach Frankreich. Nach Bild-Informationen sind Jean Todt (Frankreich) und Ross Brawn (England) in der Nacht zum Montag im Universitätsklinikum Grenoble eingetroffen, wo Schumacher wegen eines Kopftraumas mit Koma auf der Intensivstation liegt. Auch Schumachers Leibarzt Johannes Peil (Bad Nauheim) befand sich laut Sky am Sonntagabend schon in der früheren Olympia-Stadt. 

+++ 5.00 Uhr: Schumacher ist bei der Einlieferung in das Universitätskrankenhaus in Grenoble nicht mehr bei Bewusstsein gewesen. Das teilte die Klinikleitung am Sonntagabend mit. Schumacher habe sofort operiert werden müssen, er befinde sich weiter in einem "kritischen Zustand", hieß es in der am Sonntagabend veröffentlichten Erklärung weiter. Der siebenfache Formel-1-Weltmeister war am späten Vormittag bei einem Ski-Unfall in den französischen Alpen auf den Kopf gestürzt.

Michael Schumacher hat sich bei einem Ski-Unfall lebensgefährlich verletzt. Der siebenfache Formel-1-Weltmeister sei bei der Einlieferung in das Universitätskrankenhaus in Grenoble nicht mehr bei Bewusstsein gewesen, teilte die Klinikleitung am Sonntagabend mit. Schumacher habe sofort operiert werden müssen, er befinde sich in einem "kritischen Zustand". Wir berichten hier im Live-Ticker.

dpa/sid/AFP

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