Fast zwanzig Jahre Zusammenarbeit

Nach „bitterer Diagnose“: Ex-Schumacher-Manager Willi Weber offen über seine Schlaganfall-Folgen

Willi Weber (l.) und sein Klient Michael Schumacher im Jahr 2009.
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Willi Weber (l.) und sein ehemaliger Klient Michael Schumacher im Jahr 2009.

Willi Weber war fast zwanzig Jahre lang Manager von Michel Schumacher. Nach seinem Schlaganfall sprach er über seinen heutigen Zustand und die Folgen.

  • Willi Weber begleitete Michael Schumacher von 1988 bis 2009 als Manager.
  • Der 78-Jährige erlitt im vergangenen Sommer einen Schlaganfall.
  • Nun spricht Weber über die Folgen und seinen heutigen Zustand.

Regensburg - Ende der Achtzigerjahre stellte die Begegnung zwischen Willi Weber und dem damaligen Nachwuchsfahrer Michael Schumacher die Weichen für eine goldene Motorsport-Ära. Weber, der damals den Formel-3-Rennstall WTS (Weber-Trella Stuttgart) betrieb, setzte auf den jungen Schumacher und brachte ihn Anfang der Neunziger in der Formel 1 unter, wo er Geschichte schreiben sollte. Der Förderer des siebenfachen Formel-1-Weltmeisters erlitt im letzten Sommer einen Schlaganfall und sprach kürzlich über seinen aktuellen Gesundheitszustand.

Formel 1: Schumacher-Manager Willi Weber erlitt Schlaganfall - noch heute leidet er unter den Folgen

Ende August machte Weber seine gesundheitlichen Probleme öffentlich und sprach gegenüber Bild offen über seinen Schlaganfall. „Ich bin nachts aufgewacht und wollte ein Glas Wasser greifen. Das wollte aber einfach nicht in meine Hand. Ich dachte, dass ich am Tag im Fitnessstudio zu viel Oberarme trainiert habe und bin wieder eingeschlafen“, erzählte er. Am Morgen könnte er „nicht mehr sprechen“, seine Frau rief den Notarzt, die „bittere Diagnose“ folgte in der Klinik.

Anfang des Jahres meldete sich Weber erneut gegenüber Bild zu Wort und redete offen über die Folgen des Schlaganfalls. „Ich habe Probleme beim Sprechen – ein Bein und einen Arm kann ich noch nicht richtig bewegen“, meint der Ex-Manager, der unter anderem auch das Model Naomi Campbell vertrat.

Formel 1: So helfen drei Hunde dem ehemaligen Schumacher-Manager nach seinem Schlaganfall

Der 78-Jährige kämpft sich zurück ins Leben, wobei ihm seine drei Hunde eine Hilfe sind. „Die frische Luft und die Bewegung tun mir gut. Unter sechs Kilometer mache ich es nicht – bei jedem Wind und Wetter. Die Hunde sind mein wahres Fitness-Programm“, erzählt der Schumacher-Förderer dem Blatt. Nur sein zwölfjähriger Vierbeiner namens Wolfi macht ihm ab und an noch Probleme, wie Weber berichtet. „Der deutsche Spitz hört leider überhaupt nicht, aber so wird das Gassigehen auch etwas spannender.“

Weber leidet noch unter den Folgen des Schlaganfalls, doch die Aussagen stimmen die Formel-1-Fans optimistisch. Der Unternehmer, der Schumacher bis zu dessen Comeback 2010 repräsentierte, scheint dennoch auf einem guten Weg zu sein. (ajr)

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