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Großer Druck auf Mick Schumacher: „Wie im normalen Leben ein Adeliger zu sein“

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Mick Schumacher geht in seine zweite Saison in der Formel 1. Zwar werden von ihm im Haas auch heuer keine Wunderdinge erwartet, aber allein sein Name verpflichtet.

München/Sakhir  - Am Sonntag startet die neue Saison in der Formel 1! Mit dem Großen Preis von Bahrain (hier im Live-Ticker) schickt sich der amtierende Weltmeister Max Verstappen an, den Titel im Red Bull zu verteidigen. Das will Herausforderer und Rekord-Champion Lewis Hamilton natürlich verhindern.

Mit dem Kampf um die WM-Krone hat Mick Schumacher aller Voraussicht nach aus in diesem Jahr nicht zu tun. Dafür ist sein Haas einfach zu unterlegen, sodass selbst ein Rennen in die Punkte nahezu aussichtslos ist. Der 22-Jährige muss sich also noch etwas gedulden, wenn er irgendwann einmal in die gigantischen Fußstapfen seines Vaters treten will.

Michael Schumacher wurde insgesamt siebenmal Formel-1-Weltmeister und gilt als einer der größten Rennfahrer aller Zeiten. Klar, dass Mick dadurch viel mehr im Fokus steht als andere F1-Fahrer. Für Haas-Teamchef Günther Steiner schlägt sich der Youngster allerdings sehr gut.

Formel 1: Großer Druck auf Mick Schumacher! „Wie im normalen Leben ein Adeliger zu sein“

„Mick geht mit dem Nachnamen seines Vaters sehr gut um“, so der Südtiroler: „Er nutzt ihn nicht zu seinem Vorteil und deswegen kann man stolz auf ihn sein“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Bahrain im Interview vor dem ersten Grand Prix der Saison. „Diesen Nachnamen im Rennsport zu haben, ist wie im normalen Leben Adeliger zu sein. Du trägst diesen Nachnamen und musst zeigen, dass du seiner würdig bist. Mick ist damit aufgewachsen und macht das gut.“

Mick Schumacher mit Helm blickt auf die Rennstrecke
Mick Schumacher startet in seine zweite Formel-1-Saison. © IMAGO / Motorsport Images

Schumi Junior hat in diesem Jahr sogar einen neuen Teamkollegen, nachdem Haas die Zusammenarbeit mit dem Russen Nikita Mazepin kürzlich wegen des Ukraine-Kriegs beendet hat. Im vergangenen Jahr ging das Team mit zwei Rookies an den Start, nun fährt der erfahrene Kevin Magnussen an der Seite von Schumacher. Derweil packt Kai Ebel über Papa Michael aus: Dessen „Karriere begann mit einer großen Lüge“.

Davon soll der Youngster nun profitieren. „Mick ist zuversichtlich, dass es nach vorne geht. Er hat das vergangene Jahr genutzt, um zu lernen“, erklärt Steiner weiter: „Ich sehe ihn in sehr guter Verfassung, auch mental. Ich glaube, Kevin (Magnussen, Anm.d.Red.) ins Team zu holen, war für ihn positiv. Er hat einen erfahrenen Teamkollegen, der sich hier auskennt, und Mick lernt schnell. Wenn du als Fahrer eine Referenz hast, hilft es dir, besser zu werden. Mick kann Kevin dazu nutzen, noch schneller zu wachsen.“

Am Sonntag startet die Formel 1 mit dem Großen Preis von Bahrain in Sakhir in die neue Saison. In den Trainingseinheiten lieferte Mick Schumacher bislang ordentliche Leistungen ab. (smk/dpa/sid)

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