Sohn von Michael Schumacher

Mick Schumacher und sein Weg in die Formel 1: Früher fuhr er unter falschem Namen

Mick Schumacher könnte schon bald in der Formel 1 fahren.
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Mick Schumacher könnte schon bald in der Formel 1 fahren.

Mick Schumacher wird über kurz oder lang in der Formel 1 landen. Das bisherige Leben des Sohnes von Michael Schumacher im Motorsport ist gezeichnet von Erfolgen.

München - Wenn man als Sohn einer Formel-1-Legende geboren wird, ist der Weg eigentlich schon vorgezeichnet. Mick Schumacher wird aller Voraussicht nach irgendwann in der Königsklasse des Motorsports fahren.

Bereits früh zeichnete sich ab, dass der Sohn von Michael Schumacher großes Talent besitzt. Das Ziel: Formel 1! Bereits 2008 begann er im Alter von neun Jahren seine Kart-Karriere. Kurioserweise unter dem Namen Mick Betsch, was der Mädchenname seiner Mutter Corinna ist. Die Schumachers wollte keine größere Aufmerksamkeit und ihren Sprössling nicht von vornherein dem medialen Druck aussetzen.

„Ich war elf Jahre alt und saß mit meinem Vater in einem Renntruck an der Kartbahn in Kerpen“, verrät Mick Schumacher im Playboy: „Er hat mir in die Augen geguckt und mich gefragt: ‚Willst du das ernsthaft?‘ Ich habe nur genickt. Seither ordne ich dem Wunsch, in die Formel 1 zu kommen, alles unter.“

Mick Schumacher und sein Weg in die Formel 1: Früher fuhr er unter falschem Namen

Bereits 2011 und 2012 fuhr Mick Schumacher in der KF3-Klasse des ADAC Kart Masters und erreichte dort einen respektablen neunten und siebten Platz. 2013 wurde er bei der deutschen Junioren Kart-Meisterschaft Dritter. Im Jahr darauf fuhr Schumacher unter dem Namen Mick Junior in nationalen und internationalen Juniorenmeisterschaften.

Bei der Europa- und Weltmeisterschaft wurde Mick Schumacher 2014 jeweils Zweiter. Trotz der Versuche der Familie Schumacher Sohn Mick möglichst von der Öffentlichkeit fernzuhalten gelang dies nicht und so berichtete auch die internationale Presse über seine Erfolge im Kartsport.

Ende des Jahres 2014 wechselte Mick Schumacher dann vom Kart in die nächste Klasse und absolvierte im Alter von 15 Jahren bereits Testfahrten in einem Formel-4-Fahrzeug. Der letztlich absehbare Wechsel in den Formelsport vollzog Mick Schumacher dann 2015, als er bei Van Amersfoort Racing ein Cockpit ergatterte. Sein Teamkollege dort war Harrison Newey, der Sohn von Motorsportingenieur Adrian Newey, der bei Red Bull Racing tätig ist.

Mick Schumacher und sein Weg in die Formel 1: Fährt er bald für Ferrari?

In der Formel 4 fuhr Mick Schumacher dann auch erstmals unter seinem richtigen Namen. Seinen ersten Sieg in einem Formel-4-Wagen holte er dann auch gleich in Oschersleben, wo er beim dritten Rennen von Platz zwei startend Erster wurde. Letztlich wurde Schumacher nach zwei Podestplätzen Zehnter.

Anfang 2016 wechselte er zum Prema Powerteam in die deutsche und italienische Formel-4-Meisterschaft. Dort gewann er die ersten beiden Saisonrennen. Zudem siegte er unter anderen in Imola und Monza. Für den Titel reichte es aber letztlich nicht - und er belegte am Saisonende Platz zwei.

Nachdem Mick Schumacher in der MRF Challenge Formel 2000 insgesamt zwei Läufe gewinnen konnte, wechselte er 2017 in die europäische Formel 3, in der weiterhin für das Prema Powerteam fuhr. In dieser Saison gelang ihm ein Podestplatz und der damals 18-Jährige wurde insgesamt Zwölfter.

Mick Schumacher und sein Weg in die Formel 1: Auf den Spuren von Vater Michael

Die anschließende Saison sollte seine bis dahin erfolgreichste werden. Ausgerechnet in Spa-Francorchamps gewann er sein erstes Formel-3-Rennen und startete von da an richtig durch. Am Ende der Saison gelang es Mick Schumacher tatsächlich den Meistertitel zu erringen, als er sich mit 365 Punkten gegen Daniel Ticktum durchsetzte.

Auch 2019 blieb er seinem Team treu, fuhr allerdings für das Prema Powerteam in der FIA-Formel-2-Meisterschaft. Zudem wurde Mick Schumacher die Ehre zu Teil, in das Nachwuchsförderprogramm der Ferrari Driver Academy aufgenommen zu werden, weshalb er auch bereits erste Testfahrten als sogenannter „Young Driver“ bei Ferrari und Alfa Romeo Racing auf dem Kurs in Bahrain absolvierte.

Mick Schumacher und sein Weg in die Formel 1: Erste Erfolge in der Formel 2

In der Formel 2 schloss er seine erste Saison auf Rang zwölf ab. Doch in der aktuellen sieht es für den 21-Jährigen wesentlich besser aus, weshalb der Traum von der Formel 1 immer näher rückt, was Mick Schumacher auch bekräftigte. „Es gibt keinen Plan B, und es gab nie einen. Denn wenn es einen Plan B gibt, verfolgt man Plan A nicht wirklich“, sagte der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher.

Sein Vater Michael wurde siebenmal Formel-1-Weltmeister. Seit einem schweren Ski-Unfall 2013 lebt der Kerpener von der Öffentlichkeit abgeschirmt. Sein Onkel Ralf Schumacher fuhr ebenfalls in der Formel 1 und ist inzwischen als Sky-Experte tätig. Dessen Sohn David, Micks Cousin, geht in der Formel 3 an den Start. (smk)

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