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Formel 1: WM-Titel für Schumacher? „Mick hat die Anlagen“

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Von: Kai Hartwig

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Formel-1-Pilot Mick Schumacher lächelt
Mick Schumacher will eines Tages Formel-1-Weltmeister werden. © James Gasperotti/dpa

Sein Vater prägte die Formel 1. Doch auch Michael Schumachers Sohn Mick überzeugt in der Königsklasse des Motorsports. Ein Teamchef traut ihm Großes zu.

München – In seiner ersten Saison in der Formel 1 hat es Mick Schumacher nicht immer leicht. Der Rookie muss sich im unterlegenen Haas-Boliden der Konkurrenz erwehren. Auch die Zusammenarbeit mit Teamkollege Nikita Mazepin ist für Schumacher nicht immer einfach. Der temperamentvolle Russe sorgt mit seinem aggressiven Fahrstil immer wieder für Aufsehen.

Oftmals steht Schumacher nach dem Qualifying gemeinsam mit Mazepin in der letzten Startreihe. Für einen WM-Punkt reichte es für beide Haas-Fahrer bislang noch nicht. Trotzdem ist sich Teamchef Günther Steiner sicher, dass in Schumacher ein enormes Potenzial schlummert. Der Italiener glaubt sogar, Mick Schumacher könne in Zukunft in der Formel 1 auch um den WM-Titel mitfahren.

Formel 1: Haas-Boss schwärmt von Schumacher – „Mick hat die Anlagen“ zum Weltmeister

„Mick hat die Anlagen, auch wenn man jetzt noch nicht mit Sicherheit sagen kann, dass er Weltmeister wird“, sagte Steiner Sport1. „Ich glaube aber an ihn. Er hat auch den Trieb dazu, er will Weltmeister werden, und das ist auch wichtig.“

Aktuell ist Schumacher im Haas weit davon entfernt, mit den Großen der Szene wie Weltmeister Lewis Hamilton oder Max Verstappen mitzuhalten. Der Neuling sammelt in seiner Premierensaison vielmehr wichtige Erfahrungen. Allerdings hofft Steiner, dass der Wagen des Haas-Rennstalls bereits in den Rennen der Saison 2022 deutlich weiter vorne zu finden ist. Das US-Team setzt auf das komplett neue Reglement im kommenden Jahr und erhofft sich dadurch einen deutlich Leistungssprung.

Das könne sich im Erfolgsfall auch positiv auf Schumachers weiteren Karriereweg auswirken. Der Sohn des Rekordweltmeisters Michael Schumacher müsse „zur richtigen Zeit am richtigen Ort“ sein. „Umso besser man ist, desto größer die Chance, die richtigen Entscheidungen zu treffen und auch von den richtigen Teams mit dem besten Auto engagiert zu werden“, erklärte der Haas-Teamchef.

Bereits jetzt ist Steiner vollkommen zufrieden mit Mick Schumachers Entwicklung. In der laufenden Formel-1-Saison 2021 habe der Youngster „eine sehr gute Entwicklung durchgemacht, er kann damit happy sein, was er gelernt hat. Ich denke, das bereitet ihn gut auf 2022 vor. Es wird sicher noch den ein oder anderen Fehler geben. Mick ist 22 Jahre alt, das ist noch immer sehr jung. Und die Formel 1 ist eine sehr schwierige Welt.“

Formel 1: Haas-Teamchef sieht Parallelen zu Mick Schumachers Vater – „Michael war genauso“

Der ewige Vergleich mit Vater Michael, der die Formel 1 jahrelang prägte und zu den größten Legenden dieser Sportart zählt, wiegt für Mick Schumacher sicher schwer. Dennoch erkannte Steiner durchaus einige Parallelen zwischen Vater und Sohn.

„Ich habe leider nie mit Michael zusammengearbeitet, aber unsere Motor-Jungs von Ferrari sagen: Michael war genauso“, sagte der Haas-Boss über Mick Schumachers Umgang mit den Team-Mechanikern. „Mick macht das Ganze auch sehr ehrlich. Er schauspielert nicht, geht auf die Jungs ein, und die lieben ihn dafür. Sie stehen richtig hinter ihm. Das ist schön zu sehen, speziell in einem schwierigen Jahr, wie wir es im Moment durchleben.“

Der Haas-Pilot selbst hatte kürzlich selbstbewusst angekündigt, dass er den WM-Titel zum Ziel habe. „Ich habe schon das Gefühl, dass ich es schaffen kann, eines Tages Weltmeister zu werden“, sagte Mick Schumacher dem Sportbuzzer. (kh)

  

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