Drastische Worte

Formel-1-Teamchef ermahnt Youngster um Mick Schumacher - „Aus einer Kuh kannst du keinen Tiger machen“

Vor Mick Schumachers zweitem Rennen in der Königsklasse appellierte ein Teamchef eines Konkurrenten mit drastischen Worten an die Youngster der Formel 1.

Imola - Nach seinem Debüt in Bahrain steht für Mick Schumacher ein ganz besonderes Rennen an. Im italienischen Imola (Rennen hier im Live-Ticker) konnte sein Vater Michael gleich siebenmal den Grand Prix der Emilia Romagna gewinnen, so oft wie kein anderer Formel-1-Pilot. Nun geht Mick auf der legendären Strecke an den Start. Im Vorfeld gab es jedoch auch mahnende Worte vom Teamchef eines anderen Rennstalls.

Formel 1: Schumacher hofft auf ein „Crazy Race“ - Alpha-Tauri-Teamchef mit Lob und Mahnung

Am Sonntag will sich Schumacher im berühmten Autodromo Enzo e Dino Ferrari erneut beweisen und „weiterhin lernen“. Der 22-Jährige wagte bei der Pressekonferenz vor dem Rennwochenende am Donnerstag einen optimistischen Ausblick auf seinen zweiten Formel-1-Start. „Wenn es ein Crazy Race gibt, etwa ein nasses Rennen, können wir vielleicht doch Punkte mitnehmen“, meint der Haas-Pilot, der bei seinem allerersten Auftritt in Bahrain immerhin auf Rang 16 landete.

Einer der sich mit der Ausbildung von jungen Fahrern bestens auskennt, ist Franz Tost. Der 65-Jährige gab im Fachmagazin Auto, Motor und Sport eine Einschätzung zum Sohn des siebenfachen Weltmeisters. „Mick ist nicht der Typ Fahrer, der sich in ein Auto setzt und sofort alles riskiert“, lobt der Österreicher. „Er macht es Schritt für Schritt und schaut, dass er alles unter Kontrolle hat, um dann richtig zuzuschlagen“, so der langjährige Teamchef von Alpha-Tauri.

Formel 1: Franz Tost mit kernigen Aussagen in Richtung Youngster - „Hängt davon ab, wie viel Hirn ein Fahrer besitzt“

Tost ist selbst Ausbilder und weiß, worauf es bei jungen Fahrern ankommt. „Ich könnte jetzt natürlich wieder brutal werden und sagen: Aus einer Kuh kannst du keinen Tiger machen. Es hängt am Ende immer davon ab, wie viel Hirn ein Fahrer besitzt und dann im Cockpit auch einschaltet“, lautet sein Appell an die Formel-1-Youngster um Schumacher.

Er selbst habe in seiner „langen Zeit im Motorsport festgestellt, dass sich am Ende nur die Fahrer durchsetzen, die intelligent sind und wissen, warum sie etwas machen - und die sich auch entsprechend benehmen“. Mick Schumacher scheint bislang die Kriterien zu erfüllen, am Wochenende könnte er möglicherweise seine ersten WM-Punkte holen. (ajr)

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