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Mick Schumachers Zukunft bei Ferrari? Teamchef Steiner: „Haben da ein Mitspracherecht“

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Von: Antonio José Riether

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Fährt Mick Schumachers in Zukunft für Ferrari? Haas-Teamchef Günter Steiner kommentierte jüngst die Vereinbarung zwischen der Scuderia und seinem Rennstall.

Kannapolis - Langsam aber sicher scheint Mick Schumacher in der Formel 1 angekommen zu sein. Der Sohn des siebenfachen Weltmeisters Michael Schumacher holte bei den letzten zwei Grand-Prix-Rennen in Silverstone und Spielberg seine ersten WM-Punkte seit seinem Debüt in der Königsklasse. Sein Teamchef Günther Steiner forderte in den vergangenen Wochen eine Leistungssteigerung des 23-Jährigen und sah diese schließlich bei den letzten Rennen. Nun sprach der Haas-Teamleiter über die Zukunft von Schumi-Junior.

Mick Schumacher
Geboren: 22. März 1999 in Vufflens-le-Château, Schweiz
Nationalität: Deutsch
Starts in der Formel 1: 32
Rennstall: Haas

Haas-Teamchef Günther Steiner spricht über Familie von Mick Schumacher: „Sein Papa ist ja auch da“

In einem Interview mit dem Portal Motorsport-Total sprach Steiner ausführlich über seinen Schützling, dessen familiäres Umfeld sowie seinen möglichen nächsten Rennstall. Zwar erhält Schumacher zuhause viel Rückhalt, einen echten Mentor hat er mit Ausnahme seiner Hauptbezugsperson Sebastian Vettel allerdings nicht. „Es stimmt, dass er keine starke Rennfahrerfigur um sich herum hat“, bestätigte Steiner. „Er könnte so jemanden ja haben, wenn er das möchte. Vielleicht will er das gar nicht“, fügte er hinzu.

Ein Vorbild unter den aktiven Fahrern, das ihn mit Tipps versorgt, hat Schumacher also nicht direkt. Dafür habe er jedoch „eine starke Familie um sich herum, die sich sehr gut um ihn kümmert“, meint sein Vorgesetzter und schneidet ein sensibles Thema an. „Sein Papa ist ja auch da. Vielleicht reicht ihm das“, so Steiner. Michael Schumacher erlitt bei einem Skiunfall im Dezember 2013 ein Schädel-Hirn-Trauma und wird seitdem von der Öffentlichkeit abgeschirmt.

Günther Steiner leitet seit 2014 die Geschicke beim Haas-Team.
Günther Steiner leitet seit 2014 die Geschicke beim Haas-Team. © Sebastian Gollnow/dpa

Zwar kann sich Mick auf sportlicher Ebene noch längst nicht mit seinem erfolgreichen Vater messen, jedoch könnte er künftig einen ähnlichen Weg wie der Rekordweltmeister einschlagen. Motorsport-Total sprach diesbezüglich mit Günter Steiner über die Vereinbarung zwischen Ferrari und Haas, wonach eines der Cockpits des Topteams mit einem Ferrari-Junior besetzt werden könnte. Ferrari und Haas arbeiten eng zusammen, so fährt der Haas-Bolide etwa mit einem Ferrari-Motor.

Tauziehen um Schumacher zwischen Ferrari und Haas? Günther Steiner: „Haben ein Mitspracherecht“

Steiner wollte daraufhin keinen allzu genauen Ausblick geben. „Das müssen wir sehen. Ich werde über keine Ferrari-Verträge mit uns sprechen. Und auch nicht über Verträge zwischen Ferrari und Mick, weil ich die im Detail auch nicht kenne“, sagte der 57-Jährige. Die Abmachung sei allerdings „nicht so eindeutig“, wie sie nach außen scheint. Dem Südtiroler zufolge solle man also „nicht schlussfolgern, dass uns Ferrari sagt, was wir tun müssen. Wir haben da ein Mitspracherecht.“

Bald könnte es also zu einem Tauziehen zwischen Haas und Ferrari kommen, Steiner erwartet nach der Sommerpause erste Verhandlungen. Der Ferrari-Teamchef Mattia Binotto, skizzierte jedenfalls schon den künftigen Plan mit Schumacher. „Wir haben Mick als einen unserer jungen Piloten beim Haas-Rennstall untergebracht. Das Ziel muss darin bestehen, dass er sich im zweiten Jahr, also 2022, markant steigert“, wurde der Italiener beim Portal Speedweek zitiert und meinte vielsagend: „Wir bilden nicht Fahrer für die Formel 1 aus, sondern Fahrer für den Rennstall Ferrari.“ (ajr)

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