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Haas benachteiligt Mick Schumacher: Teamkollege bekommt neue Teile, er nicht

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Von: Marius Epp

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Dämpfer für Mick Schumacher: Während Teamkollege Kevin Magnussen mit neuen Teilen ausgestattet wird, geht der Deutsche leer aus.

Le Castellet - Nein, das war nichts: Beim Großen Preis von Frankreich konnte Formel-1-Fahrer Mick Schumacher seinen Aufwärtstrend nicht fortsetzen. Nach seinen ersten Punktgewinnen in den letzten beiden Rennen lief es in Le Castellet so gar nicht für den Haas-Piloten.

Schon im Qualifying war der Wurm drin. Seine fliegende Runde hätte locker für Q2 gereicht, wurde ihm aber wegen Überschreitung der Streckenbegrenzungen aberkannt. Im Rennen (hier im Ticker zum Nachlesen) lief es dann nicht viel besser: Vom Chinesen Guanyu Zhou wurde der Deutsche zu einem Dreher gezwungen und erreichte nur Platz 15.

Mick Schumacher erleidet Rückschlag in Frankreich: „Haben ein paar Sachen gelernt“

„Wir haben ein paar Sachen gelernt und hoffen, dass wir es in Budapest besser machen können“, bilanzierte Schumacher. Allerdings dürfte sein Teamkollege Kevin Magnussen in Ungarn die besseren Karten haben: Der Däne bekommt neue Aerodynamik-Teile, die den Haas schneller machen sollen. Schumacher geht hingegen leer aus.

Mick Schumacher schaut grimmig.
Mick Schumacher muss in Ungarn ohne neue Teile am Auto klarkommen. © JOHANN GRODER/AFP

Die Ungleichbehandlung ist recht einfach erklärt: Magnussen zeigte bisher die besseren Leistungen und steht in der Fahrerwertung vor Schumacher. Vor der Sommerpause hat das Team nur neue Teile für ein Auto zur Verfügung. „Selbst für das eine Auto werden wir kaum Ersatzteile haben. Wir hatten dieses Jahr viele Unfälle und haben unsere ganzen Materialien deshalb aufgebraucht“, erklärte Haas-Teamchef Günther Steiner.

Mick Schumacher bekommt kein Upgrade in Ungarn - obendrein droht Motorstrafe

Die meisten dieser Unfälle fabrizierte Schumacher, ein weiterer Grund, warum er beim neuen Update das Nachsehen hat. „Es ist okay“, akzeptierte der 23-Jährige die Entscheidung seiner Bosse schmallippig. Es gibt noch einen weiteren Grund zur Sorge: Schumacher droht beim kommenden Rennen auf dem Hungaroring eine Gridstrafe, weil sein Motor bald getauscht werden muss.

Bei Magnussen war es schon in Frankreich so weit, bei Mick läuft die Power Unit auch schon im roten Bereich. In Ungarn wäre eine Motorstrafe besonders bitter, da das Überholen dort extrem schwer ist. Offenbar wird es zu der „Höchststrafe“ (altes Aero-Paket und Startplatz 20) aber nicht nicht kommen, da Teamchef Steiner sich dafür eingesetzt hat, den Motor noch etwas länger laufen zu lassen. Wenigstens etwas. (epp)

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