Haas-Pilot über Karriere und Familie

Mick Schumacher wegen Vater Michael im Fokus: Lässiger Satz zeigt, wie wenig ihm der Druck ausmacht

Mick Schumacher startet in wenigen Wochen in der Formel 1.
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Mick Schumacher startet in wenigen Wochen in der Formel 1.

Mick Schumacher startet bald in der Formel 1. Kürzlich redete er über die Unterstützung seiner Eltern auf seinem Weg und seine Rolle in der Königsklasse.

London - Mit Mick Schumacher feiert ein großer Name in gut drei Wochen sein Comeback in der Formel 1, beim Auftakt in Bahrain wird der 21-Jährige erstmals starten. Vor seinem Debüt in der Königsklasse sprach der Sohn der Motorsport-Legende Michael Schumacher über seinen bisherigen Weg und die Unterschiede zu seinem Vater.

Mick Schumacher: Haas-Debütant über Karriere-Start - „Ich stand da mit meinem Papa zusammen“

Der künftige Haas-Pilot erinnert sich im Interview mit dem Spiegel an die Anfänge seiner noch jungen Karriere. Besonders an den Moment, als er beschloss, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, kann sich Mick „sehr genau“ erinnern. „Das war 2011 auf der Kartbahn in Kerpen, ich war zwölf“, erzählt er. „Ich stand da mit meinem Papa zusammen, und wir haben darüber gesprochen, ob ich das weiter als Hobby betreiben oder ob ich das Rennfahren auf einer professionellen Basis durchziehen und zum Beispiel auch an internationalen Rennen teilnehmen möchte. Meine Antwort war klar.“

Seine Eltern haben daraufhin „sehr positiv und unterstützend“ reagiert. „In den Jahren darauf bin ich dann auch für ein Werksteam Kart gefahren, war bei Welt- und Europameisterschaftsrennen“, meint der talentierte Rennfahrer. Unter Druck gesetzt habe ihn seine Familie allerdings nie. „Sie haben mich nie zu etwas gezwungen. Ich wollte das immer selbst machen. Wenn es darum ging, wo ich ein Rennen fahren darf, war ich derjenige, der genervt hat. Nicht meine Eltern“, verrät er.

Als Mick seine Entscheidung traf, widmete sich die Familie seinem Karriereziel. „Zu den Kartrennen sind wir alle zusammen gefahren. Papa, Mama, meine Schwester Gina, wir haben einen Familientrip daraus gemacht“, blickt der Formel-1-Debütant auf seine Jugend zurück. Ende März wird sich der lange Weg gelohnt haben, wenn der gebürtige Schweizer erstmals in der Beletage des Motorsports startet.

Mick Schumacher: Haas-Pilot über seine Rolle in der Formel 1 - „Muss einen anderen Weg gehen“

Der Youngster trainiert hart für seine Ziele und ähnelt auch sonst in vielerlei Hinsicht seinem Vater, doch er möchte auch eigene Fußspuren hinterlassen. „Natürlich ist er mein Idol, und ich schaue mir an, worauf er als Rennfahrer Wert gelegt hat. Es ist aber schwierig, meinen Papa nachzuahmen“, muss der Haas-Pilot gestehen. „Ich muss eh einen anderen Weg gehen, schon allein weil sich die Formel 1 verändert hat. Man muss in der Gegenwart leben.“

In seinem ersten Formel-1-Jahr wird Mick Schumacher wohl oder übel stets im Fokus stehen und mit seinem berühmten Vater verglichen werden. Ihm selbst macht es nichts aus, nicht einfach nur Mick Schumacher sein zu können, wie er mit einer lässigen Antwort zeigt. „Nein, wieso sollte mich das stören? Ich bin ja der Sohn meines Papas, das ist völlig okay.“ Sollte er sich bei seinem ersten Rennen ebenso locker präsentieren, kann nicht mehr viel schief gehen. (ajr)

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