Deutscher Automobilrennfahrer

Mick Schumacher: Sein Weg in die Formel 1 – Karriere, Stationen und Erfolge

Formel-2-Weltmeisterschaft, vor der Qualifikation. Formel-2-Fahrer Mick Schumacher spricht mit Journalisten auf der Yas Marina Rennstrecke
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Mick Schumacher macht wie sein Vater Michael eine Karriere als Rennfahrer

Mick Schumacher stammt aus einer erfolgreichen Rennfahrer-Familie. Er selbst hat sich als Fahrer in verschiedenen Rennkategorien etabliert und ist mittlerweile für das Team Haas tätig.

  • Mick Schumacher ist ein deutscher Rennfahrer, der ab der Saison 2021 in der Formel 1 fährt.
  • Er ist Sohn der Rennsport-Legende Michael Schumacher.
  • Mick Schumacher hat bereits zahlreiche Erfolge in anderen Rennkategorien errungen.

Ahrweiler – Der Nachwuchsrennfahrer Mick Schumacher machte Lewis Hamilton am 11. Oktober 2020 ein besonderes Geschenk: Er überreichte dem Sieger des Formel-1-Rennens auf dem Nürburgring den feuerroten Helm von Michael Schumacher – der britische Rennfahrer war durch seinen 91. Sieg mit dem ehemaligen Rekordhalter gleichgezogen. Die großzügige und berührende Geste von Mick Schumacher fand große Beachtung in den deutschen und internationalen Medien.

Mick Schumacher: Herkunft und Familie

Mick Schumacher kam am 22. März 1999 im Schweizer Dorf Vufflens-le-Chateau zur Welt. Sein Vater ist der Ex-Automobilrennfahrer Michael Schumacher, zu dessen zahlreichen Erfolgen sieben Weltmeistertitel in der Formel 1 zählen. Seine Mutter, Corinna Schumacher, macht ebenso wie seine Schwester Gina-Maria Karriere im Westernreiten. Sein Onkel Ralf Schumacher und dessen Sohn David waren beziehungsweise sind ebenfalls im Automobilrennsport aktiv.

Seit 2008 lebt der Rennfahrer Mick Schumacher mit seiner Familie in Gland am Ufer des Genfer Sees. Als Managerin betreut Sabine Kehm den Nachwuchsfahrer ebenso wie Michael Schumacher und die übrigen Familienmitglieder seit vielen Jahren.

Mick Schumacher: Die Anfänge seiner Karriere als Rennfahrer

Genau wie sein Vater erwarb auch Mick Schumacher erste Erfahrungen im Motorrennsport auf der Kartrennbahn. In dieser Rennkategorie startete er erstmals im Jahre 2008. Um eine zu große Aufmerksamkeit in den Medien zu verhindern, fuhr er viele Rennen unter den Pseudonymen Mick Betsch oder Mick Junior. Betsch ist der Mädchenname seiner Mutter. Seit 2014 startet der Nachwuchs-Rennfahrer unter seinem richtigen Namen.

In seiner Karriere als Kartfahrer konnte Mick Schumacher zahlreiche Erfolge verzeichnen, unter anderem die folgenden Siege beziehungsweise Platzierungen:

  • KF3-Klasse des Euro Wintercups 2011 und 2012: Platz drei
  • KF3-Klasse der DMW-Kartmeisterschaft 2012: Platz drei
  • Deutsche Junioren-Kartmeisterschaft 2013: Platz drei
  • Deutsche Junioren-Kartmeisterschaft 2014: Platz zwei
  • Junioren-Kartweltmeisterschaft 2014: Platz zwei

2014 stieg Mick Schumacher in die Formel 4 ein und absolvierte in dieser Kategorie erste Testfahrten. Ein Jahr später nahm er an den deutschen Formel-4-Meisterschaften teil, deren Austragung in Oschersleben begann. In seinem ersten Rennen erreichte er dort den neunten Platz. Anschließend erzielte er in einem Rennen in Spielberg eine Platzierung als Zweitschnellster. Mick Schumacher beendete seine erste Saison im Formelsport auf Rang 10.

Mick Schumacher: Weitere Erfolge in der Formel 4

2016 fuhr Mick Schumacher das Rennen MRF Challenge Formel 2000, das auf dem indischen Madras Motor Race Track ausgetragen wurde. Er erreichte dabei den zehnten Gesamtplatz. Im gleichen Jahr trat er ins Prema Powerteam ein. Für dieses Team nahm er an der italienischen und deutschen Meisterschaft in der Formel 4 teil. Bei den italienischen Wettbewerbern erzielte Mick Schumacher Siege auf den folgenden Rennstrecken:

  • Misano
  • Campagno di Roma
  • Imola
  • Monza

Insgesamt schloss er die italienische Formel-4-Meisterschaft als Zweitplatzierter hinter Marcos Siebert ab.

Den gleichen Rang erreichte der Rennfahrer bei der deutschen Meisterschaft, die von Joey Mawson gewonnen wurde. Zu Mick Schumachers Erfolgen zählten die Siege auf den folgenden Strecken:

  • Lausitzring
  • Nürburgring
  • Hockenheim

In den Jahren 2016 und 2017 nahm Mick Schumacher wieder an der MRF Challenge Formel 2000 teil. Dabei gewann er jeweils zwei Rennen auf dem Bahrain International Circuit sowie auf dem Buddh International Circuit. Insgesamt kam er bei diesem Wettbewerb des internationalen Motorrennsports auf Rang drei hinter seinen Konkurrenten Harrison Newey sowie Joey Mawson.

Im Jahr 2017 stieg Mick Schumacher in die Formel 3 ein und nahm an der europäischen Meisterschaft in dieser Rennklasse für das Prema Powerteam teil. In seiner ersten Formel-3-Saison konnte er lediglich einen Podest-Platz als Erfolg verbuchen: Beim Rennen im italienischen Monza fuhr er auf Rang drei. In der Gesamtwertung schaffte der Rennfahrer eine Platzierung als Zwölfter. Darüber hinaus fuhr Mick Schumacher im Formel-3-Rennen Macau Grand Prix für sein damaliges Team, das bei diesem Wettbewerb unter dem Namen SJM Theodore Racing by Prema antrat. Der junge Formel-3-Fahrer schaffte eine Platzierung auf Rang 16.

Mick Schumacher: Seine zweite Saison in der Formel 3

Auch seine zweite Saison in der Formel 3 absolvierte Mick Schumacher für das Team Prema. Er fuhr bei den Rennen in Mogyorod sowie in Zandvoort auf den dritten Platz. Auf der Strecke Spa-Francorchamps gelang es Schumacher zum ersten Mal, ein Rennen in der Formel 3 als Erster abzuschließen. Außerdem gewann er die folgenden Wettbewerbe in dieser Rennklasse:

  • Silverstone
  • Misano
  • Nürburgring
  • Spielberg

Mit diesen Erfolgen konnte Mick Schumacher die Gesamtführung übernehmen und erreichte schließlich seinen ersten Titel als Meister in einer Formelklasse. Zweitplatzierter war Daniel Ticktum. Außerdem konnte Mick Schumacher seine Platzierung bei einer erneuten Teilnahme im Team SJM Theodore Racing by Prema am Macau Grand Prix gegenüber dem Vorjahr verbessern, indem er auf Platz Fünf landete.

Mick Schumacher: Seine Erfolge in der Formel 2

Auch im 2019 blieb der Rennfahrer Mick Schumacher seinem bisherigen Team treu und fuhr weiterhin für das Prema Powerteam. Er stieg in die nächsthöhere Rennklasse auf und nahm an der Meisterschaft in der FIA-Formel-2 teil. Er erreichte dabei den zwölften Platz in der Gesamtwertung.

Die Saison 2020 konnte Mick Schumacher im Prema Powerteam für sich entscheiden. Die Bilanz seiner Erfolge weist unter anderem sechs Rennen aus, in denen er die schnellste Runde schaffte. Insgesamt erreichte er in zehn Rennen Platzierungen auf den Podestplätzen, unter anderem in Sotschi und Monza. Als Gesamtsieger schlug Mick Schumacher den Rennfahrer Callum Ilott deutlich mit 215 gegenüber 210 Punkten.

Mick Schumacher: Rennfahrer in der Formel 1

Bereits 2019, als Mick Schumacher noch als Rennfahrer in der Formel 2 aktiv war, wurde er parallel dazu in die Ferrari Driver Academy aufgenommen. Für dieses Team nahm er an verschiedenen Testfahrten in der Formel 1 teil, unter anderem in Bahrain und Ungarn. Dabei erreichte er einen Sieg bei einem Sprint-Rennen auf dem Hungaroring. Insgesamt sicherte er sich in der Saisonwertung den zwölften Platz.

Im Alter von 21 Jahren schaffte Mick Schumacher endgültig den Aufstieg in die Königsklasse des Motorrennsports, die Formel 1, und damit einen weiteren großen Schritt in seiner Karriere: Im Dezember 2020 gaben die Verantwortlichkeiten bekannt, dass Mick Schumacher in der neuen Saison für das Team des Rennstalls Haas fahren wird. Er wird Teamkollege des russischen Rennfahrers Nikita Mazepin.

Mick Schumacher durfte sich in seinem neuen Team die Startnummer frei auswählen. Er entschied sich für die Zahl 47. Auf sein Debüt wird Mick Schumacher allerdings länger als ursprünglich geplant warten müssen (Stand Januar 2021): Aufgrund der Covid-19-Pandemie wurden die ersten beiden Rennen auf die zweite Jahreshälfte verschoben. Dabei handelte es sich um das für den 21. März 2021 angesetzte Formel-1-Rennen in Australien sowie das für den 11. April 2021 vorgesehene Rennen in China. Damit setzt sich die Serie von Absage aus dem Vorjahr fort, in dem von 22 geplanten Rennen lediglich 17 durchgeführt wurden. Insgesamt sind für das Jahr 2021 23 Wettbewerbe angesetzt.

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