Wie der Vater, so der Sohn

Mick Schumachers Startnummer 47: Sie war nicht seine erste Wahl – hat aber eine besondere Bedeutung

Motorsport: Formel-2-Weltmeisterschaft, vor der Qualifikation. Formel-2-Fahrer Mick Schumacher spricht mit Journalisten auf der Yas Marina Rennstrecke
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Mick Schumacher gibt im Frühling 2021 sein Debüt in der Formel 1

Nach Titelgewinnen in der Formel 2 und Formel 3 greift Mick Schumacher nun endgültig nach der Krone des Motorsports: Er debütiert im Frühling 2021 in der Formel 1 – mit einer außergewöhnlichen Startnummer.

  • Mick Schumacher ist der älteste Sohn von Corinna und Michael Schumacher.
  • 2020 gewann er die Formel-2-Meisterschaft.
  • In der Formel 1 debütiert er mit der Startnummer 47.

Gland – Mick Schumacher hat bereits mehrfach bewiesen, dass er das Talent seines Vaters Michael Schumacher geerbt hat. Mit seinem Debüt in der Formel 1 steht ihm nun die ganz große Bewährungsprobe bevor.

Mick Schumacher: Die Bedeutung seiner Fahrernummer

Wenn Mick Schumacher im Frühling 2021 in der Formel 1 debütiert, wird sein Rennwagen die ungewöhnliche Startnummer 47 tragen. Diese Nummer ist kein Zufall, sondern wurde bewusst ausgewählt. Seine beiden Lieblingszahlen waren nämlich schon vergeben: Die Startnummer 4 ging an Lando Norris vom Rennstall McLaren und die Startnummer 7 an Kimi Räikkönen von Alfa Romeo. Also kombinierte Schumacher beide zur 47.

Diese Nummer hat eine weitere besondere Bedeutung bei den Schumachers: Die Geburtstage der Familie ergeben zusammenaddiert 47. Eine Portion Aberglaube ist auch dabei, offenbarte der junge Rennfahrer: Sein Vater Michael gewann alle sieben WM-Titel mit einer ungeraden Fahrernummer. Davon hofft sich der Junior wohl eine Scheibe abzuschneiden.

Mick Schumacher: Debüt im Bahrain statt Melbourne

Bis Mick Schumacher mit seiner neuen Startnummer loslegen kann, muss er sich noch etwas gedulden. Die weltweite Corona-Pandemie hat auch den Terminplan der Formel 1 gründlich auf den Kopf gestellt. Der traditionelle Saisonauftakt im australischen Melbourne musste entfallen und auf November verschoben werden. Los geht es nun am 28. März auf dem Bahrain International Circuit am Persischen Golf.

Alle Termine der Formel-1-Saison 2021 sind noch unter Vorbehalt:

26. bis 28. März Sakhir, Bahrain

16. bis 18. April Imola, Italien

30. April bis 2. Mai TBC, TBC

7. bis 9. Mai Barcelona, Spanien

20. bis 23. Mai Monaco, Monaco

4. bis 6. Juni Baku, Aserbaidschan

11. bis 13. Juni Montreal, Kanada

25. bis 27. Juni Le Castellet, Frankreich

2. bis 4. Juli Spielberg, Österreich

16. bis 18. Juli Silverstone, Großbritannien

30. Juli bis 1. August Budapest, Ungarn

27. bis 29. August Spa, Belgien

3. bis 5. September Zandvoort, Niederlande

10. bis 12. September Monza, Italien

24. bis 26. September Sotschi, Russland

1. bis 3. Oktober Singapur, Singapur

8. bis 10. Oktober Suzuka, Japan

22. bis 24. Oktober Austin, Texas, USA

29. bis 31. Oktober Mexico City, Mexiko

5. bis 7. November Sao Paulo, Brasilien

19. bis 21. November Melbourne, Australien

3. bis 5. Dezember Jeddah, Saudi-Arabien

10. bis 12. Dezember Yas Island, Abu Dhabi

In der zweiten Jahreshälfte soll außerdem ein Formel-1-Rennen in China dazukommen. Der Termin steht noch nicht fest. Das ursprünglich für Anfang Mai geplante Rennen in Hanoi (Vietnam) wurde abgesagt. Ein europäischer Ersatzkandidat wird noch gesucht.

Keine Formel-1-Rennen in Deutschland

Die Hoffnung auf ein Heimdebüt von Mick Schumacher am Hockenheimring oder am Nürburgring müssen deutsche Formel-1-Fans dagegen begraben: Eine Rückkehr nach Deutschland ist derzeit nicht geplant. In anderen Ländern kann die Formel 1 zurzeit weit mehr Tickets verkaufen.

Mick Schumacher: Am Anfang einer großen Karriere

Mick Schumacher wurde 1999 als ältester Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher und seiner Frau Corinna geboren. Er wuchs in der Schweiz auf und lebt heute mit seiner Familie in Gland am Genfersee.

Im zarten Alter von neun Jahren gab Mick Schumacher sein Debüt im Kartsport. Zu diesem Zeitpunkt trat er unter den Pseudonymen Mick Betsch und Mick Junior an, um keine Aufmerksamkeit zu erregen. 2015 wechselte er – nun unter seinem richtigen Namen – in den Formelsport und trat bei der deutschen Formel-4-Meisterschaft an. Weitere Stationen waren die Formel 3 und die Formel 2, in der er 2020 die Meisterschaft gewann und sich einen Platz in der Formel 1 sicherte. Hier fährt er ab März mit der Startnummer 47 für den amerikanischen Rennstall Haas.

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