Formel 1 in Katar: Fahrer sind nach dem Rennen ohnmächtig geworden
Das Formel-1-Rennen in Doha (08.10) war für viele Fahrer das anstrengendste ihrer Karriere. Einige Fahrer sind sogar ohnmächtig geworden. Was ist passiert?
Doha – Max Verstappen hat sich in Katar seinen 14. Saisonsieg und seinen dritten WM-Titel in der Formel 1 geholt. Für andere Fahrer endete das Rennen jedoch nicht ganz so schön.
| Großer Preis von Katar | |
|---|---|
| Streckenlänge: | 5,38 km |
| Rennlänge: | 306,66 km in 57 Runden |
| Rundenrekord: | 1:23,196 (2021, Max Verstappen, Red Bull) |
| im Rennkalender: | seit 2021 |
Formel 1 in Doha: Verstappen siegt das erste Mal als dreifacher Weltmeister
Für Verstappen ist der Sieg in Katar der erste, als frisch gebackener dreifacher Weltmeister. Die beiden McLarens waren ihm diesmal jedoch dicht auf den Fersen. Oscar Piastri auf P2 trennten nur 4,8 Sekunden vom Sieger – in den Rennen davor waren es teilweise um die 20 Sekunden. „Die McLaren waren schnell. Ich musste dann auch pushen und es war ein echt anstrengendes Rennen“, so Verstappen nach dem Grand Prix.
Anstrengend war das Rennen nicht nur für ihn. In Katar war es am Wochenende sehr heiß. Selbst am Sonntagabend waren es in Doha noch 38 Grad Celsius. Diese Bedingungen machte das ohnehin schon anstrengende Rennen für einige Fahrer zum Horrortrip. Auch Oscar Piastri erklärte im Interview: „Es war ein beeindruckendes Rennen, aber wirklich das anstrengendste, was ich in meiner Karriere bisher hatte!“

Großer Preis von Katar: George Russell wäre beinahe ohnmächtig geworden
Viele Fahrer stimmen Piastri da zu. Auch George Russell sagte nach dem Rennen, dass er ungefähr ab Runde zwölf dachte, dass er ohnmächtig werden würde. Und Russell trainiert regelmäßig in der Sauna, damit er auch unter solchen Bedingungen fahren kann. Logan Sargeant ging es sogar so schlecht, dass er das Rennen nicht beenden konnte.
Nach 41 Runden wurde der Boxenfunk von Williams gezeigt, bei dem Sargeants Ingenieur ihm klarmachte, dass seine Gesundheit das wichtigste ist. Das Team erklärte zwar, dass der Amerikaner bereits einige Tage zuvor grippeähnliche Symptome hatte, trotzdem war er komplett dehydriert als er aus dem Auto stieg und musste von seinem Team gestützt werden und sich ärztlich untersuchen lassen. Auch für Esteban Ocon hätte es besser laufen können. In Runde 15 musste sich der Franzose zweimal übergeben, fuhr sein Rennen aber trotzdem noch zu Ende.

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Formel 1 in Doha: manche Fahrer mussten sich medizinisch versorgen lassen
Alex Albon und Lance Stroll sollen sich sogar nach dem Rennen in medizinische Behandlung begeben haben. Stroll musste auf dem Weg dahin mehrmals anhalten und sein Gleichgewicht wiederfinden. Albon kam fast nicht mehr aus seinem Auto raus und musste wegen eines Hitzschlags ins Medizincenter. Lando Norris erklärte nach dem Rennen bei der Pressekonferenz, dass sogar einige Fahrer im Medizincenter ohnmächtig geworden sind und es eine Diskussion geben müsse, ob die Strecke in Katar wirklich fahrbar ist unter solchen Konditionen.
Auch Fans im Internet zeigten sich bestürzt über das heutige Rennen. Einige waren der Meinung, dass die FIA das Rennen gar nicht hätte freigeben dürfen. Immerhin hätten die Fahrer aufgrund der Dehydrierung im Auto ohnmächtig werden und einen Unfall bauen können. Das letzte Wort ist in dem Fall bestimmt noch nicht gesprochen. Jetzt haben die Fahrer aber zum Glück erstmal Zeit, sich von Doha zu erholen. Das nächste Rennen findet am 22. Oktober in Austin, Texas statt. (lhe)