PS-Playboy Button: Triumphaler "Langweiler"

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Jenson Button mit der britischen Flagge. Und da heißt es nicht Great Britain, sondern Great Button.

Sao Paolo - Hochgelobt, verspottet und nun triumphal umjubelt: Nach einer Achterbahn-Karriere ist Jenson Button im zehnten Anlauf am Ziel seiner Träume angekommen.

Der Engländer mit dem charmanten Lächeln und einer Vorliebe für schöne Frauen, der vor der Saison schon arbeitslos war, krönte sich in seinem 169. Grand Prix zum neuen Champion der Formel 1. “Ich war schon als Kind Formel-1- Fan. Jetzt hier zu sein, ist eine Ehre und ein großes Glück“, schwärmte der Brawn-Pilot.

Nach einer grandiosen ersten Saisonhälfte mit sechs Siegen in sieben Rennen brachte er den größten Triumph seiner wechselhaften Karriere vorzeitig - auch dank taktischer Zurückhaltung - in trockene Tücher. “Das ist es, was ein Champion macht. Es geht darum, alle unterschiedlichen Möglichkeiten durchzuspielen. Darum, Rennen zu gewinnen, wenn Du musst. Darum, das Beste aus jeder Situation zu machen. Genau das habe ich getan“, konterte Button in Brasilien Vorwürfe zu seiner eher mäßigen zweiten Saisonhälfte.

Die Formel-1-Weltmeister der vergangenen 40 Jahre

Die Formel-1-Weltmeister seit 1969

Niki Lauda (Foto), Ayrton Senna und Michael Schumacher: Diese Motorsport-Legenden dominierten die Formel 1 über Jahre hinweg. Ein Überblick über die Weltmeister der vergangenen 41 Jahre. © Getty Images
1969: Jackie Stewart (Schottland), Matra-Ford © mm
1970: Jochen Rindt (Österreich), Lotus-Ford © Getty Images
1971: Jackie Stewart (Schottland), Tyrrell-Ford © Getty Images
1972:  Emerson Fittipaldi (rechts, Brasilien), Lotus-Ford © Getty Images
1973 Jackie Stewart (Schottland), Tyrrell-Ford © Getty Images
1974 Emerson Fittipaldi (Brasilien), McLaren-Ford © Getty Images
1975: Niki Lauda (Österreich), Ferrari © Getty Images
1976: James Hunt (England), McLaren-Ford © Getty Images
1977: Niki Lauda (Österreich), Ferrari © Getty Images
1978: Mario Andretti (USA), Lotus-Ford © Getty Images
1979: Jody Scheckter (Südafrika), Ferrari © Getty Images
1980: Alan Jones (Australien), Williams-Ford © Getty Images
1981: Nelson Piquet (Brasilien), Brabham-Ford © Getty Images
1982: Keke Rosberg (Finnland), Williams-Ford © Getty Images
1983: Nelson Piquet (Brasilien), Brabham-BMW © Getty Images
1984: Niki Lauda (Österreich), McLaren-Porsche Turbo © Getty Images
1985 Alain Prost (Frankreich) McLaren-Porsche Turbo © Getty Images
1986: Alain Prost (Frankreich), McLaren-Porsche © Getty Images
1987: Nelson Piquet (Brasilien), Williams-Honda Turbo © Getty Images
1988: Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda Turbo © Getty Images
1989: Alain Prost (Frankreich), McLaren-Honda © Getty Images
1990 Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda © Getty Images
1991 Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda © Getty Images
1992: Nigel Mansell (England), Williams-Renault © Getty Images
1993: Alain Prost (Frankreich), Williams-Renault © Getty Images
1994: Michael Schumacher (Kerpen), Benetton-Ford © Getty Images
1995: Michael Schumacher (Kerpen, auf dem Foto mit Benetton-Boss Flavio Briatore), Benetton-Renault © Getty Images
1996: Damon Hill (England), Williams-Renault © Getty Images
1997: Jacques Villeneuve (Kanada), Williams-Renault © Getty Images
1998: Mika Häkkinen (Finnland), McLaren-Mercedes © Getty Images
1999: Mika Häkkinen (Finnland), McLaren-Mercedes © Getty Images
2000: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2001: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2002: Michael Schumacher (Kerpen) Ferrari © Getty Images
2003: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2004: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2005: Fernando Alonso (Spanien), Renault © Getty Images
2006 Fernando Alonso (Spanien), Renault © Getty Images
2007: Kimi Räikkönen (Finnland), Ferrari © Getty Images
2008: Lewis Hamilton (Großbritannien), McLaren-Mercedes © Getty Images
2009: Jenson Button (Großbritannien), Brawn GP © Getty Images
2010: Sebastian Vettel (Deutschland), Red Bull © dapd

Kritik ist der Blondschopf gewohnt - auch wenn er bei den motorsportverrückten Engländern zu Beginn zum “Everybody's Darling“ avancierte. Doch die hohen Erwartungen konnte Button, der drei Schwestern hat und stets von seinem Vater John Button - braun gebrannt, mit weit aufgeknöpftem Hemd und dem rauen Charme eines Seefahrers - zu den Rennen begleitet wird, nicht erfüllen. Ob bei Williams-BMW, Benetton, Renault, BAR oder zuletzt Honda - es waren viele verlorene Jahre dabei. Nachdem er 2000 sein Debüt in der Formel 1 bei Williams gefeiert hatte, machte er stattdessen durch Wechseltheater Schlagzeilen. Erst ein Notarbüro des Internationalen Automobilverbandes brachte 2005 Klarheit. Der Button-Kontrakt mit seinem alten Arbeitgeber BAR war gültig, der Wechsel zu Williams-BMW geplatzt. 2006 wollte Button dann auf einmal nicht mehr BAR verlassen. Von seiner Unterschrift bei Williams kaufte er sich mit einer Millionensumme frei.

WM-Dritter 2004, ein Sieg in neun Jahren. Buttons Bilanz brachte wenig Glanz. Für Glamour sorgte er mit seinem Lebensstil. Schon als Formel-1-Fahrschüler parkte er seine Jacht “Little Missy“ im Hafen von Monte Carlo, wo er noch heute seinen Wohnsitz hat, und machte sich als Frauenheld einen Namen. “Our Jense“ tauften ihn die britischen Medien, und “Spice Boy“ in Anlehnung an die Girls-Band. Bald wurde es aber weniger nett: “Winless Wonder - Siegloses Wunder“.

Nach dem Honda-Ausstieg schien der Sturzflug des Briten aus dem aus dem südenglischen Frome auf dem absoluten Tiefpunkt. “Es war eine dunkle Zeit“, bekannte der Rennfahrer, der sich als Achtjähriger bei Kartrennen mit dem Vollgas-Virus infiziert hatte. Erst im März war das Rettungspaket von Teamchef Ross Brawn endlich geschnürt, im letzten Test vor Saisonbeginn meldete sich Button doch noch zurück. Und wie! “Er ist der perfekte Rennfahrer“, schwärmte Brawn, der auch schon Michael Schumacher zum Rekord-Weltmeister machte.

Heiße Boxenluder: So sexy ist die Formel 1

Heiße Grid Girls in der Formel 1

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Am Rande der Formel-1-Rennen geht es ganz schön sexy zu. Ob uniformierte Grid Girls von Veranstaltern und Sponsoren oder einzelne Boxenluder in knappen Outfits: Die Damen zeigen neben den Rennstrecken ihre heißen Profile. Klicken Sie sich hier durch die PS-Schönheiten der vergangenen Formel-1-Jahre. © dpa
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Endlich hatte Button auch die Einstellung, die es brauchte, um sich als Nachfolger seines Landsmanns Lewis Hamilton als zehnter Brite in die Weltmeister-Listen einschreiben zu können - beide übrigens mit einem Mercedes-Motor unter der Haube. Alle Konzentration gilt dem nächsten Rennen. “Ich bin ein totaler Langweiler geworden, fragt meine Freundin“, scherzte Button, der seinen Körper mit mehr als beachtlichen Resultaten beim Triathlon stählt, jüngst und verwies auf das Unterwäsche-Model Jessica Michibata. Mit einer langweiligen WM-Party rechnete aber ganz sicher niemand.

dpa

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