Red-Bull-Teamchef setzt weiter auf Webber

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Verstehen sich prächtig: Mark Webber (links) und Christian Horner

Berlin - Mark Webber steht kurz vor einer Vertragsverlängerung mit dem Red Bull Racing Team. Teamchef Christian Horner würde für den Australier seine Hand ins Feuer legen.

Mark Webber steht dicht vor der Verlängerung seines Vertrags beim Formel-1-Rennstall Red Bull. “Eigentlich fehlt nur noch die Unterschrift, für mich ist das nur noch eine Formalität“, sagte Teamchef Christian Horner der “Sport Bild“ (Mittwoch). “Ehrlich gesagt: Ich persönlich habe ein Problem damit, irgendeinen anderen Piloten in unserem Auto zu sehen oder Mark Webber in einem anderen Team“, erklärte Horner.

Damit ist wohl auch der interne Ärger um Webber endgültig beigelegt. Der Australier hatte beim Rennen in Silverstone Anweisungen des Teams missachtet und seinen deutschen Teamkollegen, Weltmeister Sebastian Vettel, kurz vor Schluss noch hart attackiert hatte. “Es gibt keinen Grund, unsere Fahrerpaarung 2012 zu ändern. Sie treiben sich gegenseitig zu Höchstleistungen“, erklärte Horner.

Wer und was ist Red Bull? Und ist wirklich Stierhoden-Extrakt drin?

Red Bull ist in vieler Munde, nicht nur wegen Sebastian Vettel. Wir beantworten die 13 wichtigsten Fragen. © Getty
Wer ist Red Bull? Ein Unternehmen mit 6900 Mitarbeitern weltweit. Die Red-Bull-Zentrale liegt in Fuschl am See bei Salzburg.  © dpa
Wem gehört Red Bull? Zu 49 Prozent dem Österreicher Dietrich Mateschitz (66). Er steht laut Forbes-Magazin auf Platz 260 der Liste der der reichsten Männer der Welt. Die anderen Anteile gehören thailändischen Partnern. © dpa
Wer ist Dietrich Mateschitz? Ein Unternehmer, der in schwierigen Verhältnissen ohne Vater in der Steiermark auf wuchs. Er absolvierte in Wien die Hochschule für Welthandel. Danach arbeitete er für Jacobs Kaffee und den Zahnpastahersteller Blendax. © dpa
Womit wurde er reich? Mit dem Drink Red Bull. © dpa
Wie erfand Dietrich Mateschitz den Energiedrink? 1982 lernte Dietrich Mateschitz auf einer Dienstreise die in Asien populären „Tonic Drinks“ kennen. In der Bar des Mandarin Hotels von Hongkong hatte er die Idee, Energy Drinks auch in Europa auf den Markt zu bringen, was er zusammen mit thailändischen Partnern auch tat. © dpa
Was ist Red Bull? Ein Energie-Drink. Er enthält das Kohlenhydrat Glucuronolacton. Dieser Stoff unterstützt den Körper beim Abbau von Abfallstoffen. Weiterer Bestandteil ist Taurin, eine Aminosäure. Weiters enthält Red Bull unter anderem Koffein sowie B-Komplex-Vitamine und Sucralose. © dpa
Es gibt Gerüchte, dass Taurin aus Stierhoden gewonnen wird? Nein. Das Taurin in Red Bull wird rein synthetisch hergestellt. © dpa
Wie wirkt Red Bull Energy Drink? Red Bull gilt als Muntermacher, soll unter anderem die Leistungsfähigkeit, die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit erhöhen. © dpa
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Wie werden die Zutaten für Red Bull Energy Drink hergestellt? Woher kommen sie? Sämtliche für Red Bull Energy Drink verwendeten Zutaten werden synthetisch hergestellt, die meisten von Pharmaunternehmen. © dpa
Seit wann gibt es Red Bull? 1984 gründete Mateschitz die Firma Red Bull. Nach der Verfeinerung der Rezeptur und der Entwicklung eines Marketingkonzepts wurde es 1987 im österreichischen Markt eingeführt. Während sich der Absatz in Österreich von Jahr zu Jahr verdoppelte, landete Red Bull in den ersten Auslandsmärkten: 1989 in Singapur und 1992 in Ungarn. 1994 kam die Zulassung für Deutschland, 1995 folgte die Einführung in Großbritannien und 1997 startete das USA-Geschäft in Kalifornien. © dpa
Was ist das Erfolgsgeheimnis? Mit einem konsequenten Dosendesign, ausgefallenen Werbestrategien und der Kampagne „Red Bull verleiht Flügel“ erreichte der Drink vor allem bei jungen Menschen rasch Kultstatus. © dpa
Wie viele Dosen Red Bull werden jedes Jahr verkauft? Heute werden in 160 Ländern pro Jahr ca. 4 Milliarden Dosen Red Bull verkauft. © dpa
Was gehört zum Imperium von Dietrich Mateschitz? Er besitzt rund zwei Dutztend Unternehmen: Restaurants, Baufirmen, eine Formel-1-Rennstrecke, einen Flugplatz sowie Hotels. Privat gehört ihm auch ein Militärjet sowie die ehemalige DC 6 von Marschall Tito. Ein Teil der Markenstrategie des Österreichers ist außerdem das Sponsoring von Trend-, Event-, aber auch Rennsportarten. Mateschitz besitzt zwei Auto-Rennställe, darunter das Formel-1-Team mit Sebastian Vettel. © dpa

Nach dem Vorfall in Großbritannien hatte es eine Aussprache zwischen Webber und dem Teamchef gegeben. Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz hatte jedoch bereits erklärt, es gebe keinen Zweifel an einer Verlängerung von Webbers am Saisonende auslaufendem Vertrag.

Der 34-Jährige fährt seit 2007 für das Team. Sein Formel-1-Debüt gab er im Jahr 2002. In Ungarn startet er am Sonntag in seinen 168. Grand Prix, auf dem Hungaroring fuhr Webber vor einem Jahr seinen bislang letzten Sieg ein. 2010 wurde Webber WM-Dritter, derzeit liegt er 77 Punkte hinter Vettel auf Gesamtrang zwei.

dpa

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