Schumacher: "Muss mir das Video anschauen"

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Michael Schumacher

Spa-Francorchamps - Fragen an Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher nach seinem siebten Platz im Mercedes beim Großen Preis von Belgien am Sonntag.

Wie haben Sie Ihre Aufholjagd vom 21. Startplatz erlebt?

Schumacher: “Ich habe den Überblick zwischendurch ein wenig verloren. Ich hatte soviel im Auto zu tun, musste das Wetter beobachten. Ich habe gar nicht genau verfolgt, warum ich plötzlich so weit vorn war. Ich muss mir das Video anschauen.“

Sind Sie zufrieden, dass Sie noch in die Punkte gefahren sind oder wäre noch mehr möglich gewesen?

Schumacher: “Der Regen wollte leider nicht so unbeständig einsetzen, wie wir es vorher gedacht hatten. So waren doch alle ziemlich in einer Liga. Für das Podium, da hätte schon mehr passieren müssen. Wechselnde Bedingungen, unklare Bedingungen. Aber man bleibt am Ball, und versucht natürlich, das Unmögliche hinzukriegen.“

Wie haben Sie die zwei Duelle mit Ihrem Teamkollegen Nico Rosberg gesehen?

Schumacher: “Das erste Mal habe ich mir das Schauspiel von hinten angeguckt, und dann die Situation genutzt. Ich war zu diesem Zeitpunkt flotter unterwegs. Das zweite Mal war nach dem Re-Start. Ich musste vom Gas gehen, der Schwung hat mir gefehlt, da kam Nico an mir vorbeigeflogen. Meine Reifen haben Blasen geworfen, ich konnte nicht mehr dagegenhalten. Das gehört für mich aber absolut zum Rennfahren dazu.“

Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer

Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Das Schläfchen vor dem Rennen - mal kürzer, mal länger - ist für Michael Schumacher zum Ritual geworden. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
“Ja, das habe ich immer gemacht“, erzählte der mittlerweile 41-Jährige einmal. “Manchmal war ich nur eine ganz kurze Phase eingeschlummert, aber das reichte dann schon." © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
"Manchmal schlief ich auch tief und fest für eine halbe Stunde.“ Seit 1998 zelebrierte “Schumi“ sein Mittagsschläfchen. “Es war mir wichtig.“ © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Genau wie eine ungerade Startnummer. Eigentlich sollte die einstige Nummer Eins der Königsklasse mit der 4 auf dem neuen Silberpfeil ins Rennen gehen. Doch tauschte er mit Erlaubnis der Rennstall-Leitung die Startnummer mit Rivale Nico Rosberg. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Teamchef Ross Brawn wisse eben, “dass ich ungerade Startnummern lieber mag“, erklärte Schumacher. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Schließlich brachten sie ihm bislang Glück: Bei allen sieben WM-Titeln trug er eine ungerade Startnummer; fünfmal die 1 und je einmal die 3 und die 5. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Ist doch auch schön, die Nummer 1 zu sein, oder? © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Schumacher steigt auch nie von rechts ins Rennauto ein. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Sehen Sie... © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Chinesische Schriftzeichen mit den Namen seiner beiden Kinder auf seinem knallroten Helm,... © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
...ein Armband von Gattin Corinna,... © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
...ein Haifischzahn um den Hals, den er einst von einem Tauchlehrer geschenkt bekam: Ohne all das kann Schumi nicht. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Rückblende: Bahrain 2004. Schumacher findet sein Amulett nicht. Vor der Rennpremiere des Wüstenkurses in Sachir stellt der damalige Ferrari-Pilot fest: Er hat den Glücksbringer im Hotel vergessen. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Das Amulett muss herbei. Schumachers damaliger Masseur Balbir Singh eilte in die Unterkunft, holt es, Schumacher gewinnt das Rennen und am Ende zum bislang letzten Mal die Weltmeisterschaft. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Bis heute trägt er seinen geliebten Anhänger. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Auch Schumachers Rivale, Vizeweltmeister Sebastian Vettel, hat für gewöhnlich einen an Bord. Sein Glückscent ist schon jetzt legendär. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
“Ich habe sogar sehr viele Glücksbringer, auch wenn ich nicht allzu abergläubisch bin“, erklärte Vettel einmal. Sie entscheiden nicht über Sieg und Niederlage, geben ihrem Besitzer aber ein besseres Gefühl. So war es wohl auch mit Schumachers Schläfchen. “Es war einfach angenehmer, wenn ich es geschafft habe - ob ich es wirklich gebraucht habe, weiß ich selber nicht.“ © Getty

Haben Sie sich geärgert, dass Sie Rosberg den sechsten Platz noch überlassen mussten?

Schumacher: “Ich kann heute mit einem lachenden Auge nach Hause gehen. Von 21 auf 7, da kann man zufrieden sein. Ob ich jetzt Sechster bin oder Nico, damit kann ich eigentlich gut leben.“

Was bedeutet das Ergebnis für Ihr zuletzt schwächelndes Mercedes-Team?

Schumacher: “Das war ein wichtiger Tag in Sachen Teamwertung im Kampf gegen Renault. Wir wollen den vierten Platz behaupten. Das ist alles, was wir noch tun können. Hoffentlich halten wir es bis zum Saisonende.“

dpa

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