Schumi vor Jubiläum - Button heiß auf Siege

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Sebastian Vettel kann es kaum erwarten wieder ins Auto zurückzukehren.

Spa-Francochamps - Michael Schuhmacher steht vor einem besonderen Jubiläum. Sebastian Vettel freut sich auf sein Auto und Jenson Button will alle Rennen gewinnen.

Zum Auftakt wird auf Jubilar Michael Schumacher angestoßen, am Ende will aber Kumpel Sebastian Vettel den Siegerschampus genießen. Nach der vierwöchigen Formel-1-Sommerpause steckt der Weltmeister und WM-Spitzenreiter voller Tatendrang, seiner sieglosen Serie ein Ende zu bereiten. “Es war großartig, Urlaub in der Sonne zu haben, zu relaxen und Wassersport zu treiben, aber ich kann es nicht erwarten, wieder ins Auto zurückzukehren“, sagte Red-Bull-Star Vettel.

Der Große Preis von Belgien im “Wohnzimmer“ von Schumacher könnte aus deutscher Sicht aber auch einen bitteren Beigeschmack bekommen. Ein Einsatz von Nick Heidfeld ist derzeit äußerst fraglich. Nachdem der ehemalige Rennstallbesitzer und aktuelle BBC-Experte Eddie Jordan von einem Wechsel bei Lotus Renault - Bruno Senna für Heidfeld - von diesem Wochenende berichtet hatte, warten bislang alle Fans des 34-jährigen Mönchengladbacher vergeblich auf ein Zeichen des Piloten oder seines Teams. Für Heidfeld könnte es schlimmstenfalls ebenso abrupt das Ende seiner Karriere bedeuten, wie er durch den Unfall Robert Kubicas erst in letzter Minute das Cockpit bekommen hatte.

Hinter Heidfeld stehen nach elf Jahren Formel 1 mal wieder jede Menge Fragen, Schumacher will hingegen 20 Jahre und drei Tage nach seinem Formel-1-Debüt an selber Stelle endlich wieder ein Ausrufezeichen setzen. Seinen siebten Sieg auf seiner Lieblingsstrecke wird er aber wohl kaum einfahren, geschweige denn Vettel noch einmal in der WM-Wertung gefährlich werden können.

Das haben sich die beiden Ex-Weltmeister Lewis Hamilton und Jenson Button auf die britischen Fahnen für das Rennen auf dem mit sieben Kilometern längsten Kurs im Formel-1-Kalender geschrieben. “Ich denke, dass wir aus einer ziemlich guten Position in das Rennen gehen“, meinte Deutschland-Sieger Hamilton. Button hatte nach seinem Ungarn-Sieg und vor der Sommerpause bereits getönt: “Lasst uns danach zurückkommen und alle Rennen gewinnen.“

Die Formel 1 2011: Alle Fahrer und ihre Autos

Die Formel 1 2013: Alle Fahrer und ihre Autos

RED BULL RACING © Mark Thompson/Red Bull Racing
Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim) fährt 2013 weiter im Red Bull, der Vertrag läuft bis 2014. © dpa
Teamkollege Mark Webber (Australien) hat noch einmal um ein Jahr verlängert. © Getty
MCLAREN © dpa
Für Lewis Hamilton fährt der 22 Jahre alte Mexikaner Sergio Perez. © ap
Routinier und Ex-Weltmeister Jenson Button (England) wird gefragt sein, er ist langfristig bis 2014 an den Rennstall gebunden. © Getty
FERRARI © dpa
Fernando Alonso (Spanien) wird den nächsten Angriff auf Vettel unternehmen. Er hat einen Vertrag bis 2016. © Getty
Felipe Massa (Brasilien) darf 2013 auch noch mal ran. © Getty
MERCEDES © dpa
Lewis Hamilton (England) statt Michael Schumacher. Der Brite ist vorerst drei Jahre an die Silberpfeile gebunden. © Getty
Nico Rosberg (Wiesbaden) bleibt, er hat einen Vertrag bis 2013. © Getty
LOTUS © dpa
Kimi Räikkönen (Finnland) wird als WM-Dritter 2012 noch mehr wollen. © dpa
Romain Grosjean (Frankreich) darf trotz seiner wiederholten Auftritte als Crashpilot wohl bleiben, ist aber noch nicht bestätigt. © dpa
WILLIAMS © Getty
Pastor Maldonado (Venezuela), Sieger in Barcelona, bleibt. Er bringt auch noch Geld aus Venezuela mit. © Getty
Bruno Senna ist raus, Testpilot Valtteri Bottas (Finnland) steigt zum Stammfahrer auf. © getty
FORCE INDIA © Sahara Force India
Paul Di Resta (Großbritannien) bleibt © getty
Adrian Sutil kriegt das zweite Cockpit © dpa
SAUBER © dpa
Die Schweizer treten mit einer neuen Paarung an. Nico Hülkenberg (Emmerich) wechselt von Force India zu Sauber. © dpa
Neben Nico Hülkenberg darf der 21-jährige Deübtant Esteban Gutierrez (Mexiko) ran. © dpa
TORRO ROSSO © dpa
Daniel Ricciardo (Australien) © getty
Jean-Eric Vergne (Frankreich) © getty
MARUSSIA © dpa
Hier ist alles neu! Timo Glock ist weg, für ihn ist Jules Bianchi da © Getty
Sein Kollege: Max Chilton © Getty
CATERHAM © dpa
Charles Pic (Frankreich), bisher Marussia, heuert bei dem anglo-malaysischen Team an. © getty
Giedo van der Garde ist sein Kollege © Getty

Selbst das würde aber nicht zwangsläufig Vettel noch den zweiten Titel kosten. Button hat als Fünfter 100 Punkte Rückstand. Würde Vettel bei den ausstehenden acht Rennen jedesmal Zweiter, könnte Button nur 56 Punkte aufholen. Heißt auch, dass Vettel in dieser Meisterschaft überhaupt nicht mehr gewinnen müsste, um sich zum zweiten Mal zu krönen: Teamkollege Mark Webber, der am Samstag seinen 35. Geburtstag feiert und womöglich mit einem neuen Kontrakt beschenkt werden könnte, hat 85 Punkte Rückstand. Dritter ist Hamilton mit 88 Zählern weniger. Auf Rang vier liegt der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso (89) von Ferrari.

“Wir werden immer ein Auge auf den Titel haben, bis es nicht mehr die geringste Chance gibt“, kündigte Alonso bereits an: “Wir können niemals sagen, dass wir acht Rennen einfach so fahren und die Meisterschaft dabei nicht im Hinterkopf haben.“ Sein Teamchef formuliert die Hoffnungen für die kommenden Kräfteduelle etwas zurückhaltender. “Ich bin sicher, dass wir gute Ergebnisse erzielen können, aber wir sollten den Blick aufs Klassement vermeiden“, meinte Stefano Domenicali: “Denn wir wissen, dass die WM angesichts der aktuellen Lücke sehr schwierig wird. Aber sehen wir, wie es in ein paar Rennen aussieht.“

Eines dürfte für Vettels Verfolger gleichermaßen gelten: Nach den nächsten beiden Rennen heißt es wohl Daumen rauf oder Daumen runter. Nach dem Ardennen-Auf und Ab in Spa Francorchamps folgt mit dem Ferrari-Heimspiel in Monza der letzte Europa-Lauf in dieser Saison. Danach geht es via Asien nach Südamerika zum Finale in Sao Paulo Ende November. Domenicali stellte schon vor dem 12. von 19. Saisonrennen klar, dass man im Bezug auf den aktuellen Wagen bereits fast “am Ende der Straße“ sei. Echte Kampfansagen klingen anders.

dpa

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