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Aston-Martin-Teamchef über Vettel: „Wir haben da einen Diamanten“

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Von: Christoph Gschoßmann

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Sebastian Vettel
Der deutsche Rennfahrer Sebastian Vettel vom Team Aston Martin: Nicht mehr der Jüngste, aber für seinen Teamchef ein „Diamant“. © Sylvain Thomas/AFP/dpa

Sebastian Vettel ist schon lange in der Formel 1 dabei. Geht es nach seinem aktuellen Teamchef, kommen noch viele Jahre dazu.

Budapest - Bleibt Sebastian Vettel oder geht er? Sein Formel-1-Team Aston Martin hat den Wunsch nach einer Vertragsverlängerung mit dem Routinier bekräftigt. „Ich hoffe sehr, dass er bei uns bleibt. Die nächsten Wochen werden es zeigen. Er muss sich entscheiden“, sagte Teamchef Mike Krack im am Mittwoch veröffentlichten Podcast „Beyond The Grid“ der Motorsport-Königsklasse.

„Er hat noch Jahre vor sich, in denen er erfolgreich sein kann“

Krack wählte überraschende Worte, was Vettel angeht: „Wir wissen ganz genau, was für einen Diamanten wir da haben“, sagte der Luxemburger weiter. „Er hat noch Jahre vor sich, in denen er erfolgreich sein kann, falls er ein Auto hat, das es drauf hat“. Aktuell habe Vettel so ein Auto aber nicht. Zur Erinnerung: Vettel ist 35 Jahre alt und wohl eher im Herbst seiner F1-Karriere.

Noch soll aber nicht Schluss sein. Der Vertrag des viermaligen Weltmeisters beim englischen Rennstall läuft zwar Ende dieses Jahres aus. Vettel hat zuletzt beim Großen Preis von Frankreich klargemacht, über diese Saison hinaus weiter fahren zu wollen. „Oh ja, er tut es ganz bestimmt“, antwortete Krack auf die Frage, ob der Heppenheimer das Rennfahren noch liebe. Vettel habe immer noch dieses „Feuer in seinen Augen“.

Krack kennt Vettel schon aus seiner Zeit als Formel-1-Neuling

Als „Diamanten“ bezeichnet man sonst eher Top-Sportler in ihrer frühen Entwicklungsphase. Diese hat Vettel schon länger hinter sich, doch Krack kennt den Deutschen schon seit ebenjener Zeit. Vettel drehte Ende August 2006 in Istanbul an einem Freitag seine ersten Trainingsrunden in der Formel 1 für BMW, Krack war damals Chefingenieur. Vettel sei damals als Teenager „sehr erfrischend“ gewesen, erinnerte sich der heutige Aston-Martin-Teamchef. Der Hesse habe eine hohe Grundschnelligkeit gehabt, erst nach seinem Wechsel zu Toro Rosso 2007 aber sein Potenzial abrufen können.

Seit 2021 fährt Vettel für Aston Martin, das große Probleme mit der Entwicklung seines Autos hat. In der WM-Wertung liegt der 35-Jährige nur auf Platz 14, direkt vor Haas-Pilot Mick Schumacher. Für den F1-Zirkus steht nach dem Grand Prix von Ungarn an diesem Wochenende eine rund vierwöchige Sommerpause an. (cg mit dpa)

Michael Schumacher ist mit Ex-Ferrari-Teamchef Jean Todt eng verbunden. Die beiden Freunde schauen gemeinsam Formel-1-Rennen.

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