Ex-Champ mit Selbstreflexion

Formel 1: Sebastian Vettel überrascht vor Ferrari-Abschied mit Geständnis

Sebastian Vettel absolviert sein letztes Rennwochenende in Diensten von Ferrari. Er lässt durchblicken, dass die durchwachsene „Ehe“ auch an ihm scheiterte.

  • Nach sechs durchwachsenen Jahren verlässt Sebastian Vettel Ferrari und heuert 2021 bei Aston Martin an.
  • In einem Interview lässt der gebürtige Hesse seine Partnerschaft mit der Scuderia Revue passieren.
  • Dabei spricht der 33-Jährige offen über eigene Verfehlungen - Dinge, die er „selbst falsch gemacht habe“.

Abu Dhabi - Die Zeit von Sebastian Vettel bei Ferrari neigt sich dem Ende entgegen. Am Sonntag (13. Dezember) absolviert der vierfache Weltmeister sein letztes Rennen im Scuderia-Cockpit (Live-Ticker zum Abu Dhabi-GP), ehe es in die Winterpause geht. Ein erhoffter WM-Titel sprang in den sechs Jahren seit 2015 weder im Hinblick auf die Fahrer- noch die Konstrukteurs-Wertung heraus.

Sebastian Vettel vor Ferrari-Abschied: „Dinge, die ich selbst falsch gemacht habe“

Wer denkt, der 33-Jährige suche angesichts der fortlaufenden technischen Schwierigkeiten die Schuld bei seinem italienischen Arbeitgeber, sieht sich getäuscht. In einem Interview mit dem Focus lässt Vettel mit einem selbstkritischen Rückblick aufhorchen. „Natürlich steht man sich manchmal auch selbst im Weg, es gibt sicher auch Dinge, die ich selbst falsch gemacht habe“

Was genau meint Vettel, dessen bestes Resultat mit Ferrari der jeweilige zweite Platz hinter Lewis Hamilton in den Jahren 2017 und 2018 war? „Manchmal der Zugang, manchmal die Art und Weise, wie man mit den Leuten spricht, manchmal die Dinge, die man als Priorität ansieht“, lässt der baldige Aston-Martin-F1-Pilot gegenüber dem Nachrichtenmagazin wissen.

Formel 1: Vettel verlässt Ferrari - Was der Ex-Champ bei Aston Martin anders machen möchte

Für das nächste Formel-1-Abenteuer mit dem britischen Rennstall ab 2021 will der dreifache Vater folgende Dinge anders gestalten: „Ich werde viele neue Leute, Arbeitsweisen und Herangehensweisen kennenlernen – und ich wäre nicht gut beraten, zu glauben, dass nur mein Weg der richtige ist“, äußert Vettel. Wie der Weltmeister, der seine vier Titel allesamt mit Red Bull holen konnte, ausführt, gehe es bei einer erfolgversprechenden Zusammenarbeit um „die Art und Weise, wie man mit Leuten spricht“ sowie „Dinge, die man als Priorität ansieht“.

Am vergangenen Rennwochenende gab es beim Sakhir-GP der F1 in Bahrain erneut eine Ferrari-Katastrophe. Jedoch: Sebastian Vettel war irgendwie dennoch ein großer Gewinner - Folgt in der kommenden Saison das „blaue Wunder“?

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