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Doch kein Vettel-Aus bei Aston Martin? Teamchef mit besonderem Angebot: „Wenn er es will“

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Von: Antonio José Riether

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Für Sebastian Vettel verläuft das Jahr bislang enttäuschend. Sein Teamchef macht dem deutschen Piloten jedoch keinen Druck - ganz im Gegenteil.

Gaydon - Bei Aston Martin läuft es in dieser Formel-1-Saison überhaupt nicht rund. Sebastian Vettel sammelte in seinen sieben Saisonrennen lediglich 13 WM-Punkte, sein Kollege Lance Stroll sogar nur 3. Der deutsche Pilot, der mit hohen Erwartungen in das Jahr gegangen war, scheint oftmals frustriert. Anfang Mai gab der 34-Jährige sogar bekannt, dass sein Vertrag zum Ende der laufenden Saison ausläuft. Wenn es nach seinem Teamchef geht, fährt Vettel jedoch auch nächstes Jahr für den britischen Rennstall.

Sebastian Vettel
Geboren: 3. Juli 1987 in Heppenheim
Rennstall: Aston Martin
Vertrag bis: Ende 2022
Größte Erfolge: 4 x Formel-1-Weltmeister (2010, 2011, 2012, 2013)

Sebastian Vettels Teamchef will mit seinem Piloten verlängern - „Ganz klar Plan A“

In den vergangenen Wochen und Monaten wurde immer wieder über ein mögliches Karriereende des Heppenheimers spekuliert, nun meldete sich Aston-Martin-Teamchef Mike Krack zu Wort. Der Luxemburger, der Vettel bereits aus dessen Zeit bei BMW Sauber kennt, glaubt trotz des ausbleibenden Erfolgs an seinen Fahrer. „Es liegt ganz klar an uns und dem Auto. Unsere Aufgabe bleibt es, das Auto so zu verbessern, dass er um Siege mitfahren kann“, meinte Krack in der Sport Bild.

Seit Januar 2022 ist Mike Krack Teamchef bei Aston Martin.
Seit Januar 2022 ist Mike Krack Teamchef bei Aston Martin. © Zak Mauger/imago-images

Auch einer Zusammenarbeit über das Jahresende hinaus kann sich der Ingenieur vorstellen. „Ja, das möchten wir sehr gerne! Für uns ist eine Vertragsverlängerung mit Sebastian ganz klar Plan A. Wenn er es will, wird er auch 2023 bei Aston Martin fahren. Aber es gibt keine Deadline von unserer Seite“, so Krack.

Fährt Sebastian Vettel auch 2023 für Aston Martin? Noch keine Vertragsgespräche - Krack klärt auf

Trotz der konkreten Offerte gab es bislang jedoch keinen Austausch zwischen Vettel und Aston Martin. „Wir haben mit konkreten Gesprächen einfach noch nicht begonnen, da wir aktuell so viele andere Probleme zu lösen haben“, meint Vettels Vorgesetzter. Der Grund ist simpel, das Auto müsse verbessert werden. Krack zufolge bringe es nichts, „Vertragsgespräche zu führen, deren Grundlage auf Hoffnung beruht.“ Echte Verbesserungen sollen Vettel also zur Verlängerung bewegen: „Wir müssen Fakten schaffen, und dann werden wir reden“, kündigt der 50-Jährige an.

Vettel, der kürzlich einen Experten-Job nach seiner Laufbahn ausschloss, wird sich also bald entscheiden müssen. Innerhalb seines Teams wird der viermalige Weltmeister aufgrund seiner Erfahrung geschätzt, wie Krack erläutert. „Sein Auftreten und seine Arbeitsweise sind exemplarisch. Er ist früh an der Strecke, konzentriert bei der Sache und geht alle Daten mit den Ingenieuren und Technikern durch“, so der Teamchef. Er hole „alles heraus, was geht“ – auch im kommenden Jahr? (ajr)

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