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Helm-Chaos um Vettel bei Kanada-GP: „Habt ihr noch andere Fragen?“

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Von: Florian Schimak

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Sebastian Vettel fuhr auch beim Großen Preis von Kanada nicht in die Punkte. Nach dem Rennen war aber sein Helm das große Thema.

Montreal/München - Es war nicht das Wochenende von Sebastian Vettel. Schon beim Qualifying lief es nicht - und auch im Rennen konnte der ehemalige Weltmeister der Formel 1 seine teilweise gute Platzierung nicht halten. Am Ende soll der 34-Jährige beim Großen Preis von Kanada während der Safety-Car-Phase zudem noch einen Regelverstoß begangen haben.

Der Aston-Martin-Pilot musste daher nach dem Rennen in Montreal, bei dem er nicht über den zwölften Platz hinausgekommen war, zu den Rennkommissaren. Sie warfen ihm vor, nicht die vorgeschriebenen zehn Längen zum Vordermann eingehalten zu haben, als das Feld nach einem Unfall des Japaners Yuki Tsunoda hinter dem Safety Car fuhr.

Formel 1: Helm-Chaos um Vettel bei Kanada-GP! „Habt ihr noch andere Fragen?“

Das war allerdings nicht das größte Problem von Vettel. Denn bereits vor dem Grand Prix gab es Aufregung um seinen Helm. Der Ex-Weltmeister wollte eigentlich ein Statement setzen und kritisierte mit dem speziellen Aufdruck seines Helms die Naturverschmutzung Kanadas durch die Ölgewinnung. Bereist im Vorfeld sorgte dies für Ärger.

Um den Helm von Sebastian Vettel gab es beim Großen Preis von Kanada viel Ärger.
Um den Helm von Sebastian Vettel gab es beim Großen Preis von Kanada viel Ärger. © IMAGO / Motorsport Images

Im Rennen trug Vettel den Helm dann nicht. Als er anschließend bei Sky danach befragt wurde, gab sich der F1-Star schmallippig. „Ich habe ja viele Helme“, sagt Vettel auf die Nachfrage, warum er nicht, wie geplant, mit dem extra bedruckten Helm fuhr. Anschließend wollte der Sky-Reporter wissen, ob er auf Druck seines Teams Abstand von der Helm-Wahl nahm. Erst schwieg Vettel verlegen, dann sagte er: „Habt ihr denn keine anderen Fragen?“ und beendete das Interview.

Beim Großen Preis von Kanada feierte Max Verstappen seinen nächsten Sieg und baute seinen Vorsprung in der WM-Wertung weiter aus. Besonders bitter verlief der Abend für Mick Schumacher. Der Youngster schied nach einem ordentlichen Rennen aufgrund von Getriebeproblemen aus - und verpasste so seine ersten WM-Punkte.

Der Sohn von F1-Legende Michael Schumacher stand zuletzt wegen diverser Unfälle stark in der Kritik. Umso bitterer war es nun, dass dieses Mal das Auto von Schumi Junior vorzeitig den Geist aufgab. (smk/sid)

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