Die tz-Experten-Kolumne

Vettel über Sotschi: Rennstrecke ist einzigartig!

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Die Königsklasse des Motorsports gestiert erstmals in der russischen Olympia-Stadt Sotschi.

München - In seiner tz-Experten-Kolumne stellt Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel die neue Rennstrecke in Sotschi vor, auf der am Sonntag erstmals der Große Preis von Russland stattfindet.

Zuerst einmal: Ich begrüße es sehr, dass wir jetzt auch in Russland fahren. Nach dem GP von Bahrain 2013 hatte ich die Gelegenheit, die damals schon fertiggestellten Teile von der Strecke am Schwarzen Meer mit einem Pkw abzufahren. Was ich damals gesehen habe war schon beeindruckend. Die Anlage sieht fantastisch aus. Der Olympische Park und die Rennstrecke mittendrin, das ist einzigartig auf der Welt.

Die Startgerade und die erste Kurve sind gleich richtig spektakulär. Kurz nach dem Start macht die Gerade einen kleinen Rechtsknick, der aber voll zu gehen scheint. Das Anbremsen zur recht engen Kurve eins könnte schwierig sein, besonders im Pulk beim Start. Da sind Ausrutscher in die Auslaufzone vorprogrammiert. Die Kurve zwei sieht aus wie ein großes Hufeisen. Könnte sehr interessant werden, hierfür die optimale Linie zu finden. Sie erinnert mich ein wenig an die legendäre Kurve acht in Istanbul. Die dritte und vierte Kurve könnten ebenfalls eine knifflige Angelegenheit werden. Kurve drei sieht extrem eng aus und wird in Höchstgeschwindigkeit angebremst. Hoffentlich ist der Belag hier sehr eben, sonst werden wir einige Bremsplatten erleben. Es scheint jedenfalls eine gute Möglichkeit zum Überholen zu werden. Die kleine Gerade zur engen Rechtskurve vier schreit nach Fehlern. Hier ist die Versuchung noch mal groß, voll zu beschleunigen, um dann wieder extrem hart in die Bremsen zu steigen. Vom Plan her erinnert mich dieser Teil der Strecke ans „Schwimmbad“ in Monte Carlo.

Bezüglich der fünften Kurve weiß ich jetzt schon: Es wird extrem wichtig sein, sie optimal zu durchfahren. Besonders im letzten Rechtsknick muss alles passen, denn danach folgt die lange Gerade. Und dort muss man versuchen, so schnell wie möglich auf Höchstgeschwindigkeit zu kommen.

Von Sebastian Vettel, vierfacher Weltmeister

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