Die WM-Kämpfer der Formel 1: Selbstbewusst oder arrogant?

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Die WM-Kämpfer: Hamilton und Rosberg.

Berlin - Der Titel-Showdown in Abu Dhabi. Am Mittwoch trafen Nico Rosberg (29) und Lewis Hamilton (29) bei einem Sponsor-Event in Dubai erstmals nach Rosbergs Sieg in Brasilien wieder aufeinander.

Der Deutsche ist mit einem guten Gefühl in die Wüste gekommen. Er hat das letzte Rennen gewonnen und ist am vergangenen Donnerstag mit dem Bambi ausgezeichnet worden. Trotzdem braucht er Schützenhilfe im Kampf um den WM-Titel.

Teamkollege Hamilton hat vor der Premiere eines Grand Prix mit doppelten Punkten 17 Zähler Vorsprung. Das bedeutet: Selbst wenn Rosberg gewinnt, reicht ihm ein zweiter Platz zu seinem zweiten Titel. Rosberg weiß das natürlich, er sagt: „Abu Dhabi wird ein schweres Wochenende. Ich muss sowieso gewinnen und brauche dann noch Schützenhilfe, vielleicht von einem Williams.“ Grund: Auf den langen Geraden des Wüstenkurses dürften Felipe Massa und Valtteri Bottas in der Tat gute Chancen auf einen Podestplatz haben.

Lewis Hamilton strotzt indes weiter vor Selbstbewusstsein: „Ich gehe in dieses Rennen wie in jedes andere auch“, sagt er. „Ich will gewinnen und habe nie darüber nachgedacht, den Titel nicht zu holen. In Brasilien habe ich einen Fehler gemacht. Das ist für mich aber abgehakt.“

Ex-Formel-1-Pilot Alexander Wurz sieht aber genau in diesem übergroßen Selbstbewusstsein des Briten seine größte Schwäche: „Immer wenn Lewis glaubt, unschlagbar zu sein, neigt er zu Fehlern.“

Rosberg-Entdecker und Ex-Formel-1-Pilot Gerhard Berger hat wenig Hoffnung: „Ich traue Nico den Sieg in Abu Dhabi zwar zu. Aber ich befürchte, er kommt zwei Rennen zu spät. Nico hätte auch in den USA unbedingt gewinnen müssen. Die Silberpfeile sind so überlegen, dass Lewis Hamilton – wenn nichts Außergewöhnliches passiert – immer Zweiter werden kann.“

Trotzdem kann sich der Deutsche berechtigte Hoffnungen machen. Auf Hamilton lastet der mentale Druck eines vermeintlich leichten Resultats. Rosberg dagegen kann frei auffahren. „Es ist immer für denjenigen schwerer, der in Führung liegt“, glaubt Ex-Weltmeister Damon Hill. „Der Jäger hat sich mit dem Gedanken einer Niederlage schon befasst und akzeptiert die Möglichkeit, nicht zu gewinnen. Der andere Fahrer hat dagegen alles zu verlieren.“ Eine ähnliche Situation könne man im Golf oft beobachten. Hill: „Du führst vier Löcher vor dem Ende und plötzlich denkst du darüber nach, was du tust.“

Auf einen technischen Defekt seines Teamkollegen Lewis Hamilton allerdings sollte Rosberg nicht bauen. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff verspricht: „Wir werden die Autos so gut wie möglich vorbereiten, um jeden technischen Gremlin für Abu Dhabi auszuschließen.“ Beide Piloten bekommen deshalb gleichwertige Teile mit geringer Laufleistung. Wolff: „Ich wünsche mir ein sauberes letztes Rennen mit einem großen Fight. Wer von den beiden es auch immer wird, ist für mich ein würdiger Weltmeister.“

Ralf Bach

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