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Silverstone: Die traditionsreiche Formel-1-Strecke in Großbritannien

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Formel 1 - Großer Preis von Großbritannien
Großer Preis von Großbritannien am Silverstone Circuit © Jason Cairnduff / dpa

Über 40-mal war die Formel 1 zu Gast auf dem Silverstone Circuit in Großbritannien. In der Geschichte gab es zahlreiche legendäre Rennen auf Strecke.

Das Rennen in Silverstone ist im jährlichen Kalender der Formel 1 ein fester Bestandteil. Der große Preis von Großbritannien wird seit 1987 immer auf dem Silverstone Circuit ausgetragen. Zwischen 1955 und 1986 wechselte der Austragungsort mit Aintree und Brands Hatch ab. Die Begeisterung der Briten für den Motorsport entstand bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Auf der Renn- und Teststrecke Brooklands in der Nähe von London fanden erste Rennen statt.

Streckenlänge des Silverstone Circuit

Die ursprüngliche Rennstrecke aus dem Jahr 1950 hatte eine Länge von 4,649 Kilometern. Im Laufe der Zeit kam es immer wieder zu kleineren Veränderungen. Der grundsätzliche Streckenverlauf wurde jedoch beibehalten. Nach der Saison 1990 fand eine größere Veränderung des Streckenverlaufs statt. Die Farm Straight kurz vor der Zielgeraden wurde verkürzt. An dieser Stelle wurden die Kurven Priory, Brooklands und Luffield eingeführt. Die Länge der Strecke wuchs von 4,778 auf 5,226 Kilometer. Im Jahr 2009 betrug die Streckenlänge nach einem erneuten Umbau 5,141 Kilometer.

Im Jahre 2010 erfolgte erneut ein großer Umbau der F1-Strecke. Die Rennstrecke erhielt mit der Silverstone-Arena einen neuen Streckenabschnitt. Außerdem wurde ein neuer Startbereich eingeführt und der Boxenbereich verlegt sowie erneuert. Die Streckenlänge von Silverstone wurde auf 5,901 Kilometer erweitert. Insgesamt hat der Parcours nun 18 Kurven.

Rennlänge auf dem Silverstone Circuit

Die Länge eines kompletten Rennens hängt von den Faktoren Streckenlänge, Durchschnittsgeschwindigkeit und Rundenanzahl ab. In den 50er Jahren waren die Fahrzeuge der Formel 1 noch deutlich langsamer als die modernen Boliden. Die Durchschnittsgeschwindigkeit lag damals bei um 150 km/h. Dementsprechend dauerten die Rennen meist deutlich über zwei Stunden. Das längste Rennen der Geschichte fand 1956 statt. Beim Sieg von Juan Manuel Fangio wurde eine Rennzeit von zwei Stunden und 59 Minuten notiert.

In den 2000er Jahren dauerte ein Rennen hingegen im Schnitt nur 90 Minuten. Durchschnittsgeschwindigkeiten von über 220 km/h glichen die verlängerte Streckenführung aus. Die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit erzielte 1985 Alain Prost in seinem McLaren. Mit durchschnittlich 235 km/h setzte er gleichzeitig die Bestzeit für das schnellste Rennen auf dem Silverstone Circuit. Nach nur 78 Minuten durchquerte er als Sieger die Ziellinie.

Sieger der Formel 1 Rennen in Silverstone

Auf dem Silverstone Circuit haben sich viele legendäre Rennfahrer der Formel 1 als Sieger verewigt. Das erste Rennen der Geschichte im Jahre 1950 gewann der Italiener Giuseppe Farina. Auf einen Heimsieg musste das Publikum in Großbritannien nur acht Jahre warten. Peter Collins gewann 1958 in seinem Ferrari das Rennen. Einigen Fahrern lag die Rennstrecke von Silverstone besonders gut.

Die Rekordsieger von Silverstone im Überblick (Stand 2019):

Rekordsieger Lewis Hamilton erklärte vor einiger Zeit, wie er die Strecke fährt. Nach Nationen sortiert ist Großbritannien tatsächlich mit Abstand das erfolgreichste Land in Silverstone. Stand 2019 gewannen 21 der 53 Rennen Fahrer aus Großbritannien. Auf Platz zwei folgen deutsche Fahrer mit sechs Siegen. Darunter drei Siege von Michael Schumacher und zwei von Sebastian Vettel. Platz drei der erfolgreichen Fahrernationen belegt Frankreich. Alleine Alain Prost fuhr fünf Siege auf dem Silverstone Circuit ein.

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