"Ein toller Junge und großartiger Fahrer"

Sir Stirling Moss adelt Sebastian Vettel

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Sir Stirling Moss ist ein echter Fan von Sebastian Vettel.

Montreal - Viel Lob für Sebastian Vettel vor dem ersten Training am Freitag in Montreal! Englands Rennsport-Legende Sir Stirling Moss (85) adelt den 27-Jährigen.

„Ich bin ein großer Fan von Sebastian. Er ist ein toller Junge und großartiger Fahrer”, lobt der ehemalige Silberpfeil-Star und viermalige Vize-Weltmeister vor dem Grand Prix in Kanada. „Ich habe sogar einen Mini-Helm mit Widmung von ihm bekommen. Da hat er draufgeschrieben: Ihr wart noch wahre Helden.“

Was Moss an Vettel gefällt: „Er ist ein absoluter Fan seines Sports. Solche Leidenschaft ist wichtig, wenn man ein großer Rennfahrer werden will. Trotz seiner Erfolge ist er auf dem Boden geblieben. Er ist ein sympathischer junger Mann, der die Gegner respektiert. Darin erinnert er mich an Juan Manuel Fangio. Der war auch eine so ausbalancierte Persönlichkeit.“ Den Wechsel zu Ferrari findet Moss mutig, aber richtig. „Ich bewundere seinen Schritt und wie schnell er Ordnung in das Team gebracht hat. Sebastian ist spätestens seit seinem Ferrari-Sieg in Malaysia einer der Größten unseres Sports.“ Im Qualifying-Stallduell gegen Kimi Räi­kkönen führt Vettel mit 6:0. Hier die berühmtesten Ferrari-Duelle der letzten Jahre:

Alonso – Räikkönen 2014: Fernando Alonso ließ von Anfang an Wiederkehrer Räikkönen keine Chance. Das Auto wurde für Alonsos Fahrstil gebaut und abgestimmt.

Alonso – Massa 2010 bis 2013: Schon nach den Testfahrten vor der Saison war klar, wer Herr im Hause war: Ferrari-Neuling Alonso. Er war nicht nur schneller als der Brasilianer, sondern fing von der ersten Sekunde an, alle wichtigen Leute bei Ferrari um sich zu scharen. Massa war nur Nummer zwei.

Räikkönen – Massa 2007 bis 2009: Bei dieser Fahrerpaarung gab es keinen Dominator. Beide hatten ihr eigenes Biotop, in dem sie friedlich miteinander lebten. 2007 wurde Räikkönen Weltmeister. 2008 war Massa stärker und wurde hinter Hamilton Vizechampion.

Schumacher – Massa 2006: Michael Schumacher war im Herbst seiner Karriere. Für ihn stand schon am Anfang der Saison fest, dass er Ende des Jahres aufhören würde. Er fördete Massa, wo es nur ging.

Schumi – Barrichello 2000 bis 2005: Schumacher war der König bei Ferrari, Barrichello nur sein Vasall. Er durfte nur gewinnen, wenn Schumacher Probleme hatte oder sich gnädig erwies.

Ralf Bach

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