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Sky vor der Vollbremsung

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Sky-Reporterin Tanja Bauer: Abschiedsvorstellung in Abu Dhabi? © Imago

München - Schlechte Nachrichten für viele Motorsport-Fans: Sky denkt in Sachen Formel 1 an eine Vollbremsung! Wegen der teuren Rechtekosten ist ein Ausstieg des Bezahlsenders zum Saisonende möglich.

Vettel, Schumi & Co. wären dann nur noch auf RTL zu sehen. Weil die Formel 1 kaum Neu-Abos bringt, so Sportvorstand Carsten Schmidt, „steht sie bei uns auf dem Prüfstand“. Doch noch gibt es Hoffnung: Verhandlungen zwischen Sky und Bernie Ecclestone laufen. Die tz erfuhr zudem, dass sich auch die Telekom für die Formel-1-Rechte interessiert. Und Red Bull könnte ebenfalls Ambitionen haben, den Grand-Prix-Zirkus zu übertragen.

Fest steht: Ende 2010 läuft der Sky-Vertrag aus. Rechteinhaber Ecclestone verlangt mehr Geld als bisher – nicht zuletzt, weil die Rennen 2011 erstmals in „echtem HD“ übertragen werden, und nicht nur in einem Mix aus normalem TV-Bild und HD, wie derzeit auf Sky. Bisher zahlten RTL, Sport1 und Sky 125 Millionen Euro pro Jahr, davon dürften 20 bis 25 Millionen Euro auf den finanzschwachen Bezahlkanal entfallen. Hier will Vorstand Schmidt sparen, der bei den Sportrechten ohnehin ganz auf Fußball baut. Der neue Sky-Boss Brian Sullivan setzt dagegen eher auf Vielfalt im Sport – er könnte dafür sorgen, dass das Kult-Duo Jacques Schulz und Marc Surer wie seit 1996 weiter die Formel 1 überträgt und die Fans nicht zu Kai Ebel, Heiko Waßer und den Reklameunterbrechungen auf RTL umschalten müssen. Die Telekom hätte die Formel 1 gern für ihr Internet-Fernsehen Entertain, verhandelt offenbar bereits seit dem Sommer mit Ecclestone. Der Grand-Prix-Zirkus wäre die ideale Ergänzung zu Liga total und könnte mit aufwändiger Technik von HD bis hin zu noch mehr frei wählbaren Kameraperspektiven übertragen werden. Und die meist gut informierte Motorsportwebsite racingblog.de spekuliert, dass auch der Red-Bull-Fernsehsender Servus TV mitbieten könnte – um Red-Bull-Siege künftig kostenpflichtig im eigenen TV-Kanal zu zeigen.

Jörg Heinrich

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Strece

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