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Toyota buhlt um Kubica und Räikkönen

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Kimi Räikkönen soll für Toyota fahren © Getty

Suzuka - Der Toyota-Rennstall plant gegen alle Zweifel fest für eine Zukunft in der Formel 1 und will dafür die Top-Piloten Robert Kubica und Kimi Räikkönen gewinnen.

“Ich erwarte, dass wir auch im nächsten Jahr hier sein werden“, sagte Teamchef John Howett am Freitag im japanischen Suzuka und bestätigte zugleich die Bemühungen um eine neue Fahrerpaarung. Zwar werde Toyota trotz der geplatzten Vertragsverlängerung auch die Tür für den Wersauer Timo Glock offen halten, doch vorerst sucht das Team nach prominenteren Namen. “Wir sind sehr an Robert Kubica interessiert und hoffen, dass es klappt“, erklärte Howett. Zudem räumte er Kontakte zum Räikkönen- Management ein.

Noch aber steht dem in Köln-Marsdorf beheimateten Rennstall eine Zitterpartie bevor. Erst Mitte November will der Vorstand des japanischen Autobauers über das Budget des Teams für 2010 entscheiden. Auch ein Ausstieg bleibt bis dahin eine Option. “Wir haben keine Signale in diese Richtung“, versicherte Howett aber.

Ein Rest Unsicherheit bleibt jedoch und dürfte auch die Fahrersuche erschweren. Der noch für BMW-Sauber fahrende Pole Kubica soll längst bei Renault als Nachfolger des zu Ferrari wechselnden Fernando Alonso im Wort stehen. Scuderia-Pilot Räikkönen hatte erklärt, er wolle nur zu einem Top-Team wechseln, mit dem er im kommenden Jahr wieder um den Titel kämpfen könne.

Toyota indes ist davon überzeugt, den Wunschkandidaten genau das bieten zu können. “Sie wären dumm, wenn sie nicht kommen würden“, meinte Howett. Schon jetzt treibe das Team die Vorbereitungen für das Auto des kommenden Jahres mit aller Macht voran. Es sei zwar mit der Kürzung des Budgets durch den Toyota-Konzern zu rechnen, “aber es wird immer noch genug sein“. Seit 2002 geht Toyota in der Formel 1 mit einem eigenen Team an den Start, doch auch nach 136 Grand Prix und Milliarden-Investitionen wartet der Rennstall auf seinen ersten Sieg.

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Die stetig wachsende Ungeduld bedroht auch Glocks Job. “Er hat seine Chancen mit dem zweiten Platz in Singapur verbessert, aber wir würden uns wünschen, dass er konstant solche Leistungen zeigen würde“, sagte Howett. “Sein Renntempo ist toll, aber er macht es sich zu oft schon in der Qualifikation zu schwer.“ Daher habe sich das Team entschieden, die Option für Glock vorerst nicht zu ziehen und sich nach anderen Piloten umzusehen. Der 27-Jährige darf ebenfalls mit anderen Interessenten verhandeln. Es gebe schon mehrere Anfragen, versicherte sein Manager Hans-Bernd Kamps in Suzuka.

Inmitten der Bewerbungsphase kam es für den gelernten Gerüstbauer daher höchst ungelegen, dass er beim Freitagstraining vor dem Großen Preis von Japan wegen einer schweren Erkältung eine Zwangspause einlegen musste. “Er hatte 39,1 Grad Fieber“, verriet Howett. Die ärztliche Behandlung habe jedoch Wirkung gezeigt, Glock soll am Samstag in der Qualifikation ins Auto zurückkehren.

Für seinen italienischen Teamkollegen Jarno Trulli läuft die Zeit bei Toyota wohl definitiv ab. “Es ist sehr unwahrscheinlich, dass er im nächsten Jahr für uns fährt“, sagte sein Teamchef. Der 35-Jährige ist seit 2004 bei dem Rennstall. Für die Zukunft jedoch will sein Arbeitgeber eine Frischzellenkur. Howett: “Es tut mir leid, aber das Leben ist hart, und unser Job ist es, Ergebnisse zu liefern.“

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