Bewährungsstrafe für Hamilton und McLaren-Mercedes

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Bewährungsstrafe von drei Rennen Sperre: Weltmeister Lewis Hamilton darf sich nichts mehr zu Schulden kommen lassen, sonst tritt die Sperre in Kraft.

In der "Lügen-Affäre" um Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton hat der Internationale Automobilverband FIA das McLaren-Mercedes-Team zu einer Sperre von drei Rennen verurteilt.

Die Strafe wurde allerdings vom Motorsport-Weltrat für zwölf Monate zur Bewährung ausgesetzt. Das gab die FIA am Mittwoch nach einer Anhörung in Paris bekannt. Sollten weitere belastende Fakten in der Angelegenheit auftauchen oder das Team erneut gegen das Regelwerk verstoßen, wird die Strafe wirksam, hieß es. Funk-Mitschnitte hatten Silberpfeil-Pilot Hamilton und McLaren-Sportdirektor Dave Ryan nach dem Saisonauftakt in Australien der Falsch-Aussage vor den Renn-Kommissaren überführt.

Die FIA begründete das eher milde Urteil mit dem "offenen und ehrlichen Auftreten" von McLaren-Mercedes-Teamchef Martin Whitmarsh bei der Anhörung. Der Brite hatte ein Fehlverhalten des Teams eingeräumt. "Wir haben uns bei der FIA entschuldigt", erklärte Whitmarsh, der ohne Rechtsbeistand erschienen war. Hamilton, der nicht nach Paris gekommen war, hatte bereits kurz nach Aufdeckung des Skandals Reue gezeigt.

Dem Briten wurde der dritte Platz beim Australien-Rennen nachträglich aberkannt. McLaren suspendierte Ryan. Hamiltons sportlicher Ziehvater Ron Dennis, der als Drahtzieher bei den Falsch-Aussagen verdächtigt wurde, trat als Chef der McLaren-Firmengruppe zurück.

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