tz-Experten-Kolumne von Sebastian Vettel

"Ich danke dem britischen Wetter"

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Sebastian Vettel belegte in Silverstone den 3. Platz.

Silverstone - In seiner tz-Experten-Kolumne schreibt Sebastian Vettel über das Rennen in Silverstone, bei dem ihm das Wetter in die Karten spielte.

Ganz ehrlich: Ohne den Regen wären wir am Sonntag in Silverstone nicht auf’s Podium gefahren. Wir sind zum Glück cool geblieben und haben dann genau den richtigen Zeitpunkt erwischt, von Trocken- auf Intermediate-Reifen zu wechseln. Das war gar nicht so einfach bei dem typisch englischen Wetter. Es regnet in Strömen und fünf Minuten später holst du dir wieder einen Sonnenbrand auf der Nase. Ich habe immer geschaut, woher der Regen kommt, weil ich wissen wollte: Wird der Regen stärker oder lässt er nach? In solchen Situationen kann das Team nicht entscheiden. Wenn es in zwei Kurven nass ist und sonst die Sonne scheint, dann muss der Fahrer eine Ansage machen. Danke deshalb an das britische Wetter. Es war schwierig, aber wir hatten das Quäntchen Glück und konnten an beiden Williams vorbei auf das Podium kommen. In solchen Situationen gibt es Risiken und Chancen zugleich. Wir haben heute die Chancen bestens genutzt. Auch weil wir über Funk perfekt kommunziert haben – nur so konnte unsere Strategie klappen. Ich war nach dem Rennen deshalb fast so happy wie sonst nach einem Sieg. Auf dem Podium stehen vor dieser unglaublichen Menge in Silverstone ist schon sehr speziell. Unverhofft kommt halt oft. Aber wie gesagt: Verdient haben wir das Podium eigentlich nicht. Unter normalen Bedingungen war der Abstand zu Mercedes groß, diesmal leider ebenso zu Williams. Das hat uns schon ein wenig überrascht. Auch Red Bull hat sich verbessert. Ich denke aber nicht, dass wir von beiden Teams überholt worden sind. Wir haben in Silverstone einfach nicht das Optimale aus unserem Auto herausgeholt. Das darf uns bei den nächsten Rennen nicht mehr passieren.

Sebastian Vettel

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