Formel 1

Veranstalter in Vietnam fürchten Absage wegen Coronavirus

Blick auf die noch im Bau befindliche neue Formel-1-Rennstrecke in Hanoi. Foto: Vietnam Grand Prix Corporation/VGPC /dpa
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Blick auf die noch im Bau befindliche neue Formel-1-Rennstrecke in Hanoi. Foto: Vietnam Grand Prix Corporation/VGPC /dpa

Hanoi (dpa) - Eine Absage des Formel-1-Rennens in Vietnam wegen des neuartigen Coronavirus rückt näher. Allen bisherigen Beteuerungen zum Trotz schloss ein hochrangiger Funktionär der Gastgeber-Stadt Hanoi eine Streichung der Premiere der Motorsport-Königsklasse in dem Land nicht mehr aus.

"Wenn die Situation im März kompliziert wird, wenn es gestoppt werden muss, dann müssen wir es absagen", sagte der Präsident von Hanois Volkskomitee, Nguyen Duc Chung Chung. Er könne nicht mehr mit "100 Prozent Sicherheit sagen, dass das Event stattfindet".

Zuvor hatten die Veranstalter mitgeteilt, dass die neue Rennstrecke fertiggestellt sei. Die Premiere auf dem 5,607 Kilometer langen Kurs in Vietnam ist für den 5. April vorgesehen. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus halten sich jedoch Zweifel, ob der dritte Grand Prix des Jahres stattfinden kann.

Das ursprünglich für den 19. April angesetzte Rennen in China wurde bereits abgesagt. Die Organisatoren in Vietnam hatten jedoch vor Kurzem geäußert, dass sie weiter an der Austragung festhalten. Hanoi liegt nur rund 150 Kilometer von der Grenze zu China entfernt.

Mit der steigenden Zahl der Sars-CoV-2-Infektionen im Iran droht sich das neuartige Coronavirus auch zunehmend in der Golf-Region auszubreiten. So hat unter anderen Irans Nachbarland Bahrain mehrere neue Fälle von Patienten gemeldet, die zuvor in den Iran gereist waren. Dadurch rückt für die Formel 1 auch Bahrain in den Fokus, wo nur eine Woche nach dem Grand-Prix-Auftakt am 15. März in Melbourne das zweite Saisonrennen angesetzt ist.

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