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Vettel und Co.: Aus dem Auto vor den TV

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Sebastian Vettel in Kanada © AP

Montreal - Sie sind weit weg, in Kanada - aber in Gedanken sind die Formel-1-Fahrer auch bei der Fußball-EM in Polen und der Ukraine und drücken ihren Teams die Daumen.

Sebastian Vettel wünscht sich einen Liveticker, Michael Schumacher hat eine „konkrete Hoffnung“ für das erste Spiel gegen Portugal: Deutschlands Formel-1-Stars sind in Montreal auch 6785 Kilometer entfernt von Lwiw in Gedanken bei der deutschen Fußball-Nationalmannschaft vor deren EM-Auftakt. Und daher heißt am Samstag das Motto: Erst im Qualifying (19.00 Uhr MESZ/RTL und Sky) schnell fahren, dann schnell vor den nächsten Fernseher, um Jogis Jungs gegen Cristiano Ronaldo und Co. (20.45 Uhr MESZ/ARD) die Daumen zu drücken.

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„Das Interesse ist schon da“, sagte Vettel, der aber nach der Jagd nach der Pole Position erst noch der Presse Rede und Antwort stehen und dann zum Meeting mit seinen Ingenieuren muss. „Ich hoffe, es gibt einen Liveticker. Aber der Fernseher wird sicher auch schnell umgeschaltet“, meinte der Red-Bull-Pilot und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: „Die Mannschaft wird sicher auch unser Qualifying gucken.“

Vettel drückt dem DFB-Team die Daumen und hofft, „dass sobald der Ball mal rollt, die ganzen Diskussionen und das Gerede aufhören und wir uns auf den Fußball freuen können. Ich hoffe, dass die deutsche Mannschaft mit dem richtigen Fuß ins Turnier startet, der Rest wird sich dann zeigen.“

Auch Rekordweltmeister Michael Schumacher freut sich auf die EM. „Ich werde wie die meisten Fans da sitzen und die Daumen drücken. Ich habe Poldi an seinem Geburtstag schon gesagt, dass er Gas geben soll“, meinte der Mercedes-Pilot, der zusammen mit Teamkollege Nico Rosberg die Fußball-Stars im Trainingslager in Südfrankreich noch besucht und danach auch beim Grand Prix in Monaco begrüßt.

In der großen EM-Euphorie der Fans liegt nach Schumachers Meinung aber auch „eine gewisse Gefahr“. „Es gibt einige Anwärter, Spanien und Frankreich fallen mir da konkret ein. Deutschland gehört zum Glück dazu, aber der Kuchen ist noch nicht gegessen. Ich hoffe, dass das jeder bei den Jungs auch so sieht.“ Einen konkreten Tipp für das Auftaktspiel gegen die Portugiesen wollte er nicht abgeben: „Ich habe eine konkrete Hoffnung - dass wir 2:1 gewinnen.“

Auf dieses Ergebnis setzt auch Rosberg, der dem Team auch den EM-Titel zutraut. „Ich glaube, dass wir eine große Chance haben, denn wir haben eine Hammer-Mannschaft mit vielen starken Spielern. Allerdings war die Vorbereitung schwierig.“ Namensvetter Nico Hülkenberg wird nach dem Qualifying „sicher so schnell wie möglich einen Fernseher aufsuchen. Unser Meeting verschieben werden wir aber wohl nicht“, meinte der Force-India-Pilot, der den Fußballern auch viel zutraut: „Ich glaube, dass unsere Mannschaft zu den Besten gehört, außerdem ist Deutschland immer eine Turniermannschaft. Da kann es gut sein, dass sich eine Dynamik entwickelt. Ich traue ihnen zu, ins Endspiel zu kommen und es zu gewinnen.“ Timo Glock will in Montreal erstmal „meine Arbeit machen“. „Aber ich werde den Jungs die Stange halten“, sagte der Marussia-Pilot.

sid

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